Wenn das Leben so toll ist, warum gibt es so viel Leid?

18 Antworten

"Leid ist das schnellste Pferd zur Weisheit" gemäß Meister Eckhard, ein spätmittelalterlicher Theologe, Philosoph und Mystiker, dessen tiefste Erkenntnisse über die Weltordnung bis heute Gültigkeit haben.

Leid ist wahrzunehmen als Aufforderung, umzukehren und den Weg zu finden, der gesund und glücklich macht. Diese bedeutsame Funktion des Leids sollte man kennen und nutzen. Tatsächlich wächst im Laufe der Zeit immer mehr die Wahrnehmung dafür, ob ein Weg ins Leid oder ins Glück führt, so dass mit etwas Übung falsche Wege schon im Ansatz vermieden werden.

Auch das Leid am Leid der Welt, so wie Sie es beschreiben, lässt sich so überwinden. Ihr Leid am Leid der Welt signalisiert Ihnen, dass Sie hier falsch orientiert sind. Es ist die Aufforderung inne zu halten, sich bewusst zu werden, dass dies ein Irrweg ist und zugleich die Aufforderung, den richtigen Weg zu finden. Es geht darum zwei Punkte zu erkennen:

  1. Der Preis für das Leben von Kreaturen ist unvermeidlich Leid, das schon bei der Geburt beginnt.
  2. Der Preis für die menschliche Freiheit nach Belieben handeln zu können, besteht drin, dass er sich nicht nur gut, sondern auch böse verhalten kann und damit unvermeidbar für sich andere Menschen Leid erzeugt.

Ohne Leid gäbe es keine Kreaturen und keine menschliche Freiheit. Allerdings haben wir daher auch die Möglichkeit, Leid in einem gewissen Umfang durch "gutes Verhalten" zu vermeiden, zumindest zu reduzieren.

Sie sich durch Ihr Leid am Leid der Welt aufgefordert, diese Grund-Zusammenhänge zu verstehen und in Ihrer Orientierung umzukehren, indem Sie Ihren Beitrag leisten, Leid auf ein Minimum zu reduzieren. Damit kommen Sie auch ein ganzes Stück im Sinne des Eckhard-Zitates voran.

Auch wohlhalbende und mächtige Menschen leiden.

Der Mächtige muss ständig fürchten, von seinen engsten Vertrauten entmachtet zu werden - dafür gibt es ja auch genug Beispiele in der Geschichte.

Der Reiche fürchtet, dass er eine "gute Gelegenheit" verpassen könnte, sein Geld noch weiter zu vermehren, oder dass er seinen Reichtum verlieren könnte.

Sowohl reiche als auch mächtige Personen fürchten, dass ihre schmutzigen Machenschaften, mit denen sie ihre Position festigen, entdeckt werden.

Reiche und Mächtige müssen gleichermaßen fürchten, dass keiner ihrer Freunde zu ihnen stehen wird, sollten sie einmal ihren Reichtum bzw. ihre Macht verlieren.

Allgemein müssen sie befürchten, dass all ihre angeblichen "Freunde" nur an ihren eigenen Vorteil denken und sie ständig in Gefahr sind, ausgenutzt zu werden.

Diese Ängste versuchen sie dann womöglich zu verdrängen und zu betäuben - durch noch mehr Luxus, noch mehr Zurschaustellung, noch mehr Machtdemonstration.

Aber letztlich leiden diese Menschen eben auch - wenn auch nicht gerade an Krieg, Hunger oder einer lebensbedrohlichen Komplikation einer trivialen Erkrankung.

Die Lebensqualität wird eben nicht nur durch äußere Umstände bestimmt - die eigene, innere Einstellung hat eine große Bedeutung hierbei.

Daher gibt es durchaus Menschen, die zwar unter erbärmlichen Umständen täglich um ihr Überleben kämpfen, aber mehr Lebensqualität haben, als mancher Manager.

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Jeder kann leiden, genau.

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Der erste Schritt zum Glück könnte sein die Existenz in Frage zu stellen zu dekonstruieren und nach eigenen Werten wieder zusammen zu setzen.

Armut heißt nicht Leid - Schau dir Eingeborene z. B. in Amerika an, die seit tausenden Jahren sehr simpel leben und trotzdem glücklich sind, niemals klagen.

Krankheit heißt nicht Leid - Schau dir Menschen an die z. B. ihr Augenlicht verloren haben und trotzdem eine ungeheure Energie ausstrahlen und ihr Leben meistern.

Ich sehe es nicht als Vorteil in einem reichen Land zu leben, du kannst dir Dinge leisten und kannst viel tun, findest aber immer Sachen die noch besser sind.. die du besitzen und machen möchtest. Somit leidest du am stetigen Drang mehr zu wollen und niemals zufrieden mit dem zu sein was du hast.

Menschen in Deutschland sehen den Reichtum den sie niemals verwirklichen können als Glück an. Materiell. Menschen aus, in unseren Augen, ärmeren Gegenden sehen das als Glück was sie bereits haben.

Vielleicht macht das Erleben das Leben aus :)

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Eingeborene in den USA sind oft Drogensüchtig und ganz und gar nicht glücklich. Armut macht definitiv nicht glücklich

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@Baskol11

sorry, ich meinte Ureinwohner. Menschen die mit unserer Zivilisation niemals in Kontakt gekommen sind. Außerdem besteht Amerika nicht nur aus den USA. Und zu dem anderem... oje.

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@Baskol11

Leiden kann nur der dem das Leid begegnet. Wenn du nichts als schlecht ansiehst, ist in deinem Leben auch nichts schlecht.

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@Baskol11

Was du mir hier sagst ist dass du nicht weißt was richtiger Hunger ist, wie es ist eine krasse Krankheit zu haben, noch nie mit Menschen aus Kriegsgegenden zu tun hattest. Versuch dich mal in die rein zu fühlen. Meinst du die geben deswegen auf?

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@FrediVonDue

Teilweise durchaus. Ausserdem sterben die sowieso bald.

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