Wenn das Gros der AfD-Wähler Rechtsextremisten sind, weshalb bakam die NPD vor entstehung der AfD nie über 10 %?

16 Antworten

Die NPD ist als indirekter Nachfolger der historischen NSDAP ziemlich gebrandmarkt. Rückblickend müsste man fast den Hut vor NPD Mitgliedern und Funktionären ziehen, denn die bekennen wenigsten ungeschönt und ehrlich ihre Flagge. Allerdings sitzen sie mit dieser Einstellung gleichzeitig in der Mausefalle, denn von dieser Position gibt es argumentativ nichts mehr zu verschleiern oder zu relativieren.

Das Parteiverbotsverfahren gegen die NPD 2017 wurde wegen "Nichtigkeit" eingestellt. Es ist zwar eine offenkundig verfassungsfeindliche Partei, hat aber keinen gesellschaftlichen Einfluss. Warum? - Die AfD wurde bereits 2013 gegründet und mit dem Austritt ihres Gründers Bernd Lucke spätestens 2015 dem zunehmenden rechten Flügel geopfert.

In diesem Zeitraum sind auch etliche ehemalige Mitglieder der NPD zur AfD gewechselt.

Bernd "Björn" Höcke hatte es eigentlich auf den Punkt gebracht, als er sagte, die Aufgabe der AfD bestünde auch darin, "die rohen Formen der Bürgerproteste geistig zu veredeln".

Genau das macht die AfD um einiges gefährlicher, als es eine NPD je sein wollte. Der Nazi mit Anzug und Krawatte war schon in den 1930iger Jahren die wirkliche Bedrohung der ganzen Bewegung.

Die AfD holt ohne jede Frage die Nationalisten und Rechtsradikalen ab, die Frage ist also eher wieso sie es schaffen, auch bürgerlichen Durchschnitt anzuwerben. Hier greift das mediale Konzept der AfD im Spiel mit den Ängsten durch das Schaffen von Verunsicherung, indem Fakten durch Emotionen ersetzt werden.

Aber ein großer Teil der Wähler wollte die aktuelle Regierung ganz einfach "abstrafen". Man wählte also die AfD als Form der Bestrafung für Deutschland...

Oder liegt der Verdacht nahe, das die Politik einige Themen nicht aufgreift, welche sich nur die AfD traut anzusprechen...

Meinst du damit die zahllosen Anfragen der AfD? Wie bspw. die Frage, ob "Zuwanderer durch Heirat innerhalb der Familie häufiger behinderte Kinder zu Welt bringen", welche dann unser Sozialsystem zusätzlich belasten würden...

Ja, das traut sich tatsächlich nicht jeder anzusprechen...

Aber ein großer Teil der Wähler wollte die aktuelle Regierung ganz einfach "abstrafen".

Und haben sie es verstanden? Ein klares NEIN... damit hat man diese zu überzeugten AfD-Wählern gemacht.

Man wählte also die AfD als Form der Bestrafung für Deutschland...

Nein.. zur Bestrafung der Verantwortlichen. Der Zorn fokussiert sich nicht (wie stets gebetsmühlenartig eingetrichtert wird) auf die "Flüchtlinge", sondern auf die Politiker, die ohne Hirn, ohne Weitsicht und ohne Vernunft dieses Land gegen die Wand fahren.

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@MickyFinn2
Und haben sie es verstanden? Ein klares NEIN... damit hat man diese zu überzeugten AfD-Wählern gemacht.

Meine Formulierung war falsch... nicht ein "großer Teil der Wähler", sondern "ein Teil der Wähler"... im Durchschnitt etwa 15 - 20%, und das ist bei Weitem keine demokratische Mehrheit.

Zugegeben hat es gereicht um die AfD als 3. stärkste Partei in den Bundestag und jeden Landtag zu wählen. Aber von "überzeugten AfD-Wählern kann hier nicht die Rede sein.

Die AfD verliert zunehmend an Stimmen und liegt lt. offiziellen Umfragen nur noch bei ca. 10 - 15%, Trend fallend.

Gründe sind natürlich das durch Merkels sukzessiven Abschied die Argumente fehlen und die offizielle Prüfung durch den Verfassungsschutz einen unangenehmen Beigeschmack mit sich bringt. Von Poggenburgs Gegenbewegung zur AfD gar nicht zu sprechen.

@MickyFinn2 (warum eigentlich die "2," gab es die schon immer oder ist das ein neuer Account?) du solltest dir besser schon mal eine neue Partei suchen, auf die du in Zukunft setzen kannst. Vielleicht ja doch noch die NPD? ;)

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Inzucht kommt in muslimischen Kulturen tatsächlich häufiger vor als in unserer. Warum man diesen Missstand nicht ausprechen sollte, zumal neben den finanziellen Kosten es in meinen Augen ein Verbrechen ist, Kindern durch dämliche Verhaltensweisen Behinderungen zuzufügen, sehe ich nicht ein.

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@Razzzzor

Die Gedankengänge dahinter, welche zur Formulierung dieser Frage durch die AfD geführt haben, lassen schon sehr tief blicken...

Das ist tendenziell menschenverachtend, da hier nicht mehr die Individuelle Person wertgeschätzt, sondern nur anhand der evtl. entstehenden Kosten gemessen und bewertet wird.

Zumal ist das an Verallgemeinerung und plumpen Schubladendenken kaum mehr zu unterbieten.

Ja, es gibt Fälle unter arabischen Großfamilien, wo bevorzugt Cousine/Cousin geheiratet werden. Das ist sogar auch in Deutschland erlaubt, wenn auch zugegeben sehr untypisch.

In Deutschland gab es früher auch mal das Konzept der Großfamilie als Form der Altersvorsorge. Es wurde aber durch unser Sozialsystem obsolet. Bei uns kümmert sich der Staat und das funktionierende Gesundheitssystem um die Menschen. In vielen Gegenden im Nahen Osten ist das bis heute nicht möglich, in Folge von Diktaturen und Kriegen.

Jemand der so argumentiert wie es in dem Fall die AfD getan hat, sollte hin und wieder einfach mal den Kopf aus seinem Hintern stecken, frische Luft aus der echten Welt einatmen und dann nochmal drüber nachdenken...

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@thetee99

Da hast Du Recht. So wie ich auch nicht glaube, dass es den Nazis damals um Tierschutz ging, als sie den Juden das Schächten verboten.

Trotzdem sind diese Fragen berechtigt. Inzucht ist bei uns aus gutem Grund verboten, und es ist sowohl aus menschlicher wie halt auch aus finanzieller Sicht ein Missstand, wenn ohne Not Behinderungen von Kindern in Kauf genommen werden.

Genauso die häufige und kulturbedingte Vielweiberei unter Muslimen. Da kassieren muslimische Frauen Sozialhilfe für sich und ihre Kinder, gelten offiziell als ledig, und sind tatsächlich eine von mehreren Ehefrauen. Was mir generell egal wäre, müsste ich das nicht von meinen Steuergeldern finanzieren.

Leider werden derlei kulturelle Eigenheiten von unserem Staat bis heute weitgehend geduldet, man will ja schließlich tolerant sein.

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Razzzzor

Inzucht kommt in muslimischen Kulturen tatsächlich häufiger vor als in unserer.

Aus welcher Statistik weißt du das?

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@VogelFauII

Kann ich nicht genau sagen, müsste ich erst meinen Ordner durchsuchen.

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@Razzzzor

Das müsste sich ja zeitnah erledigen lassen. Ich warte dann ein wenig.

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Im Hinblick auf die Wahlergebnisse der NPD verneinst Du den ersten Teil Deiner Frage schon selbst.

Nein, die Mehrheit der AfD-Wähler ist sehr wahrscheinlich NICHT rechtsextremistisch sondern dürfte wohl in die Kategorien "verängstigte" oder "besorgte" Bürger fallen.

Da sich die etablierten Blockparteien nach außen hin überwiegend ignorant und desinteressiert an den Sorgen und Bedürfnissen der Bevölkerung gezeigt haben, ist es halt nur logisch, dass viele Wähler dann Zuflucht bei der AfD suchen, wenn sonst keine Partei mehr da ist, die die Stimmen der Bevölkerung aufgreift.

Ob die AfD bei ihrem Pro-Bürger-Kurs bleibt, wenn diese die absolute Mehrheit erreichen würde, sei mal dahingestellt. Viel wahrscheinlicher halte ich es dann, dass die AfD ebenso wie die anderen Blockparteien von Großkapitalisten aufgekauft werden um dann ebenfalls nur noch für Lobbyinteressen einzustehen ODER ob die Oligarchen dann die lange angekündigte große Krise einleiten, wobei dann die AfD als Krisenauslöser dargestellt werden würde.

Die etablierten Parteien sprechen jene brisanten Themen nicht an, da sie den politischen Gestaltern, den Globalisten, zuwider sind. Und da die Politikdarsteller wirtschaftlich ein sehr gutes Leben führen und deshalb auch ihre Mandate nicht verlieren wollen, sind diese lediglich darauf bedacht, möglichst nicht allzu sehr anzuecken.

Merkel hat es ja vorgemacht, dass man in der Politik am erfolgreichsten wird, wenn man sich stets stromlinienförmig verhält und sich mit den Globalisten solidarisiert.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Beobachtung, Recherche, Analyse, Intuition, Wissen

Soll ich dir mal die Argumentationsgrundlage entziehen? Dann würde ich nämlich fragen, wer denn behauptet oder bewiesen hat, dass das Gros der AfD Wähler, Rechtsextremisten sind?

Ich habe eine solche Formulierung, weder von Medien, noch von politischen Gegnern der AfD, jemals gehört.

Meist wird das Gros der AfD-Wähler, ja als Wut- oder Protestwähler bezeichnet. Du behauptest jetzt praktisch das Gegenteil.

Die Alternative ist auch nicht wirklich besser... es heißt dann, das AfD-Wähler dumm und leicht beeinflussbar sind. Gibt es denn noch etwas anderes dazwischen? Ich denke schon.

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@MickyFinn2

Ich denke es macht einen großen Unterschied, ob jemand rechtsextreme Überzeugungen hat oder ob er mit seiner persönlichen Lebenssituation und/oder der gesellschaftlichen Situation, unzufrieden ist und der Regierung bei der Wahl dies mitteilen möchte.

Und dazwischen gibt es natürlich immer etwas. Meistens sogar jede Menge.

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@zippo1970

Ich kann nur aus meinen eigenen Beobachtungen sprechen.. jene mit denen ich mich ausgetauscht habe fallen in keines der besagten Raster. Demnach halte ich es für Möglich, das diese eher das Gros abbilden. Es ist kein Hass, keine Dummheit oder anderes was negatives (was medienwirksam gern mit der AfD in Verbindung gebracht wird), sondern es fußt auf rationalen Menschenverstand.

Auch bezweifle ich, das es noch so viele Protestwähler gibt (welche es mit Sicherheit gegeben hat).. denn dank der Altparteien die das klare Signal offenbar nicht verstehen wollten, hat man sie nun zu bekennenden AfD-Wählern gemacht (zu denen ich mich inzwischen auch zähle).

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Weil die NPD in meinen Augen nur aus arg rechtsorientierten Menschen bestand/ besteht und die AfD eine Partei, bestehend aus zwei Lagern, ist. Die Aussagen, dass die AfD nur aus Rechtsextremisten bestehen würde, sind meiner Meinung einfach nur falsch. Es gibt auch ein großes Lager aus Bürgerlichen und Konservativen.

Es ist aber nun mal einfacher der ganzen Partei den Stempel "Nazi" aufzudrücken, als die einzelnen Ströme genauer zu untersuchen. Ich würde sogar glatt behaupten, dass die konservativen Wähler der FDP und CDU, den konservativen AfD Wählern gar nicht mal so fern sind.

Ich stimme dir da auch zu, dass die Medien ein wenig zu hart gegen AfD wettern. Immerhin vertritt sie ja fast 14 % der Bundesbürger. Und ich glaube nicht, dass 14 % der Deutschen rechtsorientierte Extremisten sind. Das wäre dann schon in den Jahren vor der AfD aufgefallen

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Und wo ist nun der Unterschied zu ,,rechtsorientiert´´ ?

Konservativ-bürgerlich ist ebenfalls rechts

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@JungeUnlon

Ja das ist eine Gradwanderung und aus meiner Sicht nicht so einfach zu trennen. Rechtsorientiert sind sie alle. Ich habe ja deshalb Wörter wie "arg" oder "Extremisten" verwendet. Also um es vielleicht ein bisschen platt auszudrücken:

NPD = Rechtsextremismus/ sehr rechte Einstellung

AfD = Gemäßigt Rechts (Bürgerlich Konservativ) + Rechtsextremistische Tendenzen

Mir geht es darum, dass man nicht sagen kann, dass NPD und AfD`ler die gleichen Leute sind. Die AfD spricht aus meiner Sicht auch eine Menge an eher gemäßigt rechtsorientierten Menschen an.

Ist das ein offizieler JU- Account? Ich war/bin auch teilweise noch ein wenig bei der JU aktiv :D

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@Lars234567890

Offiziell nicht. Daher schreibe ich auch ( U.a auf dem Profil) meine Meinung ist:

Offizielle Accounts müssen meines wissens als,, Business " O.ä gekennzeichnet werden

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@Lars234567890

Mir ging es bei meinem Kommentar auch mehr darum dass du,, rechtsorientiert" als allgemein hast stehen lassen, was dann eben alle in einen Topf wirft

Zu Kommentar 2

Vor allem kann man damit und mit solchen Ansichten Leute teils gut triggern. Nicht dass das mein Ziel ist, aber manche Leute regen sich halt gerne sehr schnell auf

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Weil es so platt nicht stimmt.
Ein Großteil der Wähler sind ehemalige CDU und SPD Wähler, schlichter Protest gegen die Agenda 2010 der SPD und der Austerität der CDU.

Hierbei haben CDU und SPD keinen Ausweg, aus ihrer marktreligiösen Politik.
Sie haben die Gestaltungshoheit den Märkten und der Finanzindustrie ausgeliefert.
Dumm gelaufen, denn der Markt regelt gar nichts.

Die Lösung liegt im Feld der Sozialpolitik, genau hier versagen die CDU, die keine Sozialkompetenz hat und die SPD die eben genau nicht sozial ist.
Speziell die SPD wiederholt ihre historischen Fehler von 1914 und 1918/1919, daran schließt sich die Agenda 2010 an.

Jetzt nähert sich die SPD ihren 15% minus X, unaufhörlich.
2019 wird sie im Osten 3 Landtagswahlen krachend verlieren.
Scon die Europawahl im Mai wird ein erstes Fanal setzen.
Sie verliert ihre Wähler an die Grünen und an die AfD und kann selbst glaubwürdig gar nichts mehr behaupten.

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