Wenn das ein Kind fragt o.o?

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5 Antworten

Da fehlt eindeutig die Begeisterung für das Imaginäre. In einem Buch kann alles stehen, was man sich kaum vorzustellen wagt.

Mein Bruder war auch immer mehr der technikaffine und hat in einem Alter, in dem ich Bücher schon regelrecht verschlungen habe, sich immer noch geweigert zu lesen.

Unsere Mutter wollte ihn zum Lesen animieren und hat deshalb einen Deal mit ihm gemacht: Wenn er X Seiten ließt, dann ließt sie ihm im Gegenzug eine bestimmte Anzahl vor. Die Zahl, die sie vorgelesen hat, hat sie dann immer weiter reduziert, bis mein Bruder irgendwann so gefesselt von der Geschichte war, dass er selbst mehr wollte. Hat geholfen – heute hat er selbst vollgestopfte Bücherregale.

Allerdings muss ich auch dazusagen, dass es bei uns sehr strikte Regeln gab, was den Gebrauch elektronischer Geräte betraf und wir hatten auch keinen Computer oder Fernseher im Zimmer, sodass unsere Eltern immer schön einen Überblick hatten, wie viel Zeit wir davor verbringen (mehr als ein bis zwei Stunden pro Tag gab's nicht).

Vielleicht sind das ein paar Ansätze ;)

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Da hilft nur eins: die Begeisterung selbst wecken. Gemeinsam mit dem Kind lesen, und ihm Zeit, Anerkennung und Aufmerksamkeit schenken. Ein Kind, das so etwas sagt, verbringt außerdem eindeutig zu viel Zeit am PC. Hier solltest du unbedingt eingreifen und ein tägliches Zeitlimit festlegen.

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Ein Buch kann man in seinem eigenen Tempo lesen und die Geschichte voranschreiten lassen. Ein Film erfaßt nie das Ganze eines Buches, er kann immer nur einen Teil davon zeigen.

Ein Text besteht auch nicht nur aus den geschriebenen Worten, es gibt auch immer noch Gedanken, Gefühle und unausgesprochene Worte zwischen den Zeilen. Das läßt viel Raum für Gedanken und Fantasie die man nicht mit einem Computer darstellen kann.

Dabei entwickelt jeder Leser sein eigenes Kopfkino zum Buch. Das kann sich deutlich vom Kopfkino eines anderen Lesers unterscheiden. Eine Vorgabe wie ein Film schränkt das ein und reduziert den Text auf eine Variante der möglichen Wiedergabe oder des Verstehens.

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Dann ist schon im Vorfeld vieles schief gelaufen und das Kind hat im Kleinkindalter nie vorgelesen bekommen. Jetzt könnte man noch versuchen, gemeinsam spielerisch das Schöne an einem Buch zu entdecken. Und wenn das Kind keine lesende Vorbilder hat, dann ist es wirklich sehr schwierig.

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Kommentar von Realisti
11.11.2016, 16:38

Ich haben meinen beiden Kindern ganz viel vorgelesen, teilweise haben wir die Geschichten sogar nachgespielt. Mir ging irgendwann der Vorlestoff aus, weil wir unsere Bücherei schon durch hatten, so viel haben wir gelesen.

Aber meine beiden Kinder lesen nur ungern selber. Meinen Mann und auch mich trifft man fast nie ohne Buch in der Hand an. Selber leite ich sogar ehrenamtlich eine Kinderbücherei. - Aber es nützt nichts.

Mein Sohn liest höchstens mal eine Gebrauchsanleitung und meine Tochter nur, wenn es die Schule verlangt. Nichts zu machen.

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was ist, wenn man mal unterwegs ist, im Auto oder Zug? Da ist dann auch kein PC.
Wobei, in der heutigen Zeit haben ja leider schon Kinder ein Smartphone ...

Wenn ich früher mit meinen Eltern in den Urlaub gefahren sind hab ich im Auto immer Bücher gelesen.

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