Wenn Chef Kündigung zurücknehmen will,wenn ich nicht annehme was dann(Folgen beim Jobcenter)?

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2 Antworten

Wenn deine Kündigung gesetzlich korrekt war und das scheint sie ja zu sein,wenn diese aus betrieblichen Gründen erfolgt ist,dann hast du mit gar keiner Sperre oder Sanktion zu rechnen,denn du hast diese Beschäftigung nicht beendet bzw.hast keinen Anlass dazu gegeben !

Du könntest nur nach einem erneuten Arbeitsangebot welches du dann ohne wichtigen Grund ablehnen würdest eine Sperre ( ALG - 1 ) oder Sanktion ( ALG - 2 ) bekommen.

Das würden dann beim ALG - 1 bei der 1 und 2 Ablehnung jeweils 3 Wochen sein,dass kannst du im § 144 SGB - lll selber nachlesen oder im ALG - 2 Bezug dann in der Regel ( ab 25 ) bei der ersten zumutbaren Ablehnung / Arbeitsaufgabe 30 % Sanktion der Regelleistung über 3 Monate.

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Kommentar von lilkuriboh
19.01.2016, 22:58

Das hatte mir der Sacharbeiter auch gesagt. Schon während meiner Beschäftigung habe ich Bargeld für locker 3 Monate "unterm Kissen" gebunkert. Sollten diese Knechtschinder mir im Fall der Fälle mit einem neuen AV kommen überbrücke ich die Sperre einfach mit meinem Notgroschen.

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Mit der Rücknahme einer Kündigung ist es juristisch nicht ganz so einfach, wie sich das die Leihbude vorstellt.

Eine Kündigung ist eine zeitpunktbezogene, empfangsbedürftige, einseitige Willenserklärung, die man grundsätzlich nicht zurücknehmen kann. Einzig (und dazu gehört das Einverständnis des Kündigungsempfängers) kann man aus der Kündigung "keine Rechte mehr herleiten". Und wenn Du hier aus den von Dir genannten Gründen mit dem "keine Rechte mehr herleiten" nicht einverstanden bist, gilt die Kündigung. Soweit die arbeitsrechtliche Seite.

Anders verhält es sich (je nach Status) jedoch mit dem Anspruch auf ALG-I bzw. ALG-II, weil Du da alles unternehmen musst, um diesen Zustand zu beenden bzw. dort nicht hinein zu kommen.

Hier kann ich Dir nur raten, engstens mit dem für Dich zuständigen Sachbearbeiter zusammen zu arbeiten, damit es dort ggf. beim Leistungsbezug nicht zu einer Sperrzeit kommt. Sollte sich der Sachbearbeiter auf Deine ausführlichen Schilderugen der unmenschlichen Behandlung durch die ZA-Firma nicht einlassen, könntest Du zwar noch den Beschwerdeweg bei der Behörde einschlagen (evtl. sogar bis vor das Sozialgericht), aber das dürfte schwierig werden und auch lange dauern - vom ganzen Ärger abgesehen.

Sprich daher erst einmal schnellstmöglich mit dem Sachbearbeiter, und dann meldest Du Dich hier wieder, O.K.?

Gruß @Nightstick

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Kommentar von lilkuriboh
21.01.2016, 16:44

Tatsächlich hat die Zeitarbeitsfirma angerufen und wollte die Kündigung zurücknehmen. Hat mir tatsächlich versucht mir zu erklären das die Kündigungsfrist dazu dient das es sich der Arbeitgeber nochmal überlegen kann. Hab dann deine Antwort genommen. Da diese ziemlich mit Fachwörten gespickt war hat sie aufgegeben.

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