Wenden sich Menschen erst vom Glauben(Kirche) ab, wenn sie nichts mehr zu verlieren haben?

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Im Gegenteil, die meisten Menschen, die ich kenne, glauben offenbar nur an Gott, wenn ihnen was Schlimmes passiert. Dann geben die ihm die Schuld. Wenn aber was Schönes passiert, dann denken sie nie daran, dass Gott auch dafür verantwortlich sein könnte. Das sind Leute, die in Gott einfach nur einen Sündenbock sehen.

Eine Freundin von mir ist vor kurzem an Krebs gestorben. Sie hat bis zum Ende viel Kraft in ihrem Glauben an Gott gefunden.

Ich persönlich bin sehr skeptisch, was Gott betrifft, ich kann nicht sagen, dass ich wirklich an ihn glaube, ich würde seine Existenz aber auch nicht komplett ausschließen.

Einfach nur einen Sündenbock suchen sich die Menschen nicht. Aber wenn man weiß das einem nichts irdisches mehr Helfen kann, dann glaubt man eher an Gott weil man daran glauben will. Man muss ja irgendwie optimistisch sein und wenn er dann einem nicht hilft...

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Menschen werden ungläubig wenn es ihnen immer besser geht oder wenn sie keinen "Nutzen" im Glauben sehen. Wenn es ihnen schlechter oder sehr schlecht geht suchen sie mehr nach Gott und beten um Hilfe. Zum großen Teil ist es eine Erziehungssache ob jemand gläubig wird, wir werden so wie es uns vorgelebt wird. Es gibt viele Menschen die an Gott glauben auch wenn sie mit einem Krebs im Sterben liegen. Es kommt darauf an welche Hilfe man von Gott erwartet, wer einen Lottogewinn als Hilfe erwartet kann dies gleich vergessen, wenn man von Gott erwartet dass er einem zeigen soll wie man zB anderen Menschen helfen kann, wird er es sicherlich gerne tun. Menschen sind so erschaffen dass sie auf der Erde gut überleben können, was man daraus macht liegt an einem selber, jeder kann sein Wohlempfinden steigern mit sehr einfachen Maßnahmen die kostenfrei sind(zB Freunde, die Natur genießen, Glückserlebnisse, sich seinen Vorlieben widmen). Für fast jedes Problem wurde eine Lösung gefunden, der Mensch hat einen starken Selbstschutzmechanismus(Sympaticus und Parasympaticus), dieser arbeitet immer auf Hochtouren, selbst wenn man suizid begeht wehrt sich der Körper immer noch dagegen weil er immer überleben möchte. Deine letzte Frage: Wenden sich Menschen also erst von dem Glauben ab, wenn sie nichts mehr zu verlieren haben ? Menschen wenden sich dann ab wenn sie keine Hilfe benötigen, wenn sie alles zum Leben haben was sie benötigen dann gelangt bei ihnen Gott immer weiter in die Ferne.

Bin gespannt, wie lange die Frage hier stehen bleibt...;-) Meistens wird alles, was irgendwie mit Religion zu tun hat, früher oder später gelöscht...:-( Ich antworte trotzdem mal mit meiner eigenen persönlichen Meinung. Ich glaube, dass man auch auf diese Frage keine pauschale Antwort finden kann. Dazu sind Menschen und Schicksale viel zu verschieden. Es gibt halt Menschen, die sich in großer Verzweiflung und/oder Resignation von Gott/Religion/Spiritualität abwenden, weil sie sich fragen, was es ihnen bislang gebracht hat. Dann wiederum gibt es solche, die durch Lebens- und Sinnkrisen ihren Glauben wieder finden, weil es das Einzige ist, was ihnen noch Halt und Trost gibt. Wie also bei tatsächlich allen Themen: es gibt halt solche und solche...;-)

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