Wen würdet ihr zur kommenden Bundestagswahl wählen und wen würdet ihr mir empfehlen?

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Das Ergebnis besteht aus 4 Abstimmungen

FDP 50%
Sonstige/ Nichtwähler 25%
CDU/CSU 25%
AfD 0%
Die Linke 0%
Grüne 0%
SPD 0%

10 Antworten

Ich bin von allen Parteien (CDU/CSU/ SPD/ FDP/ Grüne/ Linke/ AfD) enttäuscht und finde die Wahlkämpfe, wo es nur noch um die Frage geht welche Partei wird Merkels nächster Koalitionspartner frustrierend. 

Was hat in dieser Begründung die LINKE zu suchen? Sie ist die EINZIGE Partei, die unter keinen Umständen (das beruht auf Gegenseitigkeit) als Koalitionspartner von "Merkels Partei" in Frage kommt.

Ich bezeichne mich selbst als sozialliberal und befürworte das bedingungslose Grundeinkommen, einen höheren Mindestlohn, direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild ,die Abschaffung der GEZ Gebühr und die Mitgliedschaft in der EU/dem Euro und der NATO, lehne jedoch Auslandseinsätze unserer Bundeswehr strikt ab und bin GEGEN die Frauenquote, GEGEN das Tempolimit auf Autobahnen und vor allem bin ich GEGEN die Freihandelsabkommen von TTIP und CETA.

Tja, solange wir in einer "Parteien-Demokratie" leben; solange also Parteien vorschreiben können, was du zu tun und zu lassen hast, wirst du Abstriche machen müssen.

Gewichte deine Vorstellungen! Sortiere sie nach der Wichtigkeit für dich. Nur - und wirklich NUR - dann wirst du überhaupt eine "Wahl-Möglichkeit" entdecken können. 

Denn keine einzige Partei in Deutschland vertritt all das, was du dir vorstellst. Und manches davon ist obendrein widersprüchlich. 

So ist etwa der Verbleib in der NATO zwangsläufig mit Auslandseinsätzen der Bundeswehr verbunden. Schließlich wird Deutschland, das weißt du seit dem Kriegsminister Struck (SPD), "am Hindukusch verteidigt". 

Und die USA - als zerfallendes Weltreich, dessen Außenpolitik seit je her mit "Hegemonial-Politik" ausreichend und wohlwollend beschrieben ist - dominieren die NATO. Wenn dann noch Clinton die US-Präsidentschafts-Wahl gewinnt, bedeutet das: Mehr Kriege; und damit noch mehr Kriegseinsätze für die Bundeswehr. (Obama, ihr demokratischer Vorgänger und Friedensnobelpreis-Träger, ist bereits seit April dieses Jahres "Warlord #1", also der größte Kriegstreiber der Welt seit Hitler. Und Frau Clinton hat bereits bei zahlreichen Gelegenheiten gesagt, dass sie Obama für "zu weich und zu inkonsequent" hält und das "künftig verbessern" will. Sie hat sogar schon eine Liste von über 30 Ländern(!) beim Namen genannt, deren Regierungen sie zukünftig ausgetauscht sehen will. Und die werden das wohl kaum freiwillig machen.)

Hier wirst du dich also entscheiden müssen, ob du willst oder nicht: Verbleib in der NATO und mehr Kriegseinsätze? Oder Austritt aus der NATO und mehr Selbstbestimmung des deutschen Militärs? (Denn die einzige andere sinnvolle Option, namentlich der Rauswurf der USA aus der NATO, dürfte auch dir ziemlich unwahrscheinlich vorkommen, nicht wahr?! Und zwar ganz egal, wen du dann am Ende wählst. ;))

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Das Einzige, was ich dir sicher sagen kann: "Nicht-Wählen" ist keine Option, wenn du Veränderungen haben willst. Als Nicht-Wähler gibst du der Politik das Signal: "Weiter so!", denn du unterstützt dank des Wahlsystems, das sich die Parteien ausgedacht haben, als Nicht-Wähler automatisch die stärksten Parteien. 

Und das sind - noch - CDU/CSU und SPD (und indirekt auch die AfD, denn es gibt bereits heute Äußerungen in der CDU und der CSU, über Koalitionen mit der AfD nachzudenken; es ist folglich nur eine Frage der Zeit); also genau jene Parteien, die so ziemlich vollständig das Gegenteil von dem, was du da aufzählst machen. Selbst den Verbleib in der EU bzw. im Euro stellen sie (indirekt) in Frage, indem sie beides systematisch demontieren und fragmentieren.

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Jonas711 22.10.2016, 09:12

Obama, ihr demokratischer Vorgänger und Friedensnobelpreis-Träger, ist bereits seit April dieses Jahres "Warlord #1", also der größte Kriegstreiber der Welt seit Hitler.

Warum ist Obama für dich ein größerer Kriegstreiber als zum Beispiel Bush (Afghanistan- und Irakkrieg) und Johnson (Vietnamkrieg)? (wenn man mal nur die US-Präsidenten betrachtet...)

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Unsinkable2 22.10.2016, 10:55
@Jonas711

Warum ist Obama für dich ein größerer Kriegstreiber als zum Beispiel Bush 

... weil Obama Bush am 6. Mai 2016 als "Kriegsfürst" abgelöst hat. Seit diesem Tag ist er der Präsident mit den meisten Kriegen, den meisten (zivilen) Toten seit dem zweiten Weltkrieg und der längsten Kriegsdauer. 

Bis dahin hielt George W. Bush diesen zweifelhaften Rekord. (Allerdings ohne Friedensnobelpreis und ohne als "Friedens-Präsident" Wahlkampf zu machen.)

Nun teilt er sich diese Ehre mit Hitler...

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... und Frau Clinton hält Herrn Obama - ganz offiziell - für "zu weich und zu inkonsequent" und erklärt, dass sie zukünftig mit sehr viel härterer Hand und mehr Auslands-Militäreinsätzen regieren will.

Da Obama aber in seiner Amtszeit ununterbrochen(!) Krieg führte, sie das also nicht durch Dauer toppen kann; kann das nur bedeuten: Mehr gleichzeitige Kriege auf diesem Planeten.

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DreiGegengifts 22.10.2016, 23:56

Was hat in dieser Begründung die LINKE zu suchen? Sie ist die EINZIGE Partei, die unter keinen Umständen (das beruht auf
Gegenseitigkeit) als Koalitionspartner von "Merkels Partei" in Frage kommt.

Es gibt keine Merkels Partei. Nur eine Erfindung von Rechtspopulisten, die ein Problem mit der unverhohlen anti-populistischen Politik Merkels haben.

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Unsinkable2 23.10.2016, 11:08
@DreiGegengifts

Es gibt keine Merkels Partei.

Ihre Person allein dürfte runde 7 - 10 Prozent des Wahlergebnisses der gesamten Partei ausmachen. Damit ist es "Merkels Partei". 

Das gilt auch in Bezug auf zahlreiche Themen, die sie - zum Teil gegen den massiven Widerstand der "sonstigen" Partei - einfach diktatorisch durchsetzte ... oder eben fallen ließ, wenn sie meinte, dass das FÜR SIE (nicht: für die Partei oder für das Volk) besser wäre. Trotz allem dann stets mit zutiefst sozialistischen Wahlergebnissen wiedergewählt zu werden, zeigt, wie hörig ihr diese Partei ist.

Einfacher ausgedrückt: Es gibt keine andere Partei in Deutschland (nicht einmal die SPD), die so sehr die Partei der Spitzenperson ist, wie die CDU.

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Die linke 

Auch wenn ich Sarah wagenknecht nicht verputzen kann stellt sie in den meisten belangen das gegenkonstrukt zur Regierung dar,  und wäre nicht darauf aus eine Koalition mit der CDU anzustreben 

Mit der SPD und B90 evtl schon,  das würde evtl auch die SPD wirtschaftlich wieder nach links Rücken lassen 

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FDP

wenn mich was stört in der Politik, dann wenigerv das verblassende Profil der ehemaligen Volksparteien ... cdu und spd (und grüne) sind nunmal "sozialdemokratisch" ... sondern die radikalsierung rechts und links. 

Das sollte wieder Platz machen für eine Partei die sich klar von den extremen abgrenzt aber aucb nicht den christlich konservativen Ballast der C Parteien mitschleppt ... 

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Unsinkable2 22.10.2016, 11:06

Das sollte wieder Platz machen für eine Partei die sich klar von den extremen abgrenzt aber aucb nicht den christlich konservativen Ballast der C Parteien mitschleppt ... 

Jawoll! Mehr Zeitarbeit und Zweitjobs; auch für die Mittelschicht! Das Pack weiß sowieso nichts mit seiner Freizeit anzufangen. 

Die kann es gut mit "Lebensunterhalt verdienen" und "für die Rente ansparen" verbringen. Vor allem wo die Zinsen teilweise sogar im negativen Bereich liegen und sich Renten-Fonds reihenweise in heiße Luft auflösen. Das macht das Sparen letztlich ja nur herausfordernder, nicht wahr?!

Wir brauchen wahrlich mehr Neoliberalismus! Denn der, den wir bisher hatten - und der für die aktuelle Finanz-Krise der führenden Industrienationen auf der ganzen Welt verantwortlich ist - war einfach zu billig. Mehr Action braucht das Volk! 

Also wählt FDP! Denn nur mit dem Neoliberalismus hat die Demokratie wenigstens endgültig keine Chance mehr!

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DreiGegengifts 22.10.2016, 23:50

sondern die radikalsierung rechts und links

Dir ist schon klar, dass Radikalisierungen an den politischen Rändern ein sicherer Hinweis auf Probleme in der Mitte sind?

Allerdings frage ich mich welche Radikalisierung du eigentlich meinst?

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juergen63225 23.10.2016, 12:31
@DreiGegengifts

Dir ist schon klar, dass Radikalisierungen an den politischen Rändern ein sicherer Hinweis auf Probleme in der Mitte sind?

Welche Schlüsse soll man denn daraus ziehen, wenn es Problem gibt ? Rechtfertigt es, wenn sich dann eine Wutbürgerpartei bildet die nach und nach offen rechtsradikal wird ?  Und welche Probleme: Lebensbedingungen der Wähler, oder Probleme der Parteien ? 

Ich sehe dass die beiden grossen Volksparteien in einer Phase sind, sich selbst neu definieren zu müssen, da beiden die Stammwählerschaft entschwindet: den einen das klassische Arbeitermilleu, den anderen die Christlich Konservaten Stammwähler. Also verwischen die Profile, es gibt wenig harte Gegensätze (Ostpolitik, Freiheit oder Sozialismus, ich erinnere mich an erbittert geführte Wahlkämpfe) .. wenig Motivation für die Wähler sich gross zu engagieren. Viele finden sich in der dritten mittlerweile als bürgerlich zu bezeichnenden Partei, den Grünen wieder .. alle drei bekommen zusammen 70-80 der Stimmen, sooooo gross sind die Probleme also nicht wirklich. 

Allerdings frage ich mich welche Radikalisierung du eigentlich meinst?

bei Höcke/ Petry/ Gauweiler / von Storch glaube ich nicht, dass es einer Erläuterung bedarf. Bei den Linken, die sich bei der AfD bedanken müssten, weil sie immer mehr als koalitionsfähig gesehen werden, seit bisherige Mehrheiten nicht mehr funktionieren, sehe ich aber nach wie vor eine Problematische Einstellung zu unseren Grundwerten, zu denen auch Eigentum und Erbrecht gehören. Ich habe den Eindruck, am liebsten würde man alle Vermögenden und Besserverdienenden komplett enteignen .. und dazu fischt man auch ungeniert im Bereich der AfG Klientel .... Nein auch wenn meistens Kreide gefressen wird, und wenn Leute wie Gysi sicher die Partei positiv (Demokratisch, Rechtsstaatlich) geprägt haben, ich Teile das Unbehagen, dass unser Bundespräsident geäussert hat (und deswegen arg kritisiert wurde). Ich darf das aber :-) bin kein Überparteilicher Bundespräsident...

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Nur dies: Wäre in den nächsten Tagen Bundestags-Wahl, wüsste ich NICHT, welche Partei ich wählen sollte; ich wüsste lediglich, dass ich von meinem Wahlrecht Gebrauch machen MUSS !

Ich kann nur sagen, welche Parteien ich NICHT wählen würde / werde: CDU, FDP, vermutlich auch nicht die SPD, deren Mitglied ich von 1969 (Willy Brandt / Egon Bahr) bis 1979 (NATO-Doppelbeschluss) war.

Angesichts Gabriels wird sich good old Willy ständig im Grabe umdrehen...

Logo, dass für mich die kriminell-braune Zusammenrottung AfD (Aus für Deutschland) VÖLLIG INDISKUTABEL ist !!

pk

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FDP

Deine Wünsche findest Du zusammen genommen bei keiner Partei.

Einige erfüllt die FDP, ein paar auch die AfD.

Ich rate Dir die FDP zu wählen.

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Unsinkable2 22.10.2016, 11:14

Ich rate Dir die FDP zu wählen.

... weil die am wenigsten davon erfüllen will, oder warum?!

  1. BGE
  2. höherer Mindestlohn
  3. direkte Demokratie
  4. Abschaffung der GEZ
  5. Ablehnung von Auslandseinsätzen der Bundeswehr
  6. gegen Frauenquote
  7. gegen Tempolimit
  8. gegen TTIP/CETA

Was, außer 6, 7 und vielleicht 4, würde denn die FDP für ihn tun wollen, wfwbinder? Und das letztlich auch nur, weil "dagegen sein" erst mal nix kostet und das konservative (nicht liberale, denn das hat die FDP nicht) Weltbild nicht eindellt...

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CDU/CSU

Mir geht es unter den Regierungen von Frau Merkel sehr gut. Ich sehe keinen Anlass für irgendwelche Änderungen.

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Der Weg aus dem Dilemma ist eine Priorisierung, da deine Vorstellung schlecht zu Parteiprofilen passen. Gewichte deine Themen und checke sie mit den Parteien gegen.

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Sonstige/ Nichtwähler

Mit deinen Positionen bist du eigentlich ein Kandidat für das Nichtwählen, weil sie sehr wiedersprüchlich sind und teilweise zur Likspartei aber auch zur AfD passen würden.

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Sozialliberal, das ist an sich ein Widerspruch. Entweder eine Partei ist sozial oder sie ist liberal. Was du willst das ist die Quadratur des Kreises.

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DreiGegengifts 23.10.2016, 00:00

Sozialliberal, das ist an sich ein Widerspruch

Nope^^

Entweder eine Partei ist sozial oder sie ist liberal, ..

.. oder sie ist  sozialliberal, .. oder oder oder ..

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Es gibt den sogenannten wahlomaten (einfach mal googlen) bei dem kannst du dich darüber informieren welche Partei ähnliche antworten auf die Fragen gegeben hat welche du zuvor beantwortet hast :D

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