Wen man heiratet mit einem Ehevertrag, muss man auch das Erbrecht festlegen?

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3 Antworten

Es ist selbstverständlich möglich (aber nicht zwingend notwendig), den Ehegüterrechtsvertrag mit einem Erbvertrag zu verbinden; das kann bei ungleichen Vermögensverhältnissen der Partner auch durchaus ratsam sein.  Was Sie in dem Erbvertrag vereinbaren sollten, kann natürlich nur festgestellt werden, wenn man die Details Ihrer familiären Verhältnisse kennt. Sie sollten einen Notar aufsuchen, ihm alle notwendigen Angaben machen und sich von ihm beraten lassen.

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Insbesondere bei einem Todesfall kann ein Ehevertrag, der auf Gütertrennung setzt, Nachteile haben. Denn dann fragen zum Beispiel das Finanzamt und der Testamentsvollstrecker nach dem Güterstand, in dem die Eheleute gelebt haben. Wurde im Ehevertrag Gütertrennung vereinbart, reduziert sich der gesetzliche Erbteil des Ehegatten um ein Viertel. Davon profitieren in der Regel die Kinder. Ein Beispiel: Ein Paar hat vier Kinder, der Mann stirbt. Liegt kein Testament vor, erbt die Frau bei Zugewinngemeinschaft die Hälfte des Vermögens, die andere Hälfte teilen sich die Kinder (also erhält jedes ein Achtel). Bei Gütertrennung reduziert sich der gesetzliche Erbteil der Frau um ein Viertel: Sie erhält nur ein Viertel der Erbmasse, die Kinder teilen drei Viertel untereinander auf.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ehevertrag-die-erbrechts-falle-1.555697-2

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Kommentar von NorthernLights1
15.05.2016, 20:27

Lasst euch am besten von einem Notar beraten, der eure ganz individuellen Wünsche beachtet.

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Mit einem Notar festlegen aber daran denken, dass der Ehevertrag erst 1 Jahr nach Unterzeichnung Rechtskraft erhält.

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