Wem, welcher Partei würden im Augenblick Neuwahlen in die Hände spielen?

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9 Antworten

es würde mich wundern wenn die Menschen in so kurzer zeit ihre meinung ändern würden. also ich glaube die ergebnisse wären änlich evtl so +/- ein paar prozent.

lg doris

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RoSiebzig 12.10.2017, 01:27

Ja, aber wer wollte denn Jamaica, das ja nur rechnerisch die einzige Möglichkeit geworden ist?

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Neuwahlen gibt es, wenn Jamaika nicht funtioniert.

Wenn Jamaika nicht funktioniert, springen viele Grüne- und FDP-Wähler zurück zur großen Koalition. Auch die AFD könnte wieder verlieren, weil sie sich ja gerade selbst zerlegt. Das wiederum könnnte die Linke als ostdeutsche Protestpartei stützen.

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RoSiebzig 12.10.2017, 21:43

Interessante (gewagte?) Behauptung, da zuletzt: Ganz Links oder Ganz Rechts .. egal! .. Hauptsache Protest lol (aber ok, wenn es so ist)

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napoloni 12.10.2017, 22:52
@RoSiebzig

Es sind beides Protest- und Ostparteien. Umfragen haben ergeben, dass jeder dritte AFD-Wähler die Linkspartei als "zweitliebste Partei" sieht. Beide haben eine gewisse Putinnähe und allgemein viele Überschneidungen in vielen Themen. Nur im Umgang mit Reichen sind die Parteien grundverschieden. Das Steuerkonzept der AFD würde die Wohlhabenden auf Kosten des Rechtes entlasten. Und die Linken würden wahrscheinlich am liebsten alle enteignen^^

Was meint eigentlih Gauland?:

http://www.afd-brandenburg.de/brief-an-die-waehler-der-partei-die-linke/

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die grossen Parteien die werden weiter verlieren, und die kleinen Partinen die werden weiter gewinnen.

Wie das ausshen kann, kann man aktuell in Holland sehen, da sind 13 !!!! Parteine im Parlament und mit 22 Prozent wird man da zum Wahlgewinner und stellt den Premierminister.

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RoSiebzig 12.10.2017, 01:47

Leidet da nicht die Regierbarkeit unter solchen Weimar'schen Verhältnissen, die Handlungsfähigkeit der Regierung? Oder soll das gar so sein, daß die Politiker dann nich' viel - auch nich falsch - machen können? Für wen is' eine lame-duck-Regierung gut? Für die Coffieshop-Mafia?

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Schwervelke 12.10.2017, 09:30

Die Niederländer haben eine sehr gut funktionierende Demokratie. Nur ist das System anders. Wir haben ein Verhältniswahlrecht, und es gibt wesentlich mehr Parteien. Das ist gut, denn so gibt es in vielen Fragen eine viel größere "Feinabstimmung". Zum Regieren braucht der Ministerpräsident den Rückhalt der Mehrheit. Wird ihm die Verweigert, weil er sich in einer oder mehreren Fragen nicht mit seinen Koalitionspartnern einigen kann, und sie ihm nicht folgen, gibt es Neuwahlen. 

22 Prozent wird man da zum Wahlgewinner und stellt den Premierminister.

Nein. Mit 22 Prozent ist man der größte Wahlverlierer (zusammen mit seinem Koalitionspartner PvdA). Die bislang regierenden in den Niederlanden haben die Wahl verloren, und sie können keine Regierung mehr bilden. Sie hatten einstmals 79 von 150 "Sessel", und kommen nach der Wahl 2017 gerade mal auf 42. Sie haben also fast die Hälfte der Wähler verloren. 

Der große Gewinner war auch in den Niederlanden die konservative PVV unter Geert Wilders, die sich von 15 auf 20 Sessel verbessern konnte, und nun nach der Partei von Rutte in den Niederlanden die zweitstärkste Kraft ist.

Da dieses Debakel (denn für die Deutschen kurz vor ihrer eigenen Bundestagswahl sollte bloss nicht allzu deutlich sichtbar werden, dass es in den liberale Niederlanden nun auch die böse Rechten gibt) wurden diese Details in Deutschland einfach unter dem Tisch gekehrt, und jede zweite Schlagzeile lautete: "Merkel gratuliert Rutte". Das ist eigentlich komisch, es hätte lauten sollen: "Merkel gratuliert Verlierer und übergeht Gewinner". 

Nun ist Rutte noch immer Vorsitzender der größten Partei, auch wenn sie über 30% verloren hat. Deswegen muss er Koalitionspartner finden. Da er nicht (mehr) mit der PVV von Wilders regieren will (Wilders hat in der vorletzte Regierung nicht mitgezogen als ein 14,4 Milliarden Sparpaket durchgesetzt werden sollte, auf Kosten der Steuerzahler/Sparer und haben die Koalition aufgekündigt, daher kam es zu Neuwahlen) musste er überall Klinkenputzen gehen. Sieben Monaten lang wurde gesucht und verhandelt. 

Die jetztige "Regierung" besteht aus lauter kleine Opportunisten, die miteinander nicht die kleinste und nichtigste Beschlüsse fällen können, da sie so gut wie keine Gemeinsamkeiten haben. Sie haben gerade mal 1 Sessel "Mehrheit". Wenn von den 75 Abgeordneten nur einer seine Meinung ändert, oder seine Wähler treu bleibt und nicht verrät, dann platzt das Bündnis. Ich schätze es geht gut bis Februar. Am Anfang werden sie sich noch zügeln, vor Weihnachten läuft nicht mehr viel. Aber mit Anfang des neuen Jahres, wenn auch die neue Regelungen in der Praxis angewandt werden, wird der Zirkus losgehen, und da Holländer nicht so lange mit ihrer Meinung unter dem Stuhl halten, wird es gleich richtig krachen. 


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RoSiebzig 12.10.2017, 14:01
@Schwervelke

Also eine Grenze der immer so hochgelobten Demokratie: zuviele verschiedene politische Ausrichtungen --> Parteiensalat --> keine Mehrheit --> Land kann nicht regiert werden.

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Da bislang nichts Wesentliches passiert ist, würden Neuwahlen kaum andere Ergebnisse produzieren.

Allenfalls die AfD wäre bedroht, wenn es Petry gelingen würde, kurzerhand eine eigene Partei an den Start zu bringen. Deren Ergebnis ginge dann sicher zu Lasten der AfD.

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RoSiebzig 12.10.2017, 14:04

Keine Reaktion der Wählerschaft auf die überraschende Jamaika-Zwangslösung? Jamaika is' passiert.

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atzef 12.10.2017, 15:15
@RoSiebzig

Jamaika käme ja bei Neuwahlen nicht zustande... Das Nichtzustandekommen enthält natürlich eine gewisse Logik für die Wahl, aber eine große Änderung sehe ich nicht.

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Fast gleich wie am 24.9. Aber in einigen Monaten sieht es wohl anders aus. 
Die Obergrenzen-Farce mit weiterhin freiem Eintritt nach Merkelland wird Unionswähler v. a. in Bayern nach und nach auf die Palme bringen.
Wenn Lindner seine Migrationskritik kassiert, für die er von vielen gewählt wurde, rutscht die FDP ab. 
Das alles treibt die Wähler zur AfD. Die muss beweisen, dass sie konsequente, sachorientierte Opposition im BT treiben kann. Wenn ihr das gelingt, kann sie bei Neuwahlen in einem Jahr bei 20 % stehen. In Bayern wird die CSU die Quittung für ihr Kuschen vor der Uckermark-Domina bekommen. 


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CDUCSUSPD werden es nicht auf Neuwahlen ankommen lassen. Die angebliche "obergrenzen -Einigung" ist ein Witz.dieselbe gaukelei, die in der vergangenheit geklappt hat, aber es wird nicht mehr so klappen und der trend geht damit nach unten.

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RoSiebzig 12.10.2017, 01:56

Das wär' ja dann gut für Grün und Gelb, die das ja mitentscheiden (und für alle Anderen auch).

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RoSiebzig 12.10.2017, 01:34

Ohja, da steht's ja! .. sieht mir weitgehend unverändert aus, was mich doch sehr wundert. (aber da war sich teils - je nach Umfragedatum - die CDU mit der CSU noch nich' einig; auch die ``Affäre´´ Petry noch nich'; und das Platzen der Koalitionsverhandlung würde ja dann auch noch anstehen .. nun gut, die Werte sind sich trotzalledem sehr ähnlich)

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RoSiebzig 12.10.2017, 01:53

[ aso, .. off-topic: und Guugel steht bei mir in der "hosts", damit die Kiste schneller rattert ]

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Dem Lindner-Verein...befürchte ich

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RoSiebzig 12.10.2017, 14:15

Versteh' ich nich' .. wieso? .. bei diesem Koalitions-Eiertanz der Grünen und Gelben .. wem imponiert denn sowas?

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Am ehesten der AfD, weil die anderen Parteien sich unfähig gezeigt hätten, etwas aus dem wahlergebnis zu machen.

Das ist aber alles andere als sicher, weil die AfD ihr Wählerpotenzial schon so gut wie ausgeschöpft hat und ein höherer Stimmenanteil für Rechtspopulisten nicht ohne weiteres zustandekommen kann.

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