Wem nützte alles der Merkantilismus?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Begriffe wie "Merkantilismus" sind nachträglich auf reale Entwicklungen aufgeklebte Etiketten. Da das aus unterschiedlichen Interessen geschieht, sind auch die Definitionen sehr verschieden. Geschichte, auch Wirtschaftsgeschichte beschreibt einen fortlaufenden Prozess, in dem eins das andere befruchtet oder behindert. Es ändert sich alles. Die Bevölkerungsgröße, die Kriegsführung, die Befestigungen, die Warenproduktion, das Finanzsystem und die Staatsgrößen. Alles das brachte die alten, mittelalterlischen Strukturen an ihre Grenzen und je komplexer die Zusammenhänge wurden, desto mehr drängte sich der Bedarf nach Theorien auf, wie Staatskunst, Wehrkunst, Wirtschaft und Versorgung optimaler organisiert werden könnten. So gibt es unter dem Etikett des Merkantilismus im 16./17. JH durchaus unterschiedliche Theorien, wie Ökonomie und Staat und Militärfinanzierung funktionieren könnten. Herrscher haben längst Beratungsstäbe. Da wirtschaftliche Theorien und die Beratungsthemen bis dahin immer vom Herrscher ausgehen, Ende des Feudalismus von den absolutistischen Herrschern, dienen sie diesen und deren Zielen. Die sind bei Friedrich dem Großen andere als bei Ludwig XIV.. Es ist nicht hilfreich, die einzelnen Herrscher alle in einen Topf zu werfen.

Was möchtest Du wissen?