Wem muss eine Genehmigung nach Vollmachtsüberschreitung zugehen?

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1 Antwort

Die Zustimmung kann grundsätzlich gem. § 182 BGB gegenüber dem Vertreter oder gegenüber dem Dritten erklärt werden. Durch die Erteilung der Genehmigung wird der Schwebezustand gem. § 177 Abs. 1 BGB beendet, sodass hierdurch ein Vertrag zustande kommt; was der Vertretene dem Dritten danach erzählt ist daher egal.

Anders wäre die Sache dann zu beurteilen, wenn der Dritte den Vertretenen zuvor aufgefordert hat den Vertrag zu genehmigen. Dann dürfte gem. § 177 Abs. 2 BGB die Genehmigung nur noch gegenüber dem Dritten vorgenommen werden. Was dann gegenüber dem Vertreter gesagt wird ist egal. Der Vertrag wäre demnach in diesem Fall nicht zustande gekommen, da der Vertretene dem Dritten erklärt hat, dass er kein Interesse am Vertrag hat.

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Kommentar von bdiekcem
13.07.2016, 16:47

Hervorragend, vielen Dank!

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