Wem haben Antidepressiva wirklich geholfen?

7 Antworten

Hey,

Medikamente die bei einer psychischen Krankheit eingenommen werden müssen wirken etwas anderes als Medikamente, die man sonst so kennt.

Beginnt man die Einnahme eines Antidepressivum oder ähnliches ist in den ersten Tagen mit einer Verschlechterung der Symptomatik zu rechnen. Ein auf und ab ist keine Seltenheit. Allerdings - wenn man die ersten Tage geschafft hat sollte das Licht am Tunnel zu sehen sein.

Bis die Wirkung eines Antidepressivum allerdings komplett aufgebaut und somit konstant wirken kann vergehen einige Wochen. Durch diesen Verlauf springen viele Patienten viel zu früh wieder von dem Antidepressivum ab und behaupten es würde nicht wirken.

Jeder Patient verträgt jedes Präparat anders und wirkt auch anders. Gemeinsam mit einem Facharzt muss man manchmal durch einige Anläufe durchlaufen um das für sich passendes und gut wirkende Medikament zu finden.

Dann aber wirken sie am Ende idR. Echt gut und bieten vielen Menschen die Möglichkeit wieder aktiv am Leben teilzunehmen.

Es ist anfangs nicht leicht. Man muss durchhalten und am Ball bleiben. Aber wenn man sein passendes Medikament dann gefunden hat, wirken diese wahrhaftig sehr gut.

Allein helfen Antidepressiva langfristig niemandem, aber ohne dazugehörige Therapie werden sie (hoffentlich) auch nicht verschrieben.

Ansonsten verhält sich das vermutlich so wie bei allen anderen chemischen Wirkstoffen auch: Mal helfen sie mehr, mal weniger, das ist individuell unterschiedlich.

Eine Bekannte von mir hat eine Weile welche genommen und meinte, dass sie sogar einen sehr starken Unterschied spürte, aber trotzdem natürlich noch viel arbeiten musste, um die Krankheit zu bekämpfen.

Das mit den Antidepressiva ist so ne Sache... Bei mir wurden vor Jahren schwere Depressionen und eine Panikstörung diagnostiziert. Folglich bekam ich mein erstes Antidepressivum, welches gegen die Panikattacken wie ein Wunder half, gegen die Depressionen jedoch nicht im geringsten.

Es begann eine ganze Odysee durch den Medikamenten-Jungle (ingesamt probierte ich 21 Medikamente aus) ohne dass sich irgend ein antidepressiver Effekt bemerkbar gemacht hätte. Nach 4-5 Jahren bekam ich in der Klinik wieder mal ein neues Antidepressivum. Dieses stabilisierte mich wenigstens ansatzweise bzw. verhinderte es die gröbsten Tiefschläge. Mit diesen Tabletten lebte ich zwei Jahre lang, glücklich damit wurde ich jedoch nicht. Ich war immer noch konstant depressiv (wenn auch nicht mehr schwer) und kämpfte mit den Nebenwirkungen.

In der Zwischenzeit wurde bei mir eine EKT (Elektrokrampftherapie) durchgeführt. Dieses eigentlich erfolgsversprechende Mittel besserte mein Gesundheitszustand etwas, doch die Depressionen ansich bekam ich nicht los.

Nach der EKT wurden die Medikamente erneut umgestellt. Mittlerweile war ein neues Antidepressivum auf dem Markt zugelassen. Anfangs war ich gegen die Umstellung, da ich im Internet viel über die mangelnde Wirkung des Medikamentes las. Zum Glück stimmte ich der Umstellung dennoch zu und nach 2-3 Wochen verbesserten sich meine Symptome massiv. Auch wenn ich immer noch nicht ganz gesund bin, haben mir Antidepressvia schlussendlich doch sehr geholfen.

Mein Fall schildert jedoch auch das Problem, dass man nicht im Voraus weiss, wer auf welches Medikament wie anspricht. Hier findest du eine gute Liste mit Detailinfos über alle Medikamente, die bei Depressionen und Angststörungen eingesetzt werden.

Und noch etwas: Medikamente sind das eine, doch ohne eine begleitende gute Psychotherapie hätte ichs warscheinlich nicht geschafft.

Die Frage ist halt, ob du ohne Medikamente nur mit Therapie über diese Jahre jetzt nicht am gleichen Punkt wärst, evtl. mit weniger Nebenwirkungen.

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@Mirarmor

Schön wärs... habe die Medikamente 2x versucht abzusetzen bzw. drastisch zu reduzieren und hatte 2x einen Totalzusammenbruch...

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Angststörung - Panikattacken

Hallo. Ich leide seit fast 4 Jahren an einer Angststörung. Ich bekam 3-4 mal in der Woche eine Panikattacke und Angstzustände haben mich quasi 24 Stunden begleitet. Seit ich Arbeitsunfähig bin, habe ich mich zeimlich isoliert und verlasse meine Wohnung nicht mehr ohne Begleitung (Seit 2 Jahren).

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