Wem gehört die bezahlte Firmenwebsite, wenn ie aber nicht selbst Domäneninhaber ist

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4 Antworten

Das kommt darauf an wer der Betreiber der Webseite ist , was Du im Impressum nachlesen kannst. Hat sie Ihren Sitz im Ausland ist es schwierig etwas zu machen , da es nach dortigen Recht ist. Hat diese ihren Sitz in der BRD gilt das Presserecht , wo Du auf alle Fälle ein Recht auf eine Gegendarstellung hast , dies muß schriftlich an den Betreiber der Webseite geschrieben werden, weiger er sich dies zu veröffentlichen , kannst Du vor dem Landgericht gem . § 10 Bundepressegesetz eine Gegendarstellung fordern.Unberührt bleibt natürlich Dein Recht Anzeige zu erstatten in dem Du die Webseite , bzw. die darin gemachte Äußerung ausdruckst und eine Anzeige wegen des Verdachtes der Verleumdung schreibst und den Brief an die nächste Staatsanwaltschaft sendest , dann muß dies eine Ermittlungsverfahren einleiten. Da funktioniert auch wenn der Betreiber in Ausland sitzt, aber bei einem Sitz außerhalb der EU wird es diese es nicht weiter verfolgen können.

Amohr 21.06.2011, 23:29

Der Betreiber ist sein Kumpel, der Internetseiten etc. auf seiner d a m a l i g e n Website angeboten hat. Wohnsitz Potsdam. Ich war vorhin auf der Seite, weil ich mir seine AGB´s ausdrucken wollte und was er alles für Inklusivleistungen bei der Erstellung einer Internetseite anbietet ...... ist nur noch ein Standbild und "wegen Hackerangriffen wurde die Seite zunächst geschlossen.... ha ha.Anzeige wg. Betruges läuft, aber die Strafakte gegen meinen Mitarbeiter und seine Helfer ist so dick, die ist seit Nov. 09 in Deutschland unterwegs wg. Zeugenvernehmungen. Das gefälschte Impressum kam beim Amtsgericht zur Sprache, dort verlor er auch den Prozess. Da sich aber bei dem Freund bereits ca. 1000 Euro Anwaltskosten für den "Spaß" angesammelt hatten, ging er zum nächsten Gericht und dort wurde ein unschlüssiges Gefälligkeitsurteil gefällt ohne Revision. Gehörsrüge abgelehnt, meine Zeugen anzuhören sowie einen Gutachter zuzulassen, deshalb Beschwerde an das Verfassungsgericht ... habe ich selbst geschrieben, auch auf die Gefahr hin, hier von allen ausgelacht zu werden.Wie sieht es aus mit Schadenersatz? .... Ich nächsten Leben habe ich meine treue Verwandtschaft in Süditalien ;))

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Schlauerfuchs 21.06.2011, 23:37
@Amohr

Für eine Zivilerechtliche Forderung wäre einem Fachanwalt für Internet und Medienrecht der richtige Ansprachpartner, Du kannst ja mal bei der Rechtsanwaltskammer nachfragen ob es einen in Deiner Nähe gibt , denn ein normaler Anwalt kommt da nicht weiter , wenn Du den Fall weiterverfolgen willst benötigst Du einem Spezialisten und dann ist der Zivilrechtliche Augsang des Verfahrens noch offen.

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Schlauerfuchs 22.06.2011, 01:57
@Schlauerfuchs

Eine weiter Möglichkeit den Inhaber der Website zu ermitteln ist bei der Telekom od. andern Stellen wo dies Seiten registriert und eingespeist werden nachfragen, bei berechtigtem Interesse müssen die Auskunft erteilen.

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Die Sachlage ist zwar theoretisch kompliziert, im Grunde genommen aber kann man sie so oder so sehen. Man weiß nur nicht, welcher Meinung sich der Richter anschließen würde, wenn es zur Verhandlung käme.

Eindeutig wäre die Sache, wenn du die Erstellung dieser Seite undderen Einrichtung nachweislich in Auftrag gegeben hättest.

Gegen deine Vorrechte spricht, dass es - nach deiner Aussage - eine Gefälligkeit des Mitarbeiters war, dir die Seite zu erstellen und der vorgebliche Auftrag - eine Fälschung. Hättest du das geld bezahlt, stünden dir alle daraus resutierenden Rechte zu, samt des möglichen Schadensersatzes. Leugnest du das, entziehst du dir eben diese Anspruchsgrundlage.

Wenn ein Mitarbeiter eignmächtig eine Entscheidung trifft, die zu seinem Befugnisbereich gehört, dann haftet nicht der Mitarbeiter persönlich, sondern in erster Linie sein Arbeitgeber. Ist der Arbeitgeber damit nachträglich nicht einverstanden (Fristen!), dann hat er Pech gehabt.

Für so eine komplizierte und existenzielle Rechtssache, in der schon mehrere Gerichte bemüht wurden, würde ich nicht in diesem Forum um Ratschläge suchen. Da ist einzig und alleine ein spezialisierte Rechtsanwalt der richtige Ansprechpartner.

Schwere Kiste da wir jetzt ja auch den Vertrag den Ihr abgeschlossen habt nicht kennen. Grundsätzlich bezahltst du für die Webseite und die entsprechenden Daten. Bei Vertragsabschluss kann aber natürlich auch etwas anderes ausgemacht werden. D.h. schau was im Vertrag steht. GIbt es eine Klausel die besagt das du mit abschluss der Arbeit die Rechte an der Webseite nicht auf dich übergehen? Fälschung des Impressums ist ja noch mal eine andere Straftat.

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