Wem "gehören" Kindergärten? Staat oder Kirche?

8 Antworten

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Eine interessante Frage, die zwei Probleme anspricht: 1. Wem gehören die Kindergärten? 2. Wer finanziert die Kindergärten?

zu 1. Kindergärten müssen nicht dem gehören, der sie betreibt. So können z.B. oft Elternvereine Gebäude nutzen, die in kommunalem Eigentum sind. Wenn dort die Kommune an der Modernisierung und Ausbau oder Reparatur beteiligt ist, geht das also in das eigene Vermögen. Kirchliche Kindergärten gehören fast immer auch der Kirche. Teilweise haben sie die in eigenen Gebäuden aufgebaut, teilweise erworben und teilweise vom Staat bzw. Kommunen übertragen bekommen. Immer, wenn dort der Staat oder die Kommune an Reparaturen, Modernisierungen oder Ausbauten beteiligt, und das ist die Regel, geht das in das Vermögen der Kirchen.

zu 2. Die kirchlichen Kindergärten werden im Unterhalt, also Sachkosten und Personalkosten, gelegentlich bis zu 100% von Staat und Kommune finanziert. Im Schnitt geben die Kirchen gerade mal magere 2% aus eigenen Mitteln dazu.

Die Kirchen haben also hier durch die Wertsteigerung ihrer Gebäude auf Kosten des Staates einen konkreten Vermögenszuwachs und durch die Finanzierung der Kosten eine hervorragende Möglichkeit zu kostenloser Mission. Ganz abgesehen davon, dass in manchen Gegenden alle Kindergärten fest in kirchlicher Hand sind und somit ein massiver Druck auf Eltern und Beschäftigte besteht, sich kirchenkonform zu verhalten. Denn natürlich ist die Kirche nicht nur berechtigt, ihre Angestellten nach weltanschaulichen Gesichtspunkten einzustellen, sondern auch bei der Aufnahme von Kindern die gleichen Kriterien zu stellen.

Hier findest du am Ende des Posts eine Aufstellung, wie der Staat die Kirchen finanziert. Für Kindertageseinrichtungen sind es fast 4 Milliarden Euro pro Jahr. http://fsm-uckermark.blogspot.de/2011/08/herzlichen-danke-herr-beeskow.html

Wertsteigerung ihrer Gebäude? Wie denn das? Hast du schon mal gesehen, wie ein Haus aussieht, in dem jeden Tag fünfzig Kinder hausen? Was da alles kaputt geht, wie oft da etwas repariert, gestrichen und erneuert werden muss? Das alles dient dem Vermögenszuwachs, meinst du?

Und das Gebäude selber bedarf ebenfalls ständig der Reparatur. Mal ist die Heizung defekt, mal das Dach leck, mal die Sicherheitsvorschriften nicht mehr aktuell, mal ist dieses, mal jenes. Und alles zahlt Vater Staat? Schön wärs.

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@omikron

Standardreparaturen und Wartung zahlt der Staat über die Sachkosten mit. Um- und Ausbauten über Sondervereinbarungen.

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Leider ist es genau so und keiner traut sich da mal ran diesen Irrsinn zu beenden

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städtische Kindergärten gehören zur Stadt und kirchliche zur kirchengemeinde, aber auch hier muss man einen Kitabeitrag zahlen ,den wiederrum nimmt bei jemandem der nich zahlen kann das Jugendamt , also der Staat 2.) naja zur Finanzierung der Kindergärten , Gottesdienste und so was und kirchliche haben andere Voraussetzungen.( erzieher sollen nicht geschieden sein, erzieher sollen den glauben der einrichtung haben usw.)

das mit dem nicht geschieden trifft nur auf katholische kindergärten zu, auserdem sagt da glaubich nichts weil laut katholischer kirche kann man sich nicht scheiden :)

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@LeClerk

Das mt der Kirche stimmt, rechtlich gesehen zählt die kirchliche Hochzeit auch nichts, die Scheidung wird bei gericht vollzogen, hat sozusagen nichts mit der Kirche zu tun, ttrotzdem möchte der Kindergarten( bzw die katholische Kirche) einen dann nicht mehr. Habe in einem kath Kindergarten gearbeite, eine Kollegin die zuvor in einer anderen Einrichtung gearbeitet hat, berichtet von dem Fall,( hat ihn selber mitbekommen)

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@Indivia

vor dem weltlichen Gesetz gilt nur die standesamtliche Trauung. Da für die kath. Kirche aber (im Gegensatz zur ev. Kirche) die Ehe ein Sakrament ist und Christus die Unauflöslichkeit bestätigt hat, ist eine Scheidung zwar möglich, aber vor Gott bleibt auch dann eine gültige Ehe bestehen. Deshalb darf man nicht noch einmal kirchlich heiraten. Eine zweite standesamtliche Trauung ist deshalb wie eine wilde Ehe und ungültig. Deshalb legt die Kirche Wert darauf, kein Ärgernis zu geben und keine Verwirrung unter ihren Gläubigen hervorzurufen. Würden Personen im kirchlichen Dienst beschäftigt, die offiziell im Ehebruch leben (die zweite Ehe wird so gesehen), sähe das so aus, als gälte die Unauflöslichkeit der Ehe nichts mehr.

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ein kirchlicher kindergarten gehört ausschlieslich der kirche. ein SPortverein der staatliche fördermittel bekommt gehört doch auch nicht dem staat. auserdem glaub ich das die kriche deutlich mehr geld ausgibt als nur 10 prozent (müsste für egnaueres meine eltern fragen sind pfarrer). es gibt viele vereine etc die staatliche förderungen bekommen, und wenn es eine institution gibt die freiwillig geld für die früherziehung von kindern zur verfügung stellt dann unterstützt das der staat trotzdem gerne. dafür werden den kindern dann aber auch religiöse ansichten vermittelt. die organisation die den kindergarten betreibt hat glaub ich volles entscheidungsrech weil diese ja den kindergarten betreibt. ich hoffe ich konnte helfen.

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