Weltwirtschaftskrise 1929: Warum keine Revolution?

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2 Antworten

Weil das System dort stabil war und die Amerikaner an dieses glaubten. Das Problem wurde gelöst in dem man später in den krieg gezogen ist. Eine Revolution bedeutet ja den Umsturz der aktuellen Herrschafts- oder Staatsform. Sollte man die Demokratie also stürzen? Wenn man sich die Geschichte der Vereinigten Staaten Amerikas anschaut wird man schnell verstehen, warum das nicht möglich war. Mit ihrer Unabhängigkeit glaubten die Amerikaner auch an die Demokratie, sie wollten nie wieder die Fesseln eines totalitären autoritären Regimes haben. "American Dream" eben ;)

So und jetzt vergleiche mal die Situation mit dem Deutschen Reich die Demokratie dort war noch sehr jung und sehr wackelig, es kam ständig zu Ausschreitungen politischer Gegner, die Notverordnungen (Art. 48) bereiteten den Gang in die Diktatur, die Gesellschaft war noch extrem durch die Monarchie geprägt und wünschte sich zu einem großen Teil einen starken Mann an der Spitze (waren also gegen diese Demokratie) außerdem ist zu betrachten, dass die Krise ein Land getroffen hat, welches durch die Inflation von 1923 und durch die Folgen des Versailler Diktats stark am Boden war. Die Goldenen 20er entsprachen nicht wirklich der Realität.. Dies ebnete den Extremen Parteien den Weg, jetzt brauchte es nur eine gut organisierte Partei mit einem guten Redner an der Spitze und die "nationale Revolution" folgte am 30.01.1933. Unter dieser Partei wurde die Wirtschaftskrise dann auch bewältigt..

Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte, wenn noch Fragen sind, einfach fragen ;)

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Kommentar von SonataLunae
03.10.2011, 19:27

danke für das sternchen ;)

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Kommentar von PatrickLassan
03.10.2011, 19:27

Das Problem wurde gelöst in dem man später in den krieg gezogen ist.

Die USA traten 1941 in den 2. WK ein, das war schon sehr viel später, und da war die Weltwirtschaftskrise schon überwunden.

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In den USA gab es noch nie eine Revolution seit ihrer Unabhängigkeit. Ich vermute: es liegt an der demokratischen Staatsform. Demokratie ist die stabilste Staatsform, die es je gab. Auch wenn ihre Feinde sie immer als schwächlich darstellen.

Ich denke, es liegt daran, dass das Volk immer die Illusion hat, es könne mit der Stimme an der Wahlurne etwas ändern. Daher kommt es nicht ernsthaft auf den Gedanken der Revolution.

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Kommentar von oldmetallman
03.10.2011, 19:06

Wohl in Geschichte eingeschlafen. Sezessionskrieg 1861-1865. Südstaaten sagen sich vom Staatenbund los, Regierung in Washington will sich das nicht gefallen lassen, anschließend Bürgerkrieg mit Millionen von Toten.

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Kommentar von SonataLunae
03.10.2011, 19:09

Schöne Theorie und wieso kamen dann 1933 die Nationalsozialisten an die Macht? Du musst da etwas differenzieren ;)

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Kommentar von Strassenkater
03.10.2011, 19:27

Sehr Richtig erkannt DH.

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