Weltwährung möglich?

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13 Antworten

Theoretisch könnte man sich auch einen neuen, rundum verantwortlichen, fast alleswissenden und selbstlosen Menschen denken. Aber alle, keine Abweichler (müssten direkt erschossen werden!). Dann könnte man eine einheitliche Weltwährung einführen. Dann allerdings bräuchte man auch keine mehr, denn dann wären die verschiedenen Wirtschaften und Währungen fast im Gleichgewicht.

Beim EURO war die Idee der Politiker gegen die Meinung der meisten Wirtschaftsleute, dass man mit dem EURO ein abgestimmtes und einheitlich verantwortliches Wirtschaftsverhalten in den verschiedenen Ländern erzwingen könnte. Deutschland mit den einzelnen, eigenverantwortlichen Bundesländern hätte es besser wissen können. Denn hier zahlen Bayern, Baden Württemberg und Hessen die sozialen Blütenträume von McPomm, Bremen und Berlin, Saarland und den anderen Ausgleichsempfängern. Und es animiert eben nicht zu verantwortlicherem Umgehen mit den Etats sondern provoziert geradezu dass die "demokratisch gewählten Politiker" ihre überzogenen Versprechungen nicht durch Leistungen des eigenen Landes sondern durch Absahnen der Leistungen anderer Länder finanzieren. In Europa bahnt sich ähnliches an, nur in ganz anderen Ausmaßen.

Man soll nie nie sagen. Doch in absehbarer Zukunft sehe ich das nicht. Im Gegenteil, es zeigt sich, dass bei der jetzigen Konstitution des Menschen schon manche Konzerne, Banken und Versicherungen zu groß geraten sind und außer Kontrolle bei Fehlverhalten anderen Menschen die Kosten ihres Fehlverhaltens aufzwingen und dabei selbst sich weiterhin Boni auszahlen. Dagegen entsteht gerade die Anti-Wall-Street-Bewegung. Ich bezweifle allerdings, dass nur Idealismus ohne tiefere Kenntnis des eigenen Verhaltens und der dadurch erzeugten Strukturen zum gewünschten Ergebnis führen. Beim Experiment "Sozialismus" hat es nicht funktioniert.

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Kommentar von fettschlumpf
08.10.2011, 12:48

Herrlich! Und das wichtigste für mich dabei: "...tiefere Kenntnis des eigenen Verhaltens und der dadurch erzeugten Strukturen..."

Denn wir denken nicht über unsere eigenen Fehler nach, weil wir (Menschen) lieber die Fehler bei anderen suchen. Das ist bequemer, da unser Verhalten die eigene Bequemlichkeit zugrunde legt.

Hagen Rether dazu: "Die Gier der Banker wäre nichts ohne unsere eigene Gier gewesen. Man kann doch nicht sein Leben lang Fleisch fressen und dann mit dem Gichtanfall den Metzger anzeigen."

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Theoretisch ist es möglich. Allerdingsnur theoretisch. Praktisch hätte es zur Folge, dass Staaten ihre Schulden nicht mehr übers Gelddrucken (Abwertung = Inflation) einfach reduzieren können. Das ist ja aktuell das Dilemma der Griechen und Mitteleuropäer...und das in einem verhältnismäßig kleinen Euro-Raum, der beispielsweise ohne afrikanische Dritte-Welt-Länder auskommt.

Da im Grunde der Dollar eine Weltwährung ist und auch mit Dollar in Dritte-Welt-Ländern bezahlt wird, könnte man überlegen, dass es möglich wäre. Allerdings müssten Staaten regelmäßig insolvent gehen, sodass die praktische Umsetzung doch eher unrealistisch ist.

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Theoretisch scheint ja heute alles möglich zu sein. Doch die Praxis spricht eine andere Sprache. Siehe Euro. Allem Anschein gelingt es nicht einmal in einem überschaubaren Wirtschaftsraum wie Europa auf einen Nenner zu kommen. Wie soll das dann weltweit funktionieren? Und wer soll bestimmen wohin die Reise geht, China, die USA, Europa????

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LegendNumb hat bereits die Vor- und Nachteile dargelegt. Im Kleinen sieht man doch bereits in den Euro-Ländern wie schwer es ist, unterschiedliche Fiskal, Wirtschafts- und Sozialpolitik auf einander abzustimmen. Alle über 190 Länder unter einen Hut zu bekommen ist tatsächlich unmöglich.

Man geht heute hingegen den entgegen gesetzten Weg. Es gibt Bestrebungen private Währungen einzuführen, die nicht staatlich reglementiert sind. Diese Währungen sollen den Wettbewerb zwischen Währungen wieder herstellen, so wie es bereits vor mehreren Hundert Jahren war, bevor der Staat das Geldmonopol bildete.

Es gibt dazu Überlegungen in der Schweiz und unter anderem auch in Deutschland (Global Change Now e.V.). Für die Schweiz gab es vor 3 bis vier Jahren einen Beitrag in der Zeitschrift brand eins mit Edgar Feige.

Eine andere Möglichkeit stellen die Sonderziehungsrechte (SZR) der Vereinten Nationen (UN) dar.

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Ich selbst gehe davon aus, dass es eine Weltwährung geben wird, doch bis es soweit ist wird noch viel Zeit vergehen. So lange es Menschen gibt, welche andere ausbeuten, wird sich an der Geldwirtschaft nichts ändern. Erst wenn wir wieder zu den alten Werten zurück kehren wird sich (möglicherweise) unser Verhalten ändern.

Eine Weltwährung hat Vor- und Nachteile welche hier auch schon sehr gut beschrieben wurden. Viel löblicher wäre es, darüber nachzudenken, wie diue Auswirkungen sind, wenn wir Geld abschaffen würden. Dazu sind viele Studien von namhaften Universitäten durchgeführt worden.

Ich finde es sehr bedauerlich, dass uns Politiker und Banken tagtäglich belügen. Selbst dann, wenn in den Medien schon veröffentlicht wurde, dass die neue Währung schon gedruckt ist und zur "Auslieferung" bereit liegt, wird diese Tatsache dementiert. Sowohl für Amerika, als auch für Europa liegt das neue Geld bereit, da der EURO eine Privatwährung ist und wieder durch eine Staatswährung abgelöst werden soll. Der EURO ist von der Familie Rockefeller eingeführt worden und gehört dieser auch. Nachzulesen in google: Wem gehört der EURO?

Der größte Nachteil einer Weltwährung:

Wie schon gesagt wurde, würde die Macht in einer Hand, oder einem Konzern (Bank, etc.) liegen. Somit hätte ein kleines Konsozium das Sagen über die "Welt!"

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Sieh dir doch mal den Abgrund des Euros und des Dollars an. Alleine die beiden Währungen werden ein Loch in die Weltwirtschaft reißen, dass uns zurück in Vorkriegszeiten wirft. Die Antwort von Berkersheim enthält den Schlüssel für eine Weltwährung: "einen neuen, rundum verantwortlichen, fast alleswissenden und selbstlosen Menschen"

Diesen Menschen gab es nie und wird es nie geben.

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würd warscheinlich nich funktionieren weill die armen länder dann einfach mehr geld drucken.

wenn sie jetzt mehr geld drucken müssen sie mehr geld ausgeben ums in euro umzutauschen

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Theoretisch wäre das sicher möglich, aber wenn Du einmal betrachtest, welche Probleme wir schon mit dem lächerlichen Euro haben und überlegst, dass bei einer Weltwährung auch "Nichtstaaten" wie Somalia beteiligt wären, da müsstest Du wohl zu dem Schluss kommen, dass das in praxi nicht funktionieren könnte.

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Leiber soll jedes Land seine eigene Währung haben. Wer weis, vielleicht zahlen unsere Kindeskinder mit dem Yen....

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ist unmöglich. wir bekommen ja nicht mal den Euro auf die Reihe.

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Das ist eine verdammt blöde Idee und unmöglich, bitte denk doch nur einmal logisch darüber nach ! Was das für weltweite Proteste ausrufen würde, oh mein Gott...

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träum weiter.. wir kommen ja nicht einmal mehr mit dem euro klar ^^

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Kommentar von lisztomania
06.10.2011, 22:48

Ist nicht mein Traum! Ich wollte nur wissen welche Befürwortungen es dafür gibt und warum es schlicht und einfach nicht möglich ist.

Kann es denn sein, dass bald ein riesengroßer Crash kommt, bei dem alles u nichte gemacht wird? ein Crash wie wir ihn NOCH NIE hatten, schlimmer als je zuvor. Kann es sein, dass kein Geld der Welt mehr was wert ist? Nichts mehr?? Kein Bargeld und auch kein elektronisches Geld? Nur noch Rohstoffe, Immobilien und Grundstücke etc. kann man dann nicht einfach etwas ganz neues erschaffen? so ein wirtschaftssystem wie wir es jetzt haben hat doch keiner mehr unter kontrolle. die wenigsten verstehen das system, und diese leute sind froh, dass keiner von uns es wirklich kapiert!

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Vorteile:

  • kein Wechselkursrisiko mehr

  • gegenseitige Verantwortung

  • "eine Welt"

  • Handelsbarrieren werden reduziert

Nachteile:

  • wir sitzen alle im selben Boot

  • Inflation durch Gelddruckerei

  • Erpressbarkeit

  • ungebremster Geldfluss

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