Weltethos

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3 Antworten

Es geht hier natürlich um ein friedliches, auskömmliches Zusammenleben. Mit ein "globales Ethos" ist ein Bündel von Grundwerten (a la Menschenrechte) gemeint, das von allen anerkannt wird und ebenso Sanktionen, die sich aus Verstößen dagegen ergeben. Das Problem mit den Grundwerten ist, dass Religionen sie je anders verankern und evtl. auch anders interpretieren. Religionen werden quasi als Katalysatoren betrachtet, die - wenn sie untereinander sich über Grundwerte verständigen - diese Werte zu den Menschen transportieren. Der Stolperstein ist die Forderung nach Grundlagenforschung. Sie soll im Dialog vermitteln. Doch dann müsste man sich einigen, wer denn die Autorität der Forschung besitzt, wer die Hypothesen bestimmen darf, die Methoden, die Themenauswahl und wer interpretiert. Die letzte Forderung läuft dann wohl auf gegenseitigen Respekt von Religiösen und Nicht-Religiösen hinaus. Damit sind wir dann wieder am Anfang und die Katze beißt sich in den Schwanz. Da Küng jedoch, wie ich mich erinnere, diese Figur des langsam fortschreitenden Kreisens mag, ist er wohl zufrieden, wenn aus dem Kreis eine Spirale wird, dies sich zwar im Kreis dreht, jedoch sich langsam dem Ziel entgegenwindet.

Es ist ehrlich gesagt, ein bisschen schwierig, die alles zu erklären. Kannst du konkrete Fragen stellen? Was genau verstehst du nicht?

Du verstehst es nicht "ganz". Dann verstehst du immerhin schon einiges. Dann formuliere doch bitte, welche Details du nicht verstehst oder wo du präzise Fragen hast.

Hans Küng hat über "Weltethos" viel geschrieben, sehr allgemeinverständlich. Wenn man ein Referat hält, sollte man wenigstens eine Schrift von ihm dazu gelesen haben.

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