Welpen Verkauf?

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7 Antworten

Hallo,

grundsätzlich:

ein geschlossener Kaufvertrag - egal ob mündlich oder schriftlich - ist rechtsgültig, ob mit oder ohne Anzahlung. Der Verkäufer verpflichtet sich, die Ware abzugeben - der Käufer verpflichtet sich, die Ware abzunehmen und zu bezahlen.

Entgegen der landläufigen Meinung gibt es grundsätzlich weiterhin überhaupt keinen Anspruch auf einen Rücktritt von so einem Kaufvertrag. Natürlich gibt es (z.B. bei Haustürgeschäften oder im Fernabsatz) die Möglichkeit des Widerrufs, aber die ist hier nicht gegeben. Auch das Rücktrittsrecht wegen "nicht oder nicht vertragsgemäß erbrachter Leistung" (§ 323 BGB) wird hier nicht zur Geltung kommen.

Wenn du natürlich mit dem Käufer ein Rücktrittsrecht vereinbart hast, dann musst du ihm das auch einräumen, dann werdet ihr aber doch auch bzgl. der Anzahlung eine Regelung getroffen haben?

Wenn der Käufer nun den Hund nicht mehr will und du ihn auch nicht mehr an ihn abgeben willst, dann könnt ihr natürlich die Rückabwicklung des Kaufvertrages vereinbaren, heißt, die gesetzliche Möglichkeit von einem geschlossenen Vertrag beidseitig Abstand zu nehmen, in Anspruch nehmen.

Der Kaufvertrag wird dann rückabgewickelt. Das bedeutet: Das bereits Empfangene ist dem jeweils anderen Vertragspartner zurückzugeben. Jede Vertragspartei wird also so gestellt, als hätte es den Vertrag nicht gegeben.

Das bedeutet für dich aber: die Anzahlung ist zurückzuzahlen!

Du könntest jetzt nur darauf hoffen, dass der Käufer den Hund tatsächlich dir nicht abnehmen will. Dann hättest du Anspruch auf eine Erstattung aller Kosten, die dir durch diese Nichtabnahme entstehen - also neue Anzeigen schalten, Hund ernähren etc., bis ein neuer Käufer gefunden worden ist.

Das würde die 100 Euro Anzahlung schnell "auffressen". Birgt aber die Gefahr, dass der Käufer den Hund, den er aber gar nicht mehr will, dann doch nimmt und ihn z.B. weiterverkauft oder schlecht behandelt.

Du kannst also "pokern" und so tun, als ob du auf Erfüllung des Kaufvertrages bestehst und dann, wenn der Käufer sich weigert, anbieten, nicht auf den Vertrag zu bestehen und die 100 Euro als Entschädigung zu behalten. Aber wenn der Käufer den Hund dann haben will und du ihn nicht abgeben willst - hast du keine Handhabe mehr, das Geld zu behalten.

Gutes Gelingen

Daniela

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Nein, denn die Anzahlung ist ein Kaufversprechen und wird nicht zurückerstattet, wenn der Kaufvertrag nicht zustande kommt.

Du kannst ihnen erklären, das du anderen Leuten absagen musstest, oder du nun einen höheren Aufwand (evtl auch eine längere Zeit den Hund bei dir behalten und versorgen musst) bis sich neue Käufer finden.

Bei ordentlichen Züchtern bekommt man das Geld jedenfalls nicht zurück, ist auch richtig so. Besonders dann wenn die Leute sich nicht entscheiden können.

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100 Euro die dann beim abholen des Welpen Verechnet werden die 100 Euro habe ich nach einer Woche bekommen ein paar Tage später haben sie wieder abgesagt 

wahrscheinlich hast Du keinen Anzahlungs-oder auch Vorvertrag abgeschlossen?! 

Dies wäre sinnvoll gewesen, damit der Käufer bescheid weiß dass es im Fall einer Absage kein Geld zurück gibt! 

Eine Anzahlung ist ja auch eine Sicherheitshinterlegung, die beiden Parteien Sicherheit gibt. 

Für den Verkäufer, dass der Hund zu einem bestimmten Termin abgeholt wird und für den Käufer dass der Hund verbindlich für ihn reserviert ist.

aber auch ohne Vertrag mußt Du die Anzahlung nicht zurückerstatten, da Du den Welpen in der Zwischenzeit ja hättest anderweitig verkaufen können. Durch die geleistete Anzahlung war dieser Welpe für einen Verkauf ja blockiert.

Im Übrigen solltest Du froh sein, dass die den Hund nicht nehmen. Solchen Leuten würde ich gar keinen Hund verkaufen und hätte einem zweiten "Kauf" gar nicht erst zugestimmt!

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So war das bei uns auch....echt verdammt ärgerlich,da der Welpe erst mit 4 Monaten an eine andere Familie gegeben werden konnte.

Das Geld dürft ihr behalten, da es jetzt einen viel größeren Aufwand gibt,den Welpen abzugeben.

Ich hätte denen niemals einen Welpen gegeben, wenn sie sich schon so unsicher sind ob sie einen wollen...

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so ein Theater wegen 100 Euro? das ist jetzt nicht wahr, oder?

Diesen unzuverlässigen Interessenten hätte ich gar nichts verkauft! und natürlich gar kein Geld von denen angenommen.

Was steht denn in deinem Kaufvertrag, normalerweise macht man ja Vor-Verträge. Und ansonsten halt Rücksprache mit dem Rechtsberater Deines Hundezuchtvereins. 

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Habt ihr denn schon einen Kaufvertrag gemacht? Wenn ja, kannst du auf Einhaltung des Vertrags pochen. dAs heißt, sie müssen den Hund kaufen. Andernfalls kannst du dir die entstandenen Kosten erstatten lassen (Unterkunft für den Welpen, Absage anderer Käufer)

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ja da sieht man wieder, dass Hundezüchter nicht immer die hellste Kerze auf dem Kuchen entdecken...

Kaufverträge sind auch mündlich geschlossen bindend. Und die 100,- sollten bei dem Verkäufer bleiben, wenn der Käufer abspringt.

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