Welpe beißt und zieht an der Leine. Was tun?

14 Antworten

Zu aller erst muss man mal ansprechen, das nur wenn der Hund im Haus gut hört, er nicht unbedingt auch draußen gut hört. Das muss man nämlich auch beibringen, Schritt für Schritt. Ein neues Kommando fängt man am Besten immer in gewohnter Umgebung wie z.B. im Haus an, da ist die Ablenkung nämlich am geringsten. Sobald das Kommando dann mal sitzt baut man mehr Ablenkungen ein, z.B. geht man raus ins freie und wenn es da mal sitzt kann man an eine Straße, Parkplatz und so weiter gehen und da weiter üben.

Heißt also: verlagert eure „Nein-Übung“ mit der Zeit nach draußen. Wenn ihr keinen eigenen Garten habt, dann geht wo hin, wo nicht so viele Leute sind. Euer Hund wird dann lernen, dass:“ Ahhh! Die Kommandos kommen ja nicht nur im Haus.“ Davor checken die Racker nämlich nicht immer, dass sie auch draußen hören sollen, sondern bringen das Folgen mit einer bestimmten Umgebung in Verbindung, aber sie sollen ja überall hören.

Wenn das Nein also auch draußen klappt, wird euer Hund dann aufhören in die Leine zu beißen, wenn ihr Nein sagt. Aber da müsst ihr auch aufpassen! Am Besten ihr gebt eurem Hund das Leckerlie nicht direkt nachdem er die Leine losgelassen hat! Er könnte sich nämlich merken, das er in die Leine beißen muss um dann beim Loslassen wieder ein Leckerlie zu bekommen! Wollen wir ja nicht, das artet dann nur in einem in die Leine beißen -> Nein -> Loslassen -> Leckerlie -> wieder von vorne = ewiger Kreislauf aus 😅.
Stattdessen solltet ihr, sobald euer Hund in die Leine beißt natürlich das „ Nein“ sagen, aber belohnen erst dann, wenn der Hund ein paar Meter ohne erneut in die Leine gebissen zu haben läuft. Damit wird das schöne Laufen ohne beißen verstärkt, anstatt das reine loslassen.

Das mit dem an der Leine ziehen haben ja schon andere hier gut erklärt. Entweder stehen bleiben und warten bis der Hund von selber wieder zurück kommt, oder in die genau entgegengesetzte Richtung laufen sobald der Hund zieht. Aber natürlich immer belohnen, wenn der Hund mal schön und an lockerer Leine läuft um dieses Verhalten zu verstärken. Ihr könnt euch dazu mal etwas über das klassische und operante Konditionieren informieren, das sind die Theorien dahinter und es hilft zu verstehen warum man was wie macht.

Und bitte denkt daran das ihr einen Hund habt der Rasse bedingt sehr viel Beschäftigung und Bewegung braucht. ABER!!! Lasst es sehr ruhig angehen, solange euer Hund noch jung ist! Jetzt muss er erstmal lernen, was Ruhe bedeutet. Wenn ihr ihn zu viel beschäftigt im Welpen/Junghund-Alter wird er nur NOCH MEHR von euch fordern, sobald er älter wird. Bei einem Hund der dann eh schon so viel Auslastung braucht, kann es dann dazu kommen, das er zu einem Hyperaktiven-Etwas wird und ihr gar nicht genug Zeit habt, weil der Hund zu viel braucht. Beschäftigt euern Hund also in dem Alter lieber etwas weniger und macht mehr TV-Abende oder mal ein Schläfchen zwischendurch, als ein durchgeplantes Animationsprogramm für den Hund auszuarbeiten. Konzentriert euch in dem Alter auf den Grundgehorsam und wartet mit eher unwichtigen Tricks, bis euer Hund älter ist.

Viel Spaß, gutes Gelingen und ein gutes, neues Jahr.

Mit einem zwei Monate alten Welpen, geht man nicht spazieren, sondern lediglich raus zum lösen. Hat der Hund alles gemacht, geht man wieder rein. Wie lange seid ihr unterwegs?

Auch ist ein 8 Wochen alter noch nicht Leinenführig, sowas ist intensives monatelanges Training bis ein Hund das das in vielen Situationen beherrscht.

Geschirr anlegen und lange Leine dran , viele Welpen fühlen sich durch kurze Leinen sehr eingeschränkt. Welpen wollen Sachen erkunden und alles auf ihre Art entdecken. Natürlich behutsam und nicht so das die Welpen hoch drehen oder mit Reizen überflutet werden, wenn die Leine zu kurz, kann sowas Frust und Stress verursachen, Wenn sie Welpen gerade nicht da hinkommen wo sie gerade wollen.

Bitte versuch die Leine nicht aus dem Mund zu nehmen, du gibst dem hund negative Aufmerksamkeit auch mit einem „nein“ gequatsche, das er Hund noch garnicht zuverlässig kann, gerade weil er sich auch in hoher Erregungsphase befindet.

Auch kann der Welpe das Gezerre mit der Leine als Spiel sehen, du gibst ihm ungewollte Aufmerksamkeit, nimmst du nun einen untrainierten Hund etwas aus dem Maul, der noch nicht gelernt hat mit Ressourcen umzugehen, kann das später zu Problemen führen.

ein Aussie ist eine sehr sensible Rasse, die in falsche Händen zu hibbeligen Kontrollfreaks mutieren kann. Sie ist sehr lernwillig, wenn es sich lohnt für den hund und weiß aber bestens Regeln zu umgehen, und er hinterfragt Kommandos , wenn es bessere Alternativen gibt. Weiß man mit so einem Arbeitshund umzugehen, können sie tolle Begleiter werden. Diese Hunde brauchen keinen Diktator und schon garnicht Erziehung die mit Druck Oder Gewalt zutun hat. Sonst ist man ganz schnell Unglaubwürdig für den Hund und keine souveräne Bezugsperson.

Hier ein Link der den Aussie perfekt in seinem Wesen und in seinem Handeln beschreibt.

http://hundemagazin.ch/rassetypische-verhaltens-und-hormonprobleme-beim-britischen-huetehund/

nochmal zum Leinenproblem. Bitte beobachte mal genaustens wann dieses Verhalten Auftritt. So aus der Ferne ist das kaum zu beurteilen.bitte unter keinen Umständen die Leine fallen lassen, und sich von dem Hund entfernen. Wir haben es kurz nach Silvester , und du hast noch keine stabile Bindung zum Hund (sowas dauert Monate) zu groß ist die Gefahr das der Hund sich bei Knallern oder anderen Dingen erschreckt und weg rennt.

stell dich auf das Ende der Leine , und ignoriere das , lässt der Hund los, geht’s weiter , macht er das erneut das gleiche Spiel immer und immer wieder.

So lernt der Hund mit seinem Frust umzugehen und das sein Verhalten zu nichts führt, weder zu negativer Aufmerksamkeit noch zu einem Leinen zerrspiel. Bedenke da ist absolut ruhige und souveräne Geduld gefragt. Das Spiel kann 10-20 oder mehr Wiederholungen kosten und eine Menge nerven.

Das machen viele Welpen, weil sie übermütig sind und spielen und toben wollen.

Gute Tipps hast du hier bereits bekommen.

Ich würde dir aber dringend den Besuch einer Hundeschule empfehlen, denn Aussi´s sind sehr anspruchsvolle Hunde, die artgerechte Auslastung und Beschäftigung benötigen. Wenn das nicht gegeben ist, können sie schnell unausstehlich werden.

Was hälst Du denn von Markertraining?

Ich für meinen Teil habe damit super Erfolge sogar bei den hartnäckigsten Leinenziehern erreichen können.

Ich weiß nicht ob Du Dich schon einmal mit Markertraining beschäftigt hast, also schreibe ich Dir eine kleine Anleitung.

Ein Marker ist sowas wie ein Clicker z.B. aber man kann auch ein Markerwort nutzen, z.B. ein Tip, Top, Click oder ähnliches. Kurz und prägnant eignet sich am besten.

Dann baust Du erst einmal den Marker auf, d.h. am besten fängst Du damit in der Wohnung an, weil dort die minimalste Ablenkung herrscht und dieser ja auch sehr gut wirken soll. Jedes mal wenn der Hund Dich anschaut gibts das Wort und ein Leckerchen. Sinnvollerweise zieht man diese vom täglichen Futter ab, damit man hinterher nicht einen Kugelhund hat.

Das ganze würde ich nun über einen Tag verteilt öfter trainieren, zumeist ist das recht schnell konditioniert. Dann würde ich die Ablenkung steigern, z.B. trainiert ihr dann einen Tag im Hof und dann den nächsten Tag auf einer Wiese mit Gerüchen und den letzten Tag am besten noch bei Sicht von Hunden und Menschen. So hast Du ein Markersignal worauf der Hund recht gut reagiert und Du damit eben "Schnappschüsse" machen kannst. Schnappschüsse weil man damit Verhaltensweisen die man öfter sehen möchte, einfangen kann, eben so als wenn man an einer Kamera den Auslöser drücken würde.

Dann zur Leinenproblematik, dieses Problem würde ich auch erst einmal innerhalb der Wohnung anfangen zu bearbeiten. Schauen ob der Hund dort auch das Verhalten zeigt und in die Leine beisst. Wenn ja wäre das super, denn da kann man dann schon einmal anfangen mit ihm zu trainieren.

So würde ich schauen ab wo er eine Reaktion auf die Leine zeigt, direkt bei Sicht oder möchte er erst rein beissen sobald sie am Hund "dran" ist... Ist letzteres der Fall Leine an den Hund und am besten als Hausleine nutzen. Man muß die Leine gar nicht ständig in der Hand halten sondern erst einmal nur so das sie am Hund selbst eben ist und jedes mal sobald der Hund von der Leine ablässt gibbet nen Click, Tip, Top oder eben das Wort welches ihr gewählt habt. Sinnvollerweise nutzt man immer das gleiche Wort, sonst wäre es ja verwirrend.

Dann würde ich schauen wie der Hund das nun weiterhin anwendet bzw. was er weiterhin macht, lässst er eher die Leine in Ruhe oder hebt er sie nun immer vermehrter auf, sollte letzteres der Fall sein, so würde ich das zusätzlich noch mit einem Signal belegen, z.B. heb mal die Leine auf. Verhaltensweisen die unter Signal gestellt werden, werden vom Hund oftmals nach einer Zeit auch nur noch dann angewandt wenn sie signalisiert werden.

Lässt er aber die Leine vermehrter in Ruhe brauchst Du obiges gar nicht mehr zu machen.

Dann kannst Du das Training eben nach draussen verlegen.

Dann zur Leinenführigkeit. Ich würde eine längere Leine nutzen, also nicht diese normalen kurzen sondern eine 3 m Leine, ich finde das ist sinnvoll weil damit hat der Hund eben immer einen gewissen Radius in dem er sich bewegen kann und kann somit auch freier und besser kommunizieren, was andere Hunde angeht.

Fuß gehen ist für mich keine Leinenführigkeit und halte ich auch allenfalls beim überqueren von Straßen für sinnvoll anderweitig müssen meine Hunde nicht Fuß laufen, schließlich gehe ich ja für den Hund raus, damit er schnüffeln und "Zeitung lesen" kann und das kann er logischerweise auch besser, wenn er an einer längeren Leine läuft.

Dann wird immer kurz vor dem Ende der Leine gemarkert also unser zuvor aufgebautes Wort angewandt. So hast Du innert recht kurzer Zeit einen Hund der selbständig vor dem Leinenende entweder langsamer wird oder aber auch stehen bleibt und wartet.

Dazu braucht es keine Leinenrucks oder ähnliches. Das ganze kann man dann eben auch immer anwenden ohne immer stehen zu bleiben, das hält sehr auf wie ich finde. Nur solltest Du natürlich in der ersten Zeit wo Du das noch trainierst recht aufmerksam sein und immer den richtigen Moment einfangen. Zumeist ist es bei den meisten Hunden so, dass dann das Verhalten Leine ziehen recht schnell ein Ende findet weil sich das stehen bleiben kurz vor dem Ende der Leine eben einfach lohnt.

Hier sollte noch angemerkt werden, dass man natürlich dann auch nicht erwarten kann, dass der Hund solch ein Verhalten bei einer kürzeren Leine zeigt, er hat dann ja 3 m gelernt und z.B. keine 2 m. Also dann am besten bei der gleichen Leinenlänge bleiben oder aber wenn man dann mal irgendwann wechselt, frischt man die veränderte Leinenlänge auf. Meine Hündin kennt 3 verschiedene Leinenlängen und um ihr zu signalisieren, dass sie gleich am Ende ankommt sage ich warten, nach 2 x warten weiß sie dann auch welche Länge wir gerade nutzen und richtet sich selbständig danach.

Kann man in einem Wort lösen

“Erziehung“😂

Nein ist nur Spaß! Also ich kann dir gleich mal sagen dass Leinenführigkeit bei vielen Hunden auf Unverständnis stößt und es dich viele Nerven und viel Gedult kosten wird! Du musst IMMER konzentriert und sehr durchsetzungsfähig sein. Du darfst ihm kein einziges Mal mehr ein Leinenziehen erlauben, dann hast du in einem halben Jahr vielleicht einen perfekten Hund an der Leine😊 (in der Pubertät wird er alles wieder vergessen😂)

Auf jeden Fall würde ich als aller erstes mit dem Leckerlie geben aufhören, weil Aussies sehr Intelligent sind und aus eurem Verhalten folgern, dass er erst an der Leine ziehen und beißen muss, dann loslassen und für dieses gesamte Paket gibt es ein Leckerlie. Er wird eher nicht verstehen dass nur das “Nichtleinebeißen“ belohnt wird😌

Ist auch schwer zu beurteilen ohne Videomaterial....

Zieht er auch stark an der Leine oder läuft er eher neben dir und beißt rein? Das ist nämlich ein großer Unterschied!

Auf jeden Fall darfst du keine schnellen Erfolge erwarten😂

Am besten besucht ihr eine Hundeschule, die können euch dort gute Tipps geben😊

Glg

Ich hoffe ich konnte etwas helfen!😊

Was möchtest Du wissen?