Welches welches Wasser im Heizungskreislauf?

9 Antworten

Bei uns steht jedenfall am Füllstutzen:
"Nur mit enthärtetem Wasser füllen."

Enthärtetes ist sicher besser, denn an den heissen Flächen der Rohre im Heizkessel scheidet sich sonst Kalk ab.
Da es aber immer das gleiche Wasser ist, ist das hier weniger schlimm als bei einem Trinkwasserboiler, der mit der Zeit verkalkt. Die Heizung wird nicht geschädigt, vielleicht sinkt der Wirkungsgrad ein bisschen.

Neue anlage müssen mit enthärtetem Wasser befüllt werden. Kannst dir auch eine nachfüllstation einbauen lassen wenn das nötige Kleingeld ausgeben willst. Brauchst wenn man es genau nimmt sogar einen rohrtrenner zum befüllen und so weiter. Vieles ist auch nur geldmacherei aber eigentlich trotzdem vorschrift. Kannst auf der seite ikz.de zum Thema befüllen nachlesen.

Wir haben hier Wasser mit Härtegrad 16.

Im Nebengebäude betreiben wir 5 Ferienwohnungen und ein Hofcafé.

Die Kalkflecken beim Putzen sind ein Graus. Im Privatbereich sind uns schon mehrere Armaturen verreckt.

Allein deshalb werden wir da was machen müssen. Mein Favorit im Moment ist dieses:

https://www.aqon-pure.com/

Das würde hoffentlich das Problem beim Heizungswasser auch lösen.

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Der Schornsteinfeger liegt ganz richtig. Die im Leitungswasser gelösten Mineralstoffe und der Sauerstoff können in der Anlage zu Ablagerungen und Korrosionen führen. Bei mir ist aktuell innerhalb einer relativ kurzen Zeit von ein paar Jahren ein Heizkörper so weit korrodiert, dass er undicht wurde. Meinen Ölkessel musste ich nach Korrosion nach 15 Jahren für 8000,- € ersetzen. Häufig treten Probleme mit den Umwälzpumpen auf, insbesondere, wenn diese außerhalb der Heizperiode länger nicht gelaufen sind. Diese werden leicht durch Ablagerungen blockiert. Ich werde nun die Anlage gründlich durchspülen und mit mittels Ionenaustauscher vollentsalztem Wasser und zusätzlichem Korrosionsinhibitor befüllen lassen.

Ich weiß nicht, was Ihr für Wasser habt, aber unsere Heizung läuft seit 50 (fünfzig) Jahren mit Leitungswasser. Außerhalb der Heizsaison war die Pumpe aus, blieb aber noch nie stecken und von den 10 Heizkörpern ist noch kein einziger, der irgendwelche Rostspuren zeigt.

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@airblue68

Das ist natürlich erfreulich, wenn die Anlage so lange störungsfrei läuft. Letztlich weiß auch niemand so recht, warum meine Anlage immer so schnell verschlammt. Erst vor wenigen Tagen hatte ich wieder Probleme mit einer neuen Umwälzpumpe im Kreislauf der Wärmepumpe, die ich zur Fußbodenkühlung in Betrieb nehmen wollte. Möglicherweise entstehen diese Ablagerungen durch Sauerstoff-bedingte Korrosion, der durch die nicht ganz gasdichten Kunststoffrohre der Fußbodenheizung diffundiert. Man weiß es nicht. Aber wenn ich das Heizungswasser ablasse, sieht es übelst aus, schwarz und mit jeder Menge an ungelöstem Dreck. Und wir haben hier recht weiches Wasser mit einer Härte von nur 5 °dH.

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@Picus48

Wie Du richtig schreibst sind die Kunststoffleitungen nicht diffusionsdicht und das führt zu Problemen. Wenn die Verteilleitungen aus Eisen sind werden sie vom Sauerstoff von innen angegriffen, ebenso Heizkörper aus Eisen. Diese Abtragungen verursachen den Schlamm in der Anlage. Empfehlen würde ich Dir einen Schlammfilter im Rücklauf dicht vor der Wärmequelle (Therme, Kessel, was auch immer) einbauen zu lassen. Haben wir auch bei meinem Sohn gemacht, seither spinnt die Therme auch nicht mehr (verschmutzte Weiche). Nur, dass Du weißt, dass ich Dir keinen Stuss erzähle, ich blicke auf mehr als 25 Jahre als Anlagentechniker zurück.

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@airblue68
Nur, dass Du weißt, dass ich Dir keinen Stuss erzähle,

Das habe ich auch nicht angenommen! Die Verteilungen sind aus Messing, aber ein Heizkörper in der Garage ist aus Stahl. Und einen Schlammfilter habe ich im Rücklauf der Wärmepumpe. Der sieht nach kurzer Zeit immer übelst aus und hält die kleinen Partikel auch nicht zurück. Auch verhindert er nur die Probleme mit Pumpen und Ventilen, allerdings nicht die Korrosion an sich. Damit werden also die Symptome behandelt aber nicht die Ursache behoben. Wie gesagt, ich will es nun mit demineralisiertem Wasser in Kombination mit einem Korrosionsinhibitor versuchen. Ich hoffe, dass die Reduktion der Elektrolyte und die damit einhergehende Absenkung der Leitfähigkeit des Wassers die elektrochemischen Abläufe in der Anlage verlangsamt. Gleichzeitig überlege ich, welches Reduktionsmittel ich sinnvollerweise in das Heizungswasser einbringen sollte, um den eindiffundierten Sauerstoff zu binden. Gibt es da erprobte Mittel? Ich bin zwar Chemiker, aber bevor ich hier Experimente aufgrund von theoretischen Überlegungen mache, verlasse ich mich lieber auf Fachleute, die praktische Erfahrungen haben.

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@Picus48

Bei den Inhibatoren kann ich Dir leider nicht weiter helfen, habe damit keine Erfahrung. Aber einen Tipp habe ich noch. Tausche den Heizkörper in der Garage gegen einen aus Aluminium aus, dieses reagiert nicht oder nur kaum mit Sauerstoff.

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Unsere Anlage läuft jetzt ein Jahr. Es musste in dieser Zeit häufiger Wasser nachgefüllt werden. Aber 15 Jahre sind schon eine andere Hausnummer.

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@realsausi2

Luft bei der Inbetriebnahme einer neuen Anlage ist zunächst normal. Aber das sollte m.E. nach ein paar Tagen durch Nachfüllen behoben sein. Wenn über den Zeitraum von einem Jahr immer wieder Wasserverluste ausgeglichen werden müssen, ist das nicht normal und nur durch eine Undichtigkeit des Heizkreislaufes erklärbar, da muss irgendwo ein Leck sein. Das muss der Heizungsbauer aufgrund der Gewährleistungspflicht nachbessern.

Ich bin kein Heizungsbauer, habe allerdings aufgrund meiner Ausbildung etwas Ahnung von Chemie und Physik. Und wenn man andauernd Leitungswasser nachfüllt, dann reichert sich möglicherweise der Gehalt an gelösten Stoffen im Heizungswasser an bis die Löslichkeitsgrenze überschritten wird und die Stoffe im System sich als Feststoffe abscheiden.

Wie gesagt, die Notwendigkeit des häufigen Nachfüllens ist ein Hinweis auf einen Mangel. Ich würde das beanstanden und Nachbesserung verlangen.

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@Picus48

Wir beheizen mit der Heizung zwei Gebäude, die ca. 30 m auseinander liegen. Verbunden sind sie über einen "Fernwärmeschlauch"- Diese ist einmal von einen Bauarbeiter angepiekt worden. Der Heizungsinstallateur hat die Stelle geflickt. Der Verdacht ist nun, dass hier noch was austritt. Der Zweig zum zweiten Gebäude ist nun abgesperrt und der Wasserverlust fast gegen Null. Vorm Winter muss das aber geklärt werden.

Es wurde aber meinen Wissens immer nur mit Leitungswasser nachgefüllt. Insgesamt wird sich das so um ein Volumen des 5fachen des Heizkreises belaufen. Mehrfach war das runter auf ein Viertel des Sollfüllung.

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@realsausi2

ich bin kein Anlagenbauer und kann nur mutmaßen. Wenn andauernd Wasser verloren geht, ist es eine Undichtigkeit. Das sollte nicht bestreitbar sein. Und dafür ist das ausführende Unternehmen in der Verantwortung. Die Absperrung grenzt das Problem ein. Und wenn mit normalem Leitungswasser sonst keine Probleme mit Verschlammung auftreten, ist das doch in Oŕdnung.

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@realsausi2

eure Anlage ist undicht ausgleich gefäss überprüfen mag vordruck in der regel reichen 1,8-2,0 bar Wasserdruck am Kesel jenachdem auch das sicherheitsventiel überprüfen am Mag

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Hallo realsausi2,

Für deine Bedürfnisse solltest du dir eine Nachfüllkombination nehmen die mit einer Systemtrennung sowie einer Enthärtungspatrone ausgestattet ist. Somit bist du auf dem aktuellen Stand der Vorschriften.

Sende dir noch einen Link dazu mit zur Veranschaulichung.

Kannst natürlich auch eine andere kaufen da es so etwas von verschiedenen Herstellern gibt.

Habe die rausgesucht weil ich die gut finde.

Gruß Markus

https://www.heizman24.de/heizung/heizungswasseraufbereitung/nachfuellkombinationen/5169/honeywell-nachfuellkombination-nk300se-so-1/2a-mit-enthaertungspatrone

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Danke für den Link.

Es geht bei uns aber auch um das Leitungswasser. Schon jetzt, nach kurzer Betriebszeit, gehen uns die Kalkflecken an die Nerven. Der Putzaufwand ist erheblich. Im privaten Bereich sind schon mehrere Armaturen im Eimer.

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@realsausi2

Bitteschön, gern geschehen. Ich habe mich mal informiert über deinen Favoriten die Aqon Pure und alles was ich da an Informationen bekomme sagt mir das Ding kannst du grün anstreichen und den Hasen geben. Meiner Meinung nach bringt das zu 99,9% überhaupt nichts. Genauso gut kannst du das Geld zum Fenster rauswerfen. Ich würde dir empfehlen eine Enthärtungsanlage von Grünbeck zu nehmen die zwar deutlich teurer sind aber auch DVGW zugelassen sind und deren Wirkung nachgewiesen ist. Diese Anlagen sind sehr gut und ich habe selbst schon einige davon eingebaut. So wie ich aus deinen Kommentaren rausgelesen habe denke ich bräuchtest du von Grünbeck entweder die Softli Q MD 32 die für bis zu 20 Personen ausgelegt ist oder sogar die Softli Q MD 38 die für bis zu 30 Personen ausgelegt ist. Für diese Anlagen gibt es auch eine App und die sind WLAN und LAN-fähig. Zudem haben sie einen Bodensensor der dich informiert wenn es Wasseraustritt gibt. Du wirst über die App informiert wenn du Salztabletten nachfüllen musst oder wenn es eine Störung gibt.

Das wäre meine Empfehlung an euch.

Gruß Markus

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