Welches Weihnachtsgedicht kann man schnell auswendig lernen?

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7 Antworten

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen,
ich hab's überfahren, es war ein Verseh'n.
Ich hatte gerade die Äugelein zu,
und träumte beim Fahr'n in himmlischer Ruh.
Das Christkind hat in dieser heiligen Nacht,
Bekanntschaft mit meinem Kühler gemacht.

    Später sah ich noch den Weihnachtsmannn,               
    er feuerte gerad' seine Rentiere an,               
    ich überholte den lansamen Wicht,              
    doch sahen wir dabei den Gegenverkehr nicht.                
    Ich wich noch aus, doch leider nicht Santa,             
    ein dumpfer Knall, und er klebte am Manta.              

    Am Ende sah ich noch Nikolaus,              
    er stürmte gerad aus dem Freudenhaus raus.             
    Hektisch kam er über die Kreuzung gelaufen,                
    wollte am Automat neue Kondome sich kaufen.             
    Mein Auto und mich hat er wohl nicht geseh'n,              
    jedenfalls blieben nur seine Stiefel noch steh'n.              

    So ist die Moral von der Geschicht',               
    fahr zu schnell mit dem Auto nicht.             
    Denn als ich zu Haus war, da mußte ich heulen,                
    mein schöner Wagen, der hatte drei Beulen.             
    Vom Nikolaus, vom Christkind und vom Santa Claus,               
    tja, dieses Jahr Weihnachten, das fällt dann wohl aus.

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken, Schneeflöcklein leis herniedersinken. Auf Edeltännleins grünem Wipfel häuft sich ein kleiner weißer Zipfel. Und dort, von ferne her durchbricht den dunklen Tann ein helles Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer die Försterin im Herrenzimmer. In dieser wunderschönen Nacht hat sie den Förster umgebracht. Er war ihr bei des Heimes Pflege seit langer Zeit schon sehr im Wege. So kam sie mit sich überein: Am Niklasabend muss es sein.

Und als das Häslein ging zur Ruh, das Rehlein tat die Augen zu, erlegte sie direkt von vorn den Gatten über Kimm und Korn. Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase zwei- drei- viermal die Schnuppernase und ruhet weiter süß im Dunkeln, derweil die Sterne traulich funkeln.

Und in der Guten Stube drinnen, da läuft des Försters Blut von hinnen.

Nun muß die Försterin sich eilen den Gatten sauber zu zerteilen. Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen nach Weidmanns Sitte aufgebrochen. Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied, was der Gemahl bisher vermied. Behält ein Teil Filet zurück als festtägliches Bratenstück. Und packt sodann, es geht auf Vier - die Reste in Geschenkpapier.

Von Ferne tönt´s wie Silberschellen, im Dorfe hört man Hunde bellen. Wer ist's, der in so tiefer Nacht so spät noch seine Runde macht? Knecht Ruprecht kommt auf goldnem Schlitten mit einem Hirsch herangeritten. Sagt, gute Frau, habt Ihr noch Sachen, die armen Menschen Freude machen?

Die sechs Pakete, heil'ger Mann, s' ist alles, was ich geben kann. Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise, die Silberschellen klingen leise, im Försterhaus die Kerze brennt, die Glocke klingt, es ist Advent.

(Vicco v. Bülow alias Loriot)

Wunderschön :-)

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-Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde die Flockenherde wie ein Hirt, und manche Tanne ahnt, wie balde sie fromm und lichterheilig wird, und lauscht hinaus. Den weißen Wegen streckt sie die Zweige hin - bereit, und wehrt dem Wind und wächst entgegen der einen Nacht der Herrlichkeit!!

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