Welches Textverarbeitungsprogramm empfehlt ihr für Abschlussarbeiten, in denen viele Matrizen und mathematische Formeln integriert sind?

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7 Antworten

Hallo,

ich würde auch Word (und seinem Formeleditor) den Vorzug geben. Oder auch LibreOffice (mit LibreOffice Math), wenn dir das mehr zusagt, einfach weil ich denke, dass sich die Einarbeitungszeit hier in Grenzen hält, und dir das einigen Frust erspart.

Zum Word-Formeleditor gibt es auch Videotutorials auf YouTube, bei denen auch Matrizen erklärt werden. Und der Formeleditor ist mittlerweile auch sehr gut – finde ich zumindest.

Traditionell hört man bei so etwas immer auch LaTeX, gerade im naturwissenschaftlichen Bereich. Das muss auch nicht verkehrt sein, aber es hat eine – wie ich finde – relativ lange Einarbeitungszeit, und selbst dann ist die Fehleranfälligkeit immer noch hoch, zumindest habe ich das schon mal gelesen (das soll sogar durch Studien belegt worden sein).

Ferner braucht es über die Einarbeitungszeit hinaus anscheinend schon relativ lange, bis man sich mit LaTeX wirklich "gut" auskennt: Ein guter Bekannter von mir hat Elektrotechnik studiert und alle seine Studienarbeiten mit LaTeX geschrieben. Und er hat selbst noch bei der Abschlussarbeit auf die Hilfe von erfahreneren Kommilitonen zurückgreifen müssen, die sich mit LaTeX besser auskannten.

Ein weiteres Argument, warum ich nicht unbedingt bei der Abschlussarbeit mit LaTeX anfangen würde, sind die Schwierigkeiten, in die man gerät, wenn man nicht weiß, wie man ein Problem lösen soll. Dann muss man meist viel Zeit aufwenden, um in Foren nach Lösungen zu suchen, wie das hier schon geschrieben wurde. Das ging mir zumindest immer so, wenn ich mal nebenher mit LaTeX gearbeitet habe. Ich glaube, dass dies bei Word oder dessen OpenSource-Alternativen insgesamt schneller geht.

Und ich bin nach wie vor der Auffassung, dass man sich weit besser mit den genannten WYSIWYG-Programmen auskennt, wenn man die gleiche Zeit in die Beschäftigung mit diesen Programmen investiert, die man für die Einarbeitung und die Arbeit mit LaTeX aufwenden muss.

Außerem habe ich ehrlich gesagt bisher noch keine nennenswerte LaTeX-Funktion gesehen, deren Ergebnis man nicht auch in Word hinbekommen hätte, oder man zumindest wirklich gebraucht hätte. Um fair zu bleiben, muss man allerdings sagen, dass es in LaTeX wirklich die ein oder andere Sache gibt, die man mit Word schlicht nicht hinbekommt (mehrspaltige Fußnoten(texte) zum Beispiel, aber wann braucht man die schon mal?).

Ich persönlich habe alle meine Studienarbeiten, auch die Abschlussarbeiten, in Word (in Kombination mit dem Literaturverwaltungsprogramm Citavi) verfasst, und bin damit wunderbar klar gekommen. Ich sollte allerdings hinzufügen, dass es sich dabei ausschließlich um geisteswissenschaftliche Arbeiten gehandelt hat, da waren also keine Formeln drin. Außerdem arbeite ich schon so ewig lange mit Word, dass ich das Programm, seine Funktionen und seine Möglichkeiten wirklich so gut kenne, dass ich nicht mehr auf externe Hilfe angewiesen bin (außer bei der VBA-Programmierung) und auch sehr schnell damit arbeiten kann.

Trotzdem: Am Ende kannst nur du selbst beurteilen, was dir für deine Abschlussarbeit am sinnvollsten erscheint.

Hier gebe ich dir noch ein paar Links zu Büchern zum Thema, die ich alle wirklich gut finde. Man braucht das nicht unbedingt, aber wenn man noch nicht lange mit einem Programm gearbeitet hat, kann so etwas – gerade für die Abschlussarbeit – nicht schaden, und die gibt's meist auch in Unibibliotheken zum Ausleihen:

Für Word

https://www.amazon.de/Wissenschaftliche-Arbeiten-mit-Word-2013/dp/3842101112/ref=sr\_1\_sc\_2?ie=UTF8&qid=1489348151&sr=8-2-spell

https://www.amazon.de/Wissenschaftliche-Arbeiten-schreiben-Word-2010/dp/3827329620/ref=sr\_1\_1?ie=UTF8&qid=1489348273&sr=8-1

Für LaTeX

https://www.amazon.de/Wissenschaftliche-Arbeiten-schreiben-mit-LaTeX/dp/3958452892/ref=sr\_1\_1?ie=UTF8&qid=1489347960&sr=8-1

Gruß, BerchGerch

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Vermutlich am besten LaTeX, eine Variante des Satzsystems TeX, wie im universitären Bereich üblich.

Erfordert etwas Einarbeitungszeit, aber spätestens ab der 10. Matrixformel ist es auch für jemanden, der Word gut kennt, insgesamt schneller als Word, abgesehen vom auf Anhieb professionell aussehenden Ergebnis (für das man bei Word noch mal extra Zeit investieren muss, um es einigermaßen gut aussehen zu lassen).

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LibreOffice hat einen guten Formeleditor, der die Formeln dann als Bild einfügt... falls du dich nicht komplett an was neues wie LaTex gewöhnen willst...

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Nimm Word 2013 oder das neueste. Habe meine BA und MA damit geschrieben. Ingenierwissenschaften, ebenfalls 100te Formeln usw.

Du hast ein Programm. Das funktioniert. Bei LATEX muss man immer überlegen ob das Paket integriert ist und ob es funktioniert. Und wen es nicht funktioniert mühsam in irgendwelchen Foren suchen.

Dann die ganze Einrichtung auf dem PC.

DIe Eingabe von Formeln dauert ewig. Mann muss immer zwei Bildschirme betrachten. Den Code Editor und das fertige Dokument. ....

Habe meine Semesterarbeit in LATEX schreiben dürfen. Einmal und nie wieder.

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Latex ist da quasi Pflicht... Ich empfehle texmaker

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Im Studium natürlich LaTeX.

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