Welches Studium ebnet mir den Weg, Reiseleiterin zu werden?

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2 Antworten

Es gibt unzählige Reiseunternehmen, und auch Agenturen, die Reiseleiter anheuern. Aber alle wollen keine unerfahrenen. Also ist das Hauptproblem, den ERSTEN "Einstiegsjob" zu ergattern. Da gehört dann etwas Glück zu. Persönliche Kontakte sind wichtig und hilfreich. Und etwas Glück. Manchmal wird dringend gesucht, dann wird auch jemand Unerfahrenes angeheuert, in der Hoffnung "Learning by doing" wirds schon regeln. Die meisten Unternehmen machen nur einen theoretischen Einführungs-"Kurs" und dann wird meist nicht wirklich praktisch eingelernt, sondern einfach ins kalte Wasser geschmissen.

Aber bei den Reedereien werden meist keine grossartigen Ansprüche gestellt. Da wird auch noch meist eingearbeitet, da man ja immer im Team arbeitet. Sprachkenntnisse sind natürlich gefragt und hilfreich. 

Ein Studium ist für die meisten Reiseleiter Jobs gar nicht ausschlaggebend, weil es reine Theorie ist. Die Praxis und Erfahrung zählt. Auserdem: ist es angemessen, jahrelang zu studieren, um dann 40 Euro am Tag, bei bis zu 16 Stunden Arbeit zu verdienen?


Studium ist natürlich sogar erforderlich bei den "Wissenschaftlichen Reiseleitern" Und da ist die Bezahlung meist auch recht gut


In Deutschland ist Stadtführer und Reiseleiter ein freier Beruf, d.h. man braucht zu seiner Ausübung keine besondere Ausbildung, Prüfung oder Genehmigung. Das ist in anderen EU-Ländern anders. Freilich sollte man beim zuständigen Amt sein Gewerbe anmelden (Das ist keine "Genehmigung" sondern nur eine einseitige Erklärung, die das Amt zur Kenntnis nimmt, daß man eine gewinnorientierte Tätigkeit auszuüben beabsichtigt.).

Entsprechende Kenntnisse zu haben dürfte wohl erforderlich sein. Die kann man natürlich am besten mit einem entsprechenden Studium nachweisen, etwa Tourismuswirtschaft, Kultur- und Kunstwissenschaft, Geschichte. Reiseveranstalter/Anbieter von Stadtführungen/Fremdenverkehrsämter usw. bieten gewöhnlich eigene Kurse an, an denen man teilgemommen haben muß, um von ihnen eingesetzt werden zu können. Eine solche Ausbildung oder ein Studium ist aber keine Garantie, daß man auch wirklich Aufträge bekommt. Ansonsten kann jeder auch selbst Stadtführungen anbieten - nach meinem Eindruck übersteigt aber z.B. in Berlin das Angebot die Nachfrage, und ist eben Stadtführer, wenn man sein Angebot verkaufen kann.

Drigend gewarnt werden muß vor einer Tätigkeit bei Anbietern, die "Stadtführungen kostenlos" offerieren. Abgesehen davon, daß dies wohl unlauterer Wettbewerb ist: Solche Anbieter sind wenig seriös und suchen ihre "Mitarbeiter" maßlos auszubeuten (siehe http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/4/0,1872,8048100,00.html).

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