Welches Studium als Geschichtenerzähler?

6 Antworten

Zum Geschichtenerzählen braucht es zunächst einmal kein Studium, sondern nur eine gewisse Leidenschaft.

Dein Wunsch nach einem passenden Studium ist natürlich nachvollziehbar. Es gibt Universitäten, die Studiengänge im Kreativen Schreiben/Creative Writing anbieten (bzw. auch sowas wie Scriptwriting), meines Wissens ist das aber im englischsprachigen Raum wesentlich verbreiteter. Zu bedenken ist in jedem Fall, dass solche Studiengänge zwar sicher für passionierte Schreiberlinge sehr interessant und lehrreich sind (und sich ggf. auch als Zweitstudium anbieten), aber nicht notwendigerweise eine Karriere als Autor:in garantieren. Ob mit Fachstudium oder ohne - von der Schreiberei zu leben, das schaffen nur wenige und dazu gehört auch eine Portion Glück.

Demenentsprechend ist es sicher nicht schlecht, ein Studium zu wählen, das auch für andere (evtl. ähnliche) Arbeitsbereiche qualifiziert. Inwiefern ein Abschluss in 'Creative Writing' auch z.B. im Medienbereich oder bei Textagenturen hilft, kann ich nicht beurteilen - da das aber ein eher ausgefalleneres Studium ist, können viele Arbeitgeber womöglich nichts damit anfangen. Ein etwas breiteres Repertoire bietet da sicher Germanistik, wie hier einige schon vorgeschlagen haben, bzw. damit im weitesten Sinne verbundene Studiengänge wie Kommunikations- und Medienwissenschaft oder Theater- und Filmwissenschaft.

Ein Germanistikstudium bildet natürlich nicht spezifisch für kreatives Schreiben aus, wenngleich die Schreibkompetenz im Allgemeinen dadurch sehr gefordert und auch gefördert wird. Inhaltlich beschäftigt man sich in diesem Studium vor allem mit der deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft, in einem größeren Zusammenhang auch mit Kultur, Gesellschaft und allgemeinen geisteswissenschaftlichen Theorien. Für Sprach- und Literaturinteressierte ist das also durchaus vielversprechend. Je nach Universität können mitunter auch Schreibkurse (mit Fokus auf kreatives Schreiben) Teil des Curriculums sein.

Ein Abschluss in Germanistik qualifiziert für unterschiedliche Arbeitsfelder, wie z.B. Journalismus, Kultur- und Medienbetrieb, Verlag und Lektorat, Arbeit in Archiven, Bibliotheken und Museen. Natürlich kann man nach einem Masterabschluss auch eine universitäre Laufbahn in Erwägung ziehen.

Kurz gesagt: Wenn du wirklich studieren möchtest, informiere dich bei Universitäten deiner Wahl über das Studienangebot. Sei dir aber dessen bewusst, dass es nicht "die Ausbildung" für Autor:innen gibt und dass man sich (leider) nicht darauf verlassen kann, das Schreiben eines Tages zum Hauptberuf machen zu können.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Studium Germanistik

Wenn du dich gerade mit Germanistik so gut auskennst, solltest du auch wissen, dass der Doppelpunkt syntaktisch an den Stellen, wo du ihn gesetzt hast, mal überhaupt nichts verloren hat. Das stört nur den Lesefluss.

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Du musst dafür eigentlich gar nichts studieren, außer dich würde Germanistik interessieren, ist aber absolut nicht von Nöten. Ich schreibe auch, habe aber eine Ausbildung zur Elektronikerin für Betriebstechnik gemacht. In der Freizeit kann man sich ja immer noch seinen Hobbies widmen und ich persönlich könnte nichts Kreatives arbeiten, weil mich das auf Dauer einfach zu sehr auslaugen würde.

Geschichten, Romane kann man auch mit Hauptschulabschluss schreiben, meist sind die die besten.

Ich (mit ner Ausbildung nach der 10. als CNC Dreher Fräser Schleifer und diversen anderen Berufen und Jobs) hab mir nie irgendwas vorgenommen. außer zu schreiben was da gerade raus will.

Dafür muss man nicht studieren.

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