welches shakespeare buch für den englisch unterricht ist einfach?

4 Antworten

Also, diese Frage ist mehr als berechtigt. Vorweg: meine Tochter ist Fremdsprachenkorrespondentin. Sie hat in der Oberstufe den „Macbeth“ gelesen und fand ihn relativ einfach. Ich persönlich lese Shakespeare in der kongenialen Übersetzung von A.W. v. Schlegel, z.Z. lese ich „Romeo und Julia“. Die Verssprache, verbunden mit den exquisiten, schwierigen Metaphern, empfinde ich beinah bei jedem Shakespeare-Drama als äußerst schwierig. Oft muss ich beim Lesen von neuem ansetzen, um den Sinn eines Verses zu verstehen. So ist es mir vor allem auch beim „Sommernachtstraum“ ergangen. Im Deutschen, meine ich, ist der „Hamlet“ noch am leichtesten zu verstehen, aber im Englischen? Einmal habe ich den berühmten Monolog auf Englisch gelesen, da ist mir das Gefühl der Leichtigkeit sehr schnell vergangen. – Man weiß ja über Shakespeares Leben herzlich wenig. Ich habe da meine eigene Theorie, und die hängt mit dieser schwierigen Sprache zusammen. Man stelle sich einmal vor, diese (sprachlich) schwierigen Stücke sind im Globe-Theater, wo das einfache Volk sich versammelte, aufgeführt worden. Wer von den einfachen Leuten hat schon diese exquisiten, komplizierten Metaphern verstanden? Die Stücke müssen in vereinfachter Sprache aufgeführt worden sein und waren von ihrem Inhalt her sicher erfolgreich. Aber keiner von den guten Leuten hat erkannt, was für ein unerhörtes Genie dieser Shakespeare war, zumal Theaterstücke damals zur Trivialliteratur zählten. So galt Shakespeare als einer unter vielen und war nach seinem Tod bald vergessen. Man weiß noch nicht einmal richtig, wie er ausgesehen hat.

Es gibt meines Wissens keinerlei Hinweise darauf, daß im Globe Theatre nur "Shakespeare light" aufgeführt wurde, also ein vereinfachter Shakespeare.

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Vom Schwierigkeitsgrad her sind die Dramen Shakespeares sicher alle vergleichbar.

Die Frage ist, was euch gefallen könnte.

Vielleicht würde euch eine Komödie wie "Twelfth Night" (= Was ihr wollt?) besser gefallen als eine Tragödie.

Vorstellen könnte ich mir auch "Romeo and Juliet". Für mich ist das eher eine Komödie mit tragischem Ausgang.

Mir selber gefällt natürlich auch "Hamlet", wahrscheinlich seine beste Tragödie. (Ich selber musste damals "Macbeth" in der Schule lesen.)

Ich mag Julius Caesar - und nun? ;-)

Und: Dass einige Amerikaner Shakespeare nicht verstehen, das würde ich nun nicht unbedingt als Argument gelten lassen... Wie viele Deutsche verstehen Goethe?

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