Welches Recht ist eigentlich anzuwenden, wenn wir ein Auto in Belgien kaufen?

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4 Antworten

Es gilt dann das Recht des Landes, welches man mit dem Verkäufer in dem Kaufvertrag vereinbart hat. Wenn ihr den Wagen von einem Hautohändler kauft, so wird in dessen Vertrag in der Regel eine Klausel enthalten sein, die besagt, dass (in diesem Fall) belgisches Recht angewendet wird. Sollte dies tatsächlich nicht vereinbart worden sein, so gilt nach Art. 28 II EGBGB im Zweifel das Recht des Verkäufers. Das wäre hier wiederum das belgische Recht. Möchtet ihr, dass dem Vertrag deutsches Recht zugrunde liegt, so müsst ihr das in dem Kaufvertrag ausdrücklich vereinbaren.

Garantiearbeiten bei Mängeln am Auto MUSS JEDER deutsche Händler auch ausführen. Allerdings nur wenn das Fahrzeug aus der EU stammt. Bei US Import gibt es in Europa keine Garantie. Solltet Ihr aber den Kaufvertrag wandeln wollen, gilt das Recht des Kauflandes.

In der Regel ist bei Mängeln der Hersteller mit der Garantie gefordert. Und die gilt in Deutschland genau so, als ob das Fahrzeug in Deutschland gekauft wurde.

Bei einem VW würde die Garantie über VW Wolfsburg abgewickelt. Bei einem Toyata über die Niederlassung in Köln.

Vor einigen Jahren war das noch ganz anders und solche RE-Importe unterlagen nicht der Garantie. Das ist mittlerweile aber Dank der EU im Sinne des Verbrauchers geregelt worden.

In Belgien gilt belgisches Recht.

Da in Belgien - ebenso, wie in Deutschland - die Mängelhaftung einer EU-Richtlinie angepasst wurde, dürfte das keine Probleme bringen.

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