Welches Recht hat der Mensch eigentlich, über die natürlichen Bedürfnisse wie den Sexualtrieb anderer Spezies zu bestimmen?

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10 Antworten

Hallo warehouse14,

im Grunde hat der Mensch nicht das recht, bzw. nur ein eingeschränktes. Eingeschränkt deshalb, weil es der Lauf der Natur ist Töten um zu essen und zu verteidigen und wenn es das eigene Territorium ist.

Das Problem ist das wir den Planeten bereits so hinuntergewirtschaftet haben und uns ausgebreitet haben, das der normale Jäger-Beute Zyklus nicht mehr Funktioniert und Tiere sich unkontrolliert vermehren oder Tiere eingeschleppt werden. Durch solche dinge werden wieder Maßnahmen von Menschen nötig.

Ich würde mir nicht ohne weiteres vorschreiben lassen ob oder wie ich mich Fortpflanze, wie viele andere sicher auch.

Warum glaubt die Menschheit, sich überall einmischen zu dürfen? Haben Tiere überhaupt noch eine Chance, sich soweit zu entwickeln wie wir Menschen es schon getan haben?

Arroganz? Religion? "Machet euch die Tiere Untertan", soll es angeblich in der Bibel heißen, doch das es eine falsch Übersetzung ist sagt niemand. Menschen wird es nicht anders beigebracht. Es ist wie mit Piloten, Ärzte und anderen "Eliten" ihnen wird eigetrichtert sie sind was besseres und halten sich auch dafür.

Ob sie selbst sich so weit entwickeln könnten ist schwer zu sagen, zumal selbst beim verschwinden der Menschen mit samt ihren kram die Zeit Knapp wird, denn in etwa 1 Milliarde Jahre soll der Sterbezyklus der Sonne beginnen und somit erhöhte Aktivität, was für die Erde mehr wärme bedeutet. Wenn man bedenkt das die Menschen 5 Milliarden Jahre gebraucht haben, oder 65 Millionen, je nach Ausgangspunkt, kann es knapp werden. Unmöglich ist es nicht und währe schon interessant zu wissen wie sie aussehen würden. Doch da unsere Errungenschaften bleiben würden, auch die Giftigen und die Strahlenden, hätten sie ein schweres und Tödliches Erbe.

Ich denke mal der Mensch wird das letzte und womöglich das einzige sein, was die Erde in ihrer Zeit hervorbringen wird, auch durch unser zutun.

Gruß Plüsch Tiger

Hallo, 

ich kann dir da leider nicht ganz zustimmen und finde ihr macht euch das etwas zu einfach indem ihr euch hinstellt und behauptet, dass Kastration Tierquälerei ist. 

Bei einzelnen Tierarten gibt es keine andere Möglichkeiten. Bei Frettchen die Fähe würde dauerranzig werden und könnte an einer Hormonvergiftung sterben. Bei Katzen das Selbe, nur das sie dauerrollig werden. Männliche Kaninchen haben einen unheimlichen sexuellen Trieb. Können sie diesen nicht befriedigen, dann stehen sie unter enormen Stress. Durch Stress werden sie krank. Jeden Rammler den ich bis jetzt aufgenommen habe war nach der Kastration total entspannt und ich bin überzeugt, dass sie froh waren von dem Druck erlöst zu sein. 

Natürlich darf man nicht vergessen, dass man Tieren Organe entfernt und sollte niemals aus Bequemlichkeit o.Ä handeln. Aber bei manchen Tieren ist es umgekehrt eben Tierquälerei - wenn du sie nicht kastrieren lässt. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Kommentar von warehouse14
22.06.2016, 20:27

Aber in der freien Natur können diese Tiere doch auch überleben, ohne an ihrem Sexualtrieb draufzugehen, falls das nicht zu dem Prozedere dazugehört wie bei Gottesanbeterinnen oder Spinnen, die ihren Partner noch während des Aktes auffressen.

Artgerechte Haltung beinhaltet doch mehr als nur das richtige Futter geben.

Man sollte dann eben keine Tiere als Haustiere halten, bei denen es solche Folgen hätte wie unzählige Babys oder Hormonvergiftungen.

Jede Spezies hat doch ihren eigenen Regulationsmechanismus was Überbevölkerung angeht, oder nicht?

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Kommentar von PlueschTiger
23.06.2016, 20:18

Deine Argumente sind zwar aus deiner Sichtweise nicht verkehrt, doch das was du erwähnst sind alles Probleme die wir erst geschaffen haben. Der Mensch ist es, der die Nahrungskette derart zerstört hat das Tiere sich ungehindert vermehren können

Leider ist das was du erwähnst auch nur im Zusammenhang mit Tieren welche in Gefangenschaft gehalten werden. Da der Mensch nicht bereit ist sich mit den Artspezifischen verhalten der Tiere die er Hält zu beschäftigen ist es klar das es zu solchen Problemen kommt. Zudem solltest du dir vor Augen halten unter welchen teils grausamen umständen Tiere gezüchtet werden.

Die dinge die du bei Tieren als Hilfe siehst, sind alles Probleme welche erst durch uns entstanden sind.

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Bei den herkömmlichen Haustieren gibt es unendliche Überpopulationen. ZB bei Katzen. Die "vermehren" sich weil es auch immer mehr Menschen gibt die Katzen haben wollen und diese vermehren... Die vermehren sich immer weiter, weil sie keine natürlichen Feinde haben und Zuhause genug Fresschen bekommen.. Außerdem übertragen sie teilweise Krankheiten (auch Tiere können Geschlechtskrankheiten haben). Wer Tiere gewollt züchtet muss es auch irgendwie wieder eingrenzen können..

Kommentar von warehouse14
22.06.2016, 20:14

Diese "überzähligen" Katzen würden in freier Wildbahn aber von größeren Raubtieren gefressen werden. Also könnte man das "Problem" ja auch einfach die Natur regeln lassen. ;)

Abgesehen davon, daß ich der Meinung bin, Katzen würden sich selbst nicht unkontrolliert fortpflanzen. Sie sind Rudeltiere.

Daß Hauskatzen sich "ständig" begatten lassen liegt meiner Ansicht nach eher daran, daß sie quasi ein Leben haben, welches ihnen zeigt, sie wären die letzten ihrer Art (Einzelhaltung...). o.O

Kein Wunder also, daß sie mit aller Macht versuchen, ihre Spezies zu erhalten, oder?

warehouse14

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Weißt du, ich sehe dass so: Tiere sind viel intelligenter als Menschen und können die Energien der Natur nutzen, was wir Menschen nur beschränkt oder gar nicht mehr können. Menschen haben sich nicht weiter entwickelt, sondern zurück entwickelt.

Menschen wollen Macht, wir sind eben solche gefräßigen Wesen. Und Menschen sind bereit, dafür alles zu opfern und treten die ganze Natur mit Füßen oder auch anders gesagt, sägen den Ast ab, auf dem sie sitzen. Es ist ihnen egal, was dabei herauskommt, solange es nicht zur Gefahr für die Menschheit selber kommt.

Aber du kannst deinen Teil dazu beitragen, dass es nicht so weiter geht. Und du kannst versuchen die Natur zu verstehen, um das, was in deinen Augen nicht richtig ist zu verbessern. 

Also erst mal, Hunde und Katzen werden sich mit Sicherheit nicht zu nem Menschen entwickeln.

Wenn Du der Meinung bist, dass wir Menschen über den Sexualtrieb bestimmen, dann solltest Du mal über das folgende nachdenken:

Eine Katze wird normalerweise 2-3 x pro Jahr rollig und damit kann sie auch Babies bekommen, meist so zwischen 2 bis 6 Babies pro Wurf, manchmal auch mehr oder auch nur 1 Baby. Diese Babies können bereits im zarten Alter von 4 Monaten schon wieder geschlechtsreif sein und selbst schon wieder Babies in die Welt setzen.

Angenommen, Katzen würden nicht kastriert werden, so kann eine einzige Katze, zusammen mit ihrem Nachwuchs bis zu 200 Babies pro Jahr erzeugen. OK, wohin mit all den Katzen? Würdest Du sie wollen?

Dazu kommt noch das Problem der Inzucht, denn einem Kater ist es egal, ob er Mutter, Grossmutter oder Schwester besteigt, Hauptsache ist es, seine Gene zu verbreiten und das mit möglichst vielen Katzen.

Natürlich können dabei auch ansteckende Krankheiten, wie Katzenseuche oder Katzenaids verbreitet werden und das sind tödliche Krankheiten. Bist Du der Meinung, das sei die natürliche Auslese, dann hast Du noch nie eine Katze gesehen, die Katzenaids im Endstadium hat. Das Leiden ist schrecklich, denn eine solche Katze kann noch nicht mal Wasser trinken, ohne aus dem Maul zu bluten, abgesehen davon, dass Fressen schon vorher nicht mehr geht und eine solche Katze bis auf die Knochen abmagert.

Katzenmütter kennen keine Liebe, sondern sie verstösst ihre Babies, sobald sie geschlechtsreif sind, denn Mädels sind Konkurrenz für die Mutter und die Jungens könnten sie besteigen, siehe Inzucht und die damit verbundenen gesundheitlichen Probleme.

Zu einer artgerechten Haltung und Tierschutz gehört nicht nur, dass unsere Haustiere zu fressen, zu trinken bekommen, sondern auch die tierärztlche Betreuung und vor allem natürlich die Kastration für Freigänger, egal, ob Mädel oder Junge.

Solange der Halter für seine Haustiere zu 100% verantwortlich ist, muss er auch alles tun dürfe, damit er dieser Verantwortung auch nachkommen kann. Das kann auch Kastration bedeuteten. Ausnahme: Tierquälerei. 

Das Problem liegt woanders. Tiere sind im Deutschen Recht Gegenstände. Und die kann man dann auch entsprechend "tunen". Das ein Tier eben kein Gegenstand ist, wird hier nicht berücksichtigt. 

Dir Frage wäre dann, wie man ein Tier dann zu Verantwortung ziehen kann. Nichtsdestoweniger, wäre das ein Paragraph der geändert werden muss, denn Tiere sind denkende und fühlende Wesen und keine Gegenstände. 

Wenn es eine Spezies auf der Erde gäbe, die sich entwicklungsmäßig zu uns so verhält wie wir zu Tieren, würden wir mit Sicherheit von dieser Spezies alle kastriert (mit Ausnahme einer kleinen Zuchtauswahl).

Wenn ich mir die Verhaltensweisen der unterschiedlichen Meschen in unterschiedlichen Orten ansehe, wüsste ich auch genau wo die Kastrationen begonnen würden.

Tiere hatten nie eine Chance sich so zu entwickeln wie wir das getan haben, wir haben dieses Gebiet für uns beansprucht und daher sind wir hier.

Wir Menschen hatten auch nie die Möglichkeit uns so zu entwickeln wie es Tiere getan haben. Sprich wir hatten nicht die Möglichkeit Ultraschallwellen zur Ortung zu nutzen, wir hatten auch nicht die Möglichkeit giftige Sekrete zu entwickeln oder unsere Sicht im Dunkeln weiterzuentwickeln.

Diese Spezialgebiete waren bereits alle besetzt und es wäre für und nicht sinnvoll gewesen uns in diese Richtungen zu entwickeln. Genauso wie es für Fledermäuse, Pfeilgiftfrösche oder Eulen nicht sinnvoll ist eine Gehirnleistung wie die unsere zu entwickeln.

Die Natur folgt einem ganz einfachen Prinzip: Maximale Leistung bei minimalem Aufwand.

Um das zu erreichen muss der Kompromiss geschlossen werden andere Bereiche zu vernachlässigen. Ein Gehirn wie das unsere UND Sonarerfassung des Raums wären einfach nicht energieeffizient genug. Unser Körper könnte nicht beides auf einmal ausreichend mit Energie versorgen.

Wir Menschen mischen uns in das Leben anderer Tiere ein, weil das unsere Natur ist. Als Omnivoren und Jäger sind wir darauf angewiesen das Leben anderer Lebewesen zu beenden um unseres zu erhalten.

Aus diesem einfachen Umstand heraus kommt auch unser "Recht" uns in das Leben anderer einzumischen.

Wobei "Recht" hier das falsche Wort ist. Wem sind wir denn Rechenschaft schuldig? Eine Kastration hat weitaus weniger Schmerzen zur Folge als der Tod durch einen Fressfeind, einer Krankheit oder einem Parasiten.

Und muss sich ein Fuchs rechtfertigen dass er Mäuse frisst? Muss sich ein Parasitoid oder Virus dafür rechtfertigen den Wirt umzubringen?

Von allem was einem Tier widerfahren kann, sind wir Menschen noch das geringste Übel.

Kommentar von warehouse14
22.06.2016, 20:20

Du würdest Dich also kastrieren lassen, weil irgendeine andere Spezies meint, das wäre weniger schmerzhaft als gefressen zu werden oder 'ne (heilbare?) Krankheit zu haben? o.O

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Es gibt so viele Sachen die die Menschenheiter besser nicht tun würde:(

Ich finde es auch nicht oke für ein anderes Lebewesen so eine wichtige Entscheidungen zu treffen, aber Menschen streben nun mal nach Macht (die Macht über andere Dinge zu entscheiden zb.ob ein Tier sich Fortpflanzen darf oder nicht) und das wird sich net so schnell endern.

Ich denke, der Mensch hat kein Recht dazu, einen derartig tiefen Eingriff in das Leben eines anderen Individuums und die Entwicklung einer anderen Spezies zu machen. Denn eine höhere Intelligenz, beziehungsweise ein weiterer Entwicklungsstand sind meiner Meinung nach kein Grund vor solche Taten. 

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