Welches Problem entsteht der Gesellschaft aus sozialpsychologischer Sicht durch unterschiedliche sexuelle Orientierung?

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6 Antworten

Ethische Urteilsbildung zum Thema "Toleranz gegenüber Homosexualität"

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen
2.1 Toleranz
2.2 Homosexualität
2.3 Ethische Urteilsbildung

3 Öffentliche Aussagen zum Thema „Homosexualität“
3.1 Religion
3.2 Wissenschaft
3.3 Politik

4 Eigene Ethische Urteilsbildung

5 Literaturverzeichnis
5.1 Primärliteratur
5.2 Sekundärliteratur

1 Einleitung

Homosexualität scheint, trotz aufklärerischen Gedankens und einer oft betonten „toleranten Gesellschaft“, immer noch ein Tabuthema zu sein. Gerade in Deutschland, wo verschiedene Kulturen und Religionen aufeinander treffen, sind unterschiedliche Auffassungen zu finden. 

Mehrere Statistiken zeigen, dass die Toleranz gegenüber der Homosexualität in Deutschland zwar stetig steigt, jedoch in einigen Teilen der Erde homosexuelle Menschen oft noch mit dem Tod bestraft werden. Ist Homosexualität eine Krankheit oder nur eine Neigung, die sich von der Heterosexuellen unterscheidet?

Dieses Essay wird sich mit diesem Thema auseinandersetzen und verschiedene Meinungen benennen, die sich für oder gegen eine Toleranz gegenüber Homosexualität äußern. Hierzu werden Beispiele aus den Bereichen der Religion, der Wissenschaft und der Politik aufgelistet, die veranschaulichen sollen, wie stark sich die Meinungen bezüglich dieses Themas unterscheiden. 

Im Teilbereich der Religion finden sich Positionen aus dem Islam und der katholischen sowie evangelischen Kirche wider. Die Genforschung wird im Fokus der Wissenschaft beschrieben und der Bereich der Politik wird mit Auffassungen aus dem Iran und den heutigen Rechten der Homosexuellen in Deutschland untergliedert.

Im zweiten Kapitel werden zunächst Definitionen zu „Toleranz“, „Homosexualität“ und „Ethische Urteilsbildung“ gegeben, um im anschließenden dritten Kapitel die Sichtweisen aus den oben genannten verschiedenen Bereichen zu betrachten und zu verstehen. 

Abgeschlossen wird das Essay mit einer eigenen ethischen Urteilsbildung, die sich mit den genannten Positionen aus Religion, Wissenschaft und Politik auseinandersetzt und eigene Aspekte und Gedanken festhält.

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Einleitung: Diskriminierung als gesellschaftliches Phänomen

Zusammenfassung

Was unter Diskriminierung zu verstehen ist, scheint keiner weiteren Erläuterung zu bedürfen: Als Diskriminierungen gelten gewöhnlich Äußerungen und Handlungen, die sich in herabsetzender oder benachteiligender Absicht gegen Angehörige bestimmter sozialer Gruppen richten. 

Auch kann ein breiter Konsens darüber angenommen werden, dass Diskriminierungen im Sinne von Benachteiligungen und Bevorzugungen, die nicht auf Unterschieden der individuellen Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft beruhen, abzulehnen und zu überwinden sind. Denn sie widersprechen grundlegenden Gleichheits- und Gerechtigkeitsnormen, die im Selbstverständnis moderner Gesellschaften verankert sind.

Entsprechend kommt eine im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführte Umfrage zu dem Ergebnis, dass eine „andere (und zwar benachteiligende oder schlechtere) Behandlung von Menschen auf Grund der Rasse oder der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters und der sexuellen Ausrichtung“ (Marsh/Sahin-Dikmen 2003: 5) in allen Ländern der EU von einer deutlichen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wird.

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Die Möglichkeiten gesellschaftlicher Veränderungen durch Sexualpädagogik

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Wertkonflikte als Statuspolitik oder als ‚Politik der Lebensführung‘

Topics
Political Theory
Political Philosophy
Ethics
Sociological Theory

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Handbuch der Kulturwissenschaften

pp 474-488

Politik zwischen Differenz und Anerkennung: Multikulturalismus und das Problem der Menschenrechte

Shingo Shimada

Zusammenfassung

Das Verhältnis von Menschenrechten und »Kultur« wird erst seit kurzem thematisiert. Die Vorstellung, dass die Menschenrechte im Zusammenhang unterschiedlicher kultureller Differenzen gedacht werden müssten, konnte so lange nicht aufkommen, wie ein bestimmtes Wertesystem als universell und kulturunabhängig angenommen wurde. 

Offensichtlich hat sich dies geändert, so dass die Relevanz der Menschenrechte angesichts der kulturellen Differenzen ein ernstzunehmendes, aktuelles Problem geworden ist. Daher hat sich die Diskussion um die Menschenrechte mittlerweile stark »interkulturalisiert«,1 und der Ausdruck »Multikulturalismus« verweist auf die innergesellschaftlichen Wandlungsprozesse, in denen der Aspekt der »Kultur« wiederum eine entscheidende Rolle spielt. 

Dennoch scheinen die sich zum Teil überschneidenden und sich gegenseitig beeinflussenden englisch- und deutschsprachigen Diskurse zu diesen Themen zwei eurozentrische Diskurse zu sein.

Homosexualität - (Homosexualität, Heterosexualität) Diskriminierung - (Homosexualität, Heterosexualität) Sexualität - (Homosexualität, Heterosexualität) Wertekonflikte - (Homosexualität, Heterosexualität) Kulturwissenschaft - (Homosexualität, Heterosexualität)
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Wurzelstock 27.11.2016, 08:14

Vielen Dank, Myosotis! Die vorgezeigten Werke scheinen einen soziologischen Schwerpunkt zu haben. Mich interessiert allerdings in erster Linie die psychologische Seite. Lediglich von dem Titel "Diskriminierung" verspreche ich mir da was, weil er im Untertitel  "Grundlagen" erwähnt. Zumindest werde ich damit anfangen  :-)

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Myosotis16 27.11.2016, 09:05
@Wurzelstock

Homosexualität: Daten und wissenschaftliche Studien – kurze Hinweise

In dieser Rubrik sind relevante Daten und Studienhinweise zu aktuellen Themen in den Bereichen Homosexualität/Bisexualität zusammengetragen:

Angaben zur Häufigkeit: SelbstidentitätHomosexualität und medizinische ErkrankungenHomosexualität und psychische ErkrankungenHomosexualität und sexueller MissbrauchHomosexualität und PromiskuitätHomosexualität und Jugendliche

Angaben zur Häufigkeit: Selbstidentität

Bei diesen Daten ist zu berücksichtigen: Nicht nur die sexuelle Orientierung und das sexuelle Verhalten können sich im Lauf eines Lebens spontan verändern, auch die Einschätzung der eigenen Identität wechselt nicht selten im Lauf eines Lebens.1

1. Eine repräsentative Untersuchung der University of Chicago (1994) ergab:

2,8 Prozent der Männer und 1,4 Prozent der Frauen bezeichneten sich in ihrer Selbstidentität als homosexuell oder bisexuell.2

2. Eine repräsentative Studie (2011) des amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention kommt zu dem Schluss:

Was die Selbstidentität angeht, bezeichneten sich

bei den Männern zwischen 18 und 44 Jahren 1,7 Prozent als schwul und 1,1 Prozent als bisexuell.

bei den Frauen zwischen 18 und 44 Jahren 1,1 Prozent als lesbisch und 3,5 Prozent als bisexuell.3

Fußnoten

1 Siehe dazu ausführlich: Laumann, E.O. et al., The Social Organisation of Sexuality, Chicago 1994, S. 283-320. Ein anderes Beispiel: Die lesbisch lebende Forscherin Lisa Diamond stellte in einer Langzeituntersuchung fest, dass 50 % der jungen Frauen, die eine nicht-heterosexuelle Identität angenommen hatten, innerhalb von 2 Jahren mehr als einmal ihr „Identitäts-Label“ änderten. Diamond, L.M., Sexual identity, attractions, and behavior among young sexual-minority women over a two-year period. In: Developmental Psychology, 26, 241-250, 2000.

2 Laumann, E.O. er al., ebd.

3  Zugriff 07.01.2015

Homosexualität und medizinische Erkrankungen

Hier finden Sie ausführliche Informationen zu:
Homosexualität und HIV / AIDS »

1. Robert Koch Institut (RKI), Berlin 7.12.20151: „Weiterer starker Anstieg der Syphilis bei MSM im Jahr 2014“ (MSM: Männer, die Sex mit Männern haben)

Syphilis ist der Name für eine bakterielle Erkrankung, die vor allem durch sexuelle Kontakte übertragen wird; sie kann auch über Blut und intrauterin übertragen werden. In Deutschland sind fast ausschließlich Männer, insbesondere MSM, von Syphilis betroffen. Der Frauenanteil lag 2014 nur bei 6,3%.

Seit 2010 steigt die Zahl der jährlich gemeldeten Syphilis-Fälle in Deutschland kontinuierlich an, im Jahr 2014 noch stärker als in den Vorjahren, und zwar fast ausschließlich bei MSM. Bei den Frauen ging 2014 der sowieso schon geringe Anteil noch leicht zurück.

Homosexualität und psychische Erkrankungen

1. Eine neuseeländische, repräsentative Longitudinal-Studie (1999), die über 21 Jahre lief, untersuchte die psychische Gesundheit von über 1000 Jugendlichen im Alter von 14-21 Jahren. Es wurde dabei festgestellt, dass die homosexuell orientierten Jugendlichen deutlich häufiger an schweren Depressionen, Angstneurosen, Nikotinabhängigkeit, anderen Süchten sowie verschiedenen anderen psychischen Erkrankungen litten als die heterosexuell orientierten Jugendlichen.
Auch Selbstmordversuche waren in der Gruppe der homosexuell orientierten Jugendlichen deutlich häufiger.1

2. In einer 1999 veröffentlichten Studie aus den USA wurden erwachsene männliche Zwillinge, von denen einer homosexuell, der andere heterosexuell lebte, untersucht. Die Studie kam zu dem Ergebnis: Die homosexuell lebenden Männer wiesen eine deutlich höhere Rate an Selbstmordversuchen auf als die heterosexuell lebenden Männer.2

3. Der international durch seine Forschungen über Homosexualität bekannt gewordene Wissenschaftler Michael Bailey kommentierte die beiden unter 1. und 2. genannten Studien: „Diese Studien enthalten wohl die besten bisher veröffentlichten Daten über den Zusammenhang zwischen Homosexualität und psychischen Erkrankungen und beide kommen zu demselben unschönen Schluss: Homosexuell Lebende haben ein substantiell höheres Risiko, an bestimmten emotionalen Problemen, unter anderem Selbstmordneigung, schwere Depressionen und Angstneurosen zu erkranken.“ Bailey warnt davor, für diese emotionalen Probleme einfach eine negative Einstellung der Gesellschaft gegenüber homosexuellen Lebensstilen verantwortlich zu machen.3

4. Essstörungen sind deutlich häufiger bei homosexuell lebenden Männern als bei heterosexuell lebenden Männern.4

Fußnoten

1 Fergusson, D.M.:Is sexual orientation related to mental health problems and suicidality in young people?, Arch. Gen. Psychiatry, vol. 56, Oct. 1999, S. 876-80.

2 Herrel, R., Sexual orientation and suicidality Arch. Gen. Psychiatry, 56, Oct. 1999, S. 867-74.

3 Bailey, J.M.: Homosexuality and mental illness. Arch. Gen. Psychiatry, 56, Oct.1999, S. 883-884.

4 Carlat, DJ, Camargo CA Jr., Review of bulimia nervosa in males. American Journal of Psychiatry, 1991, 148, S. 831-843.

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Garlond 27.11.2016, 09:37
@Myosotis16

Das mit den psychischen Problemen würde mich jetzt auch mal interessieren. So wie es da steht soll die Homosexualität der Auslöser sein.
Nur das man die Studie wahrscheinlich mit dem gleichen Ergebniss erhält, wenn man die psychische Gesundheit von Mobbing-Opfern untersucht.

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Wurzelstock 27.11.2016, 09:58
@Garlond

Garlond, wo steht denn, dass Homosexualität der Auslöser für die psychischen Probleme sein soll? Solche Studien geben nur Zusammenhänge wieder - keine Kausalitäten!

Genau davor warnt Bailey in der zitierten Quelle, wenn er es auch explizit auf den Umkehrschluss bezieht.

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Garlond 27.11.2016, 14:38
@Wurzelstock

Nun ja, es steckt unterschwelig in diesem Satz:

Es wurde dabei festgestellt, dass die homosexuell orientierten
Jugendlichen deutlich häufiger an schweren Depressionen, Angstneurosen, Nikotinabhängigkeit, anderen Süchten sowie verschiedenen anderen psychischen Erkrankungen litten als die heterosexuell orientierten Jugendlichen.

Und genau die Warnung bekräftigt diesen Eindruck ja noch;

Bailey warnt davor, für diese emotionalen Probleme einfach eine negative Einstellung der Gesellschaft gegenüber homosexuellen Lebensstilen verantwortlich zu machen.

Die Warnung bezieht sich ja darauf, dass die psychischen Probleme nicht das Produkt der gesellschaftlichen Akzeptanz sein sollen, was wiederum dafür spricht, dass die Homosexualität als Auslöser gesehen werden soll.

Ich kenne die Studien ja nicht genau, und habe keins der Bücher gelesen, ich bin auch skeptisch was die Legitimation solcher Studien betrifft, aber ich bezweifle, dass die Homosexualität der Grund für psychische Probleme sind. Sondern eben genau jener gesellschaftliche Umgang mit der Homosexualität.

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Wurzelstock 27.11.2016, 19:01
@Garlond

Ich kenne diese Studien auch nicht, aber ich kann mit Statistiken umgehen. Pardon, Garlond - Du kannst es nicht.

Ich sehe den Grund weder in der Homo- noch Heterosexualität. Es gibt noch andere, viel plausiblere Ursachen. Darüber müsste es ebenfalls Statistiken geben. Vielleicht findet sie Myosotis noch.

Doch auch die können keine Aussagen über Kausalität machen, sondern nur über Zusammenhänge. Kausalitäten können nur durch Experimente ermittelt werden. Nicht durch Statistiken.

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Garlond 27.11.2016, 20:11
@Wurzelstock

Siehst du, du kannst mit Statistiken umgehen und ich nicht, trotzdem kommen wir zum selben Ergebniss.

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Wurzelstock 28.11.2016, 02:21
@Garlond

Ganz und gar nicht. Zu einem Ergebnis kommst nur Du - ich nicht.

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Garlond 28.11.2016, 06:29
@Wurzelstock

Warum schreibst du dann; Ich sehe den Grund weder in der Homo- noch Heterosexualität? Das ist genau das was ich auch gesagt habe; ich bezweifle, dass die Homosexualität der Grund für psychische Probleme "ist".

Was die Ursachen letztlich sind wissen wir beide nicht, ich würde es halt eher im Umgang der Homosexualität durch die Gesellschaft suchen als in der sexuellen Orientierung ansich. Dass das kein Ergebniss sein kann, setze ich als gegeben voraus.
Aber wie gesagt, ich würde auch erst mal nach dem Nutzen solcher Studien fragen, denn genau das, was ich oben aufgegriffen habe wird sicher gerne von Gegnern der Homosexualität ins Feld geführt.
Wenn wir eine gesellschaftliche Akzeptanz, dass andere Formen der Sexualität, neben der als aktuell als normal empfundenenen, erreichen würden, denke ich sehr, dass auch, die von dir angesprochene gegenseitige Wahrnehmung sich ändern würde. Ich bin nämlich davon überzeugt, dass die Wahrnehmung auch von unserer Umwelt beeinflusst ist.
Wie eine gesellschafliche Trennung hier helfen sollte oder auch nur umgesetzt werden könnte, kann ich mir dagegen überhaupt gar nicht vorstellen, ich bin mir ziemlich sicher, dass das der falsche Weg wäre.

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Wurzelstock 28.11.2016, 07:29
@Garlond

Die Homosexualität wird in unserer Gesellschaft akzeptiert. Den Politikern, die sich geoutet haben, hat es kein bisschen geschadet. Auch im privaten Bereich wird Homosexualität akzeptiert. Selbst zu den Zeiten, als homosexuelle Aktivität noch strafbar war, wurden solche Menschen in ihrem unmittelbaren Umfeld akzeptiert. Das ging ja letztlich nicht anders.

Die fehlende Akzeptanz ist mittlerweile ein Klischee, das von intern einflussreichen Homosexuellen künstlich hochgehalten wird. Fällt dieses Klischee, dann verlieren sie ihre Macht.

Dabei sind aber auch übertriebene Sympathie- und Verständnisbekundungen von Heterosexuellen ein Indikator für tiefer liegende Ursachen. Die werden von beiden Seiten aus unterschiedlichen Motiven verbissen bestritten. Dabei erweisen sich die Homosexuellenkreise genau so mit Vorurteilen behaftet, wie die unverbesserlichen Schwulenhasser.

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hallo Wurzelstock, es ist ja alles schön und gut, daß du hier deine Statisken aufführst, is ja auch interessant...aber nur auch...; würden andere die gleichen Statistiken erstellen, kämen die wiederum zu einm anderen Ergebnis; daher halte ich nicht so viel von Statistiken, die von Menschen erstellt sind, die u.U. einseitig oder sogar voreingenommen, bzw. beeinflußt sind; (wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch), ich mag das PRO & KONTRA, auch bei solchen Statitiken; ich bezeichne mich nicht als Kenner der Materie, aber eins weiß ich aus vielen Ansichten von jugendlichen Homosexuellen u.a., daß die Suizid-Rate dort viel höher ist, als bei Heterosexuellen;

...der Hauptgrund (m.E.), ist eine falsche Erziehung, der fundmentalistische Glaube; der strenge Glaube überhaupt; ja kapieren denn diese Kirchenoberen nicht, was in diesen jungen Menschen, die homosexuell, u.a., sind, vorgeht ?...ich habe mal die Steigerung der Homophoben Kirchen/Gläubigen genannt, wobei die Zeugen Jehovas bei den Christen ganz oben stehen; nur der Islam ist noch schlimmer: er hat ja sogar noch z.T. in manchen Hinterwäldler-Ländern, wie Saudi Arabien, u.a., die Todesstrafe für Homosexuelle, für homosexuell Liebende (diese Unmenschen wissen gar nicht, was das ist);

liebe Grüße zum Sonntag aus Köln

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Wurzelstock 11.06.2017, 10:42

Hallo Don!
Du hast dich da etwas vertan, denn von mir wurden keine Statistiken aufgeführt. Die kamen von Myosotis.

Deine Einstellung zur Statistik als solche mag für dich sinnvoll sein. Für mich ist sie untauglich, denn ich habe gelernt mit Statistiken umzugehen. Das heißt, dass ich im Prinzip erkennen könnte, wann eine Statistik nicht korrekt erstellt wurde, oder zwar korrekt erstellt, aber falsch ausgewertet wurde; oder sogar absichtlich gefälscht wurde.

Deine Feststellungen und Vorwürfe an Religionsgemeinschaften sind richtig, ich sehe es auch so. Doch darauf hast Du als Betroffener wenig Einfluss. Deine Möglichkeiten, eure gesellschaftliche Situation zu verbessern, liegt in den eigenen Reihen. So, wie der heterosexuelle Teil der Gesellschaft sich ebenfalls an die eigene Nase fassen muss. Alles andere führt zu zerstörerischen Konfrontationen.

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don2016 11.06.2017, 12:52
@Wurzelstock

hallo Wurzelstock,...sorry, da war ich wohl was zu schnell, mit dem Anschreiben des Namens;

...so, wie du es über Statistiken schilderst, sehe ich das auch, aber als Laie; ich könnte nicht so einfach unterscheiden, was Gut oder Böse ist :-)); es ist gut so, daß es Menschen gibt - wie du - die sich damit auseinandersetzen;

...es ist völlig klar, daß wir da kaum Einfluß haben; man kann lediglich im kleinen Rahmen einiges bewerkstelligen; ich haue auf die Pauke, wenn ich dieses primitive- homophobe- ungläubige- religiöse-"GEPREDIGTE"  aus der Zeit vor 2.000 Jahren oder mehr höre oder lese, das dollste habe ich erfahren über einen Pfingstler-Pastor...die reden ja auch in Zungensprache...welch ein Wahnsinn; das versteht keine Sau, manche jüngere fundamentalistische Gläubige lernen das wohl auch noch...;

...als ob diese "Steinzeitler" was zu verbergen hätten...: so ähnlich drückte sich auch mein Liebling aus, den mir diese "Freikirchler", diese es waren auch Baptisten und wie geasgt, ein Pfingstler-Pastor dabei; die nach 4 Jahren inniger homosexueller Liebe, mir meinen Liebling durch ihren Glauben nahmen; es war menschenunmöglich; mein Freund sagte zu mir nach dieser "Gehirnwäsche" durch diese Extrem-Gläubigen: er mußte sich nach den Gebeten, der Beichten ...entscheiden, du: Heini oder Gott;

...ich fiel aus allen Wolken; das haben diese irren Gläubigen geschafffen, mir meinen über alles geliebten Freund zu nehmen; die family - ALLE - Eltern und alle Geschwister haben uns beide akzeptiert; ich schlief anfangs auch öfter mit meinem Liebling, bei seinen Eltern zusammen, in seinem Bett; auf einmal war unsere Liebe nach 4 Jahren: SÜNDE...da fehlen alle Worte...

..sorry, für den längeren Text, der hier nur am Rande von mir erwähnt werden sollte, Grüße zum Sonntag nochmal aus Köln

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Wurzelstock 11.06.2017, 15:00
@don2016

Don, eine verlorene Liebe ist immer eine Tragödie. Manche kommen ihr ganzes Leben lang nicht darüber hinweg, und manche bringen sich sogar um.
Doch sei etwas kritischer bei der Schuldzuweisung. Das plötzlich erwachte Gewissen und die frisch entdeckte Frömmigkeit sind allzu oft ein Vorwand, wenn einer der Partner nicht mehr will. Er kann dann auf diese Art sein Gesicht wahren. Solches Verhalten gibt es nicht nur in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften.

In solchen Fällen leuchtet kein Licht, in problematischen Partnerschaften erst recht nicht. Wenn ein Trauernder überhaupt Hilfe finden kann, dann bei einem Pfarrer. Ich finde es daher nicht gut, eine Glaubensgemeinschaft wegen ihrer Lehre anzugreifen. Zumindest in den Großkirchen kennen die Seelsorger die Probleme und versuchen oft Hilfe zu leisten, so gut es geht. Besonders dann, wenn sie selbst homosexuell sind. Das wird in deinen Kreisen gerne abgestritten. Ich meine, dass dies zwar nicht das Trommelfell für deine Paukenschläge sein könnte, aber die Stelle, wo Du ein bisschen zur Besonnenheit und Objektivität raten könntest :-)

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don2016 11.06.2017, 15:05
@Wurzelstock

...ne, mein lieber Wurzelstock, da liegst du falsch mit deiner Vermutung...bin jetzt leider aufm Sprung; ich komme da nochmal drauf zurück; meine Worte sind absolut zutreffend, ich habe es so wahrhaftig erlebt; der Auslöser dieses Glaubens-Chaos war der Chip aus den USA; danach gings los...; nee du liegst mit deiner Vermutung falsch, absolut...; bis denne...

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don2016 11.06.2017, 21:42
@don2016

...Wurzelstock...hi, ergänzend noch: du warst zu voreilig mit deinen Worten...sowas hinterfragt man, bevor man solche Thesen an die Wand nagelt...;

ich habe derzeit (noch ) kein gesteigertes Interesse immer wieder diese alte Geschichte zu erzählen; ich habe ja so einige "Bausatzsetine" für einen evtl zu schreibenden kleinen (Liebes)-Roman gesammelt;

am besten, du schaust dir mal meine alten Fragen, aber auch Antworten in bezug auf Freikirche, Baptisten, Pfingstler...ebenso nochma 2 russische (mein Liebling ist ja gebürtiger Kasache) Pastoren, die hier anriefen un ihm das auch schon am Telefon einreden wollten, daß unsere Liebe Sünde sei...es war unfaßbar, diese Denkweise solcher "Bibelableser"...;

ich habe es alles live erlebt, von diesen Scheinheiligen...vorne Hü, hinten Hottt, und du sprichst zum Teil negativ über meine Aussagen; ich rede Klartext und das ist die Wahrheit, was diese Möchtegern-Pharisäer von sich nicht behaupten können...; wie kann man wahre Liebe nach 4 Jahren durch Galubensgequatsche von zig Pastoren und andern Gläubigen wegbeten wollen; diesen Schwachsinn hat mir mein "Liebling"...ich sage : GEHIRNWÄSCHE nach den Gebeten...denn ihm qualmte der Kopf; das sagte er mir noch am Telefon...

lies meine weiteren Texte und du wirst sehen, wie Recht ich habe..; schönen Abend noch

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Wurzelstock 30.06.2017, 22:44
@don2016

Don - entschuldige meine verspätete Antwort. Ich habe jetzt erst entdeckt, dass Du noch einmal geschrieben hast.

Was Du als Homosexueller erlebt hast, das habe ich als Heterosexueller erlebt. Meine Verbitterung kann ich dir nicht beschreiben, und es kostet mich gelegentlich viel Kraft, um nicht in ein solches Klischee zu verfallen, mit dem ich die Menschheit in eine positive und eine negative Gruppe auseinanderdividiere.

Jeder, der auf diese Weise seine eigenen Erlebnisse verallgemeinert, tut Unrecht. Jeder, der dieses Unrecht umzusetzen versucht, schadet der Allgemeinheit. Wer aber der Allgemeinheit schadet, der schadet in erster Linie sich selbst.

Du weist vermutlich recht gut, welch großartige Menschen zu eurem Kreis gehörten, und wie selbstlos sie sich für die Gesellschaft eingesetzt haben. Sie stehen in allen Geschichtsbüchern, und, sofern es Zeitgenossen sind, immer wieder in fetten Schlagzeilen in den Zeitungen. Etliche davon kenne ich persönlich. Keiner von ihnen teilt deine Einstellung! Damit könnten sie ihre Lebensleistung nicht erbringen.
Ein Lebenskonzept muss auf Korrektheit beruhen - nicht auf Sympathie und Antipathie.

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Homosexuelle empfinden anders als Heterosexuelle. Daduch gibt es einen bestimmten Punkt, an dem die Mechanismen der sozialen Resonanz nicht mehr funktionieren können. Das macht aggressiv auf beiden Seiten.

Sicher? Ich teile schon diese Ausgangshypothese nicht.

Das einzige Problempotential, welches ich sehe, ist folgendes: A kann sich von B sexuell angezogen fühlen, B ist aber nicht interessiert (da A für ihn/sie das "falsche" Geschlecht hat). Ja, das kann zu Frust führen. Aber ehrlich? Ähnliches kommt auch in einer rein heterosexuellen Gesellschaft vor und genauso zwischen Homosexuellen. Ablehnung findet dauernd statt. Nur, weil sie in manchen Fällen unter anderem aufgund des Geschlechts stattfindet, soll das nun ein gesellschaftliches Problem sein, das eine "Rassentrennung" erfordert? Sorry, das ist doch Unfug.

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Wurzelstock 27.11.2016, 07:21

Dein Paradigma ist nicht richtig. Es muss lauten: A kann sich von B angezogen fühlen, B merkt es aber nicht (da A für ihn/sie das "falsche" Geschlecht hat.)

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HellasPlanitia 27.11.2016, 07:23
@Wurzelstock

Aber auch das kann genauso zwischen zwei Homosexuellen oder zwei Heterosexuellen vorkommen.

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HellasPlanitia 27.11.2016, 07:40
@Wurzelstock

Nicht jeder heterosexuelle Mann findet jede heterosexuelle Frau anziehend (und umgekehrt), und zumindest die Menschen, die ich kenne, betrachten nicht jedes Gegenüber des passenden Geschlechts gleich als potentiellen Partner. Wenn A sich von B angezogen fühlt, ist es an A, sich mitzuteilen (verbal oder nonverbal), bis B das merkt. Danach kann B entsprechend seiner Gefühle darauf reagieren. Welches Geschlecht A und B dabei haben, ist doch komplett irrelevant, das funktioniert in jeder Konstellation so.

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Wurzelstock 27.11.2016, 07:47
@HellasPlanitia

Gib dir keine Mühe - Du verstehst das Problem nicht. Es geht nicht darum, ob dir jemand gefällt oder nicht. Die Frage stellt sich garnicht erst bei unterschiedlicher sexueller Orientierung.

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Es entstehen keine außer daß sich Homosexuelle nicht fortpflanzen können. Es könnten sich also manche über das Pensionsystem mockieren, gilt aber dann auch für Heterosexuelle Kinderlose. ^^

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Wurzelstock 27.11.2016, 08:01

"Hauruck! - fertig!"

;-)))

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Es gibt nicht nur diese eine Schublade "schwul", in der sogenannten Gesellschaft (wer auch immer damit gemeint ist) können wir Menschen nach diversen Gesichtspunkten sortieren. Können und tun es auch.

Mann oder Frau

Schwarz oder Weiß

Staatsbürger oder Ausländer

Abi oder Nichtabi

Fleischkonsument oder Vegetarier

Erwerbstätig oder Arbeitloser

Verheiratete Mutter oder Ledige Mutter

usw.

Je nach Zugehörigkeit zur jeweiligen Schublade ergeben sich
Unterschiede. Je nach Zugehörigkeit zur jeweiligen Schublade werden
Menschen unterschiedlich behandelt und gesehen. Unterschiedliche Menschen empfinden unterschiedlich, sehen unterschiedlich aus, zeigen unterschiedliches Verhalten. Jeder von uns ist ein Individuum.

Im übrigen sind 10% der Leute nicht hetero. Schon immer. Die Mauer hat es schon immer gegeben und leider besteht sie immer noch in vielen Köpfen -  im 21. Jahrhundert, wo wir uns beinahe schon beamen können.

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Den meisten Schwulen ist es sch.... egal was andere Leute über sie denken.

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Wurzelstock 28.11.2016, 20:35

Zumindest ist das eine vernünftige Einstellung. So wie es auch den meisten Heteros egal ist.

Leider kann es aber den meisten Homosexuellen nicht egal seid, was ihre Freunde darüber denken. Dafür sorgt ihre straffe Organisation, deren Kopf Scholl-Latour war.

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Mainspitz 29.11.2016, 20:40
@Wurzelstock

Egal ob Homo, Hetero oder sonst etwas. Man sollte so leben dass man mit sich selbst zufrieden ist und nicht so leben wie andere es möchten oder um anderen zu gefallen. Ich lebe mein Leben. ICH muss damit zufrieden sein. Wenn andere das nicht mögen, ist mir das vollkommen egal. Ich schreibe anderen auch nicht vor, wie sie ihr Leben zu leben haben.
Wenn "Freunde"  negativ darüber denken, wären das für mich keine Freunde.

Ich brauchte aber auch eine gewisse Zeit um mir diese Einstellung anzueignen.

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Wurzelstock 30.11.2016, 03:55
@Mainspitz

Goethe reimte: "Es kann der frömmste nicht in Frieden leben / wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt."   ;-))

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