Welches Praktikum? 9. klasse

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Du bist ja krass, genau wie ich. Medizin und Flugzeuge! Ich hatte mein Praktikum in der 10. Klasse im Krankenhaus gemacht, auf der Unfallchirurgie. Der Großteil der Schwestern war aber ziemlich unsympathisch. Hier kam es oft vor, dass sie mir eine to-do-Liste zugesteckt haben, sich ihren Kaffee schnappten und auf der Terasse eine rauchten. Frechheit fand ich! Ist aber echt nicht überall so. Meine Cousine arbeitet selbst im Krankenhaus, allerdings in der Notaufnahme (die Praktikanten wurden hier den Stationen einfach zugeteilt, sonst wäre ich natürlich auch auf die Notaufnahme gegangen, hier passiert ja viel mehr).

Ein halbes Jahr später hatte ich in den Herbstferien einfach nur aus Lust und Laune und weil ich einen Bekannten hatte, der Chefarzt der Allgemeinchirurgie war, ein Praktikum nochmal gemacht. Es wurde aber eher inoffiziell gehalten. Ich musste mich keinen Regeln für Jugendschutz beugen, das heißt, ich konnte kommen und gehen wann ich wollte und musste nicht unbedingt diese volle Stunde Pause einhalten. So kam es, dass ich freiwillig bis zu 14 Stunden im Krankenhaus verbrachte und den Ärzten hinterher gelaufen bin. Da es ja eine chirurgische Abteilung war, bedeutete dies, dass ich den OP, die Intensivstation, die Notaufnahme und die "normale" Station gesehen habe. Es war nie langweilig, ich musste so gut wie nichts machen. Ich DURFTE unter Aufsicht, oder besser gesagt mit einem Assistentsarzt zusammen, Verbände wechseln, Fäden und Klammer ziehen, Kanülen rausholen, Blutdruck und Zucker messe und am Ende sogar einmal Blut abnehmen! Im OP durfte ich auch zwei mal mit an den Tisch. Besser konnte ich diese zwei Wochen nicht verbringen!

Wenn du nicht zufällig grad auch einen Bekannten hast, der im Krankenhaus etwas zu sagen hat, dann würde ich dir empfehlen, trotzdem einmal nachzufragen, ob du denn nicht 2 Wochen lang den Ärzten hinterher laufen kannst. Ruf nicht in der Personalabteilung an, sondern versuch den Chefarzt zu sprechen. Die sind oft sher freundlich und lassen einen gerne zusehen. War auch so, als sich meine Mutter letzte Woche die Augen lasern lassen hat. Da durfte ich auch mit zusehen und es kam sogar jemand dazu, extra nur um mir die Vorgänge zu erklären. Und der Arzt selbst kam auch nochmal zu mir und meinte, den Nachwuchs muss man fördern^^

Wenn du fragen gehst, dann kannst du wirklich nichts verlieren, die Person kennst du ja nicht. Und wenn er unverschämt oder dir in einer anderen Art und Weise eine Absage erteilt, dann hast dus wenigstens versucht. Wenn dich Medizin wirklich interessiert, dann gibt es nichts besseres, womit du diese Zeit verbringen könntest!

danke! ich glaube ich könnte es mal in der uniklinik münster versuchen, oder geht das nicht? naja ich werde es ja sehen. ich schreibe heute abend nochmal ob es geklapt hat

0

Warum fragst du dann nicht gleich beim Roten Kreuz an? Die haben doch vielleicht etwas für dich. Oder frag im Krankenhaus. Die werden dich nicht mit in den OP lassen, aber in der Verwaltung lernst du auch etwas über Krankheiten. Man kann ja mal fragen, was da möglich ist. Überhaupt solltest du den Mut haben, ein bißchen herumzutelefonieren und einfach Leute, Praxen, was dich interessiert, ansprechen und fragen, was sie da für Möglichkeiten sehen für dich. Bestimmt hat irgendjemand eine gute Idee, die die weiterhilft. Und niemand wird dir den Anruf übelnehmen! Nimm einfach das Branchenbuch und los!

ok ich habe auch für heute geplant, in eine großstadt in meiner nähe zu fahren, um so etwas zu machen. aber danke für den tipp

0

Was möchtest Du wissen?