Welches Objektiv muss ich nutzen um Sportsituationen gut zu fotografieren?

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7 Antworten

Hallo

im Outdoorbereich würde ich bei kleinen lokalen Veranstaltungen zum 24-105/4L raten evtl. noch zum 28-135/3.5-5.6 IS USM. Bei grösseren Veranstaltungen nimmt man noch ein 70-200/4L USM mit (IS Version muss nicht sein) oder greift zum 28-300/3.5-5.6 L IS USM

Im Indoorbereich nimmt man ein 28-70/2.8L oder 24-70/2.8L plus ein 70-200/2.8 L. Zudem wäre noch ein 85/1.8 USM und 135/2L USM sinnvoll oder das 100/2 USM dazwischen.

Wenn man nicht das Budget hat greift man zum 24-105/4 L IS USM und bei Grossveranstaltungen von denn Rängen zum 70-200/4L USM

Einstellung Blendenautomatik (Tv) und ISO bei Outdoor auf 400 begrenzen bei Indoor auf 1600. Für Fotoreportage/Webanwendungen kann man auch die bis 6400 hoch.
Bildqualität RAW bevorzugen RAW&JPEG frisst bei der 700D Geschwindigkeit und Speicherpuffer.
Wenn man fotografieren kann dann kann man für Fotoreportage auf RAW verzichten. Wenn man dann Geschwindigkeit braucht (Bildfolge/Speicherzeit) stellt man auf Medium Fine Qualität oder Small Fine. Wenn man noch nicht fotografieren kann hat RAW mehr Fehlertoleranz.

Bei ISO im BOOST-Bereich also über 6400 arbeitet man in RAW weil man das im Postprozess sauberer bekommt als die JPEG aus der Kamera. Aber bevor man kein Bild hat fotografiert man eben mit 25600 und "entwickelt" die Monochrom (Schwarz/Weiss)

Das Canon "Sportprogramm" bevorzugt erst abzublenden um die Tiefenschärfe zu erhöhen und damit die Trefferleistung für Schnappschiesser zu verbesseren (Profis brauchen dass ja nicht). Dummerweise werden bei der Programmshiftline die Optiken bevorzugt hinter die Beugungsgrenze abgeblendet und dafür die ISO und Verschlusszeit zu "früh" hochgezogen.

Die Programmautomatik ist da sinnvoller wenn man die ISO begrenzt. Im Sportmodus geht meines Wissens auch kein RAW.  (Ich fotografier meist mit der 7D oder alten 5D da ist das anderst bzw die stehen bei mir eh auf RAW und die Programmmodi hab ich nie gebraucht)

Man kann bei konstentem Licht/Wetter eine Lichtmessung machen und bei Verwendung von Konstantzooms ISO, Zeit und Blende manuel einstellen und muss sich dann nicht mehr mit denn doofen Automatiken belasten wenn man mal etwas Sonne im Bild hat oder ein schwarzes oder weisses Sponsorenplakat im Hintergrund ist.

AF Modus muss man entsprechend der Situation wählen aber vermutlich wird AF-C (Servo AF) die "bequemste" Methode sein und man sollte die Schärfepriorität deaktivieren.

Wenn man bei Aktion/Sportfotos maximal freistellen will dann wählt man Zeitautomatik und gibt die Blende Vor.
Wird dann meist maximale Offenblende sein. Aber für diese Arbeitsmethode braucht man eine Profi DSLR mit Mattscheibe und/oder einen Profi AF. Amateuerkameras sind nicht dafür gemacht, sondern dafür mit wenig Aufwand irgendwie scharfe Bilder zu erzeugen.

In der Praxis wird man mit Blende 2.8 oder 4 Telezooms auch an einer 700D genug Trefferqoute bei Offenblende haben und bei Telezooms ist genug Freistellung/Isolation vor allem bei 200/2.8 im Halbfernbereich und bei 200/4 im Mittelnahbereich.

Das 18-55 STM tust du am besten eintüten bzw es reicht für denn weniger anspruchsvolle Knipser in Alltagsituationen also für Familienbilder oder die typsiche Wald und Wiesenfotografie.

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Wenn du beim Sport einzelnen Szenen scharf abbilden willst, brauchst du recht kurze Verschlusszeiten. Denn die Spieler bewegen sich recht schnell und der Ball noch schneller.

Wenn du also beispielsweise 1/10 Sekunde belichtest, bewegen sich die Spieler minimal und das siehst du auf dem Bild als Bewegungsunschärfe und daher sieht es verschwommen aus.

Da nützt dir auch der beste Bildstabi nichts, denn der gleicht nur deine Bewegung aus, nicht die der Objekte, die du fotografieren willst.

Also stell die Kamera mal auf Blendenautomatik und teste, wie die Bilder werden, wenn du die Belichtungszeit auf 1/100 oder besser 1/250 Sekunde stellst. Wenn das nicht reicht, musst du noch kürzer wählen.

Nun kommen wir zu den Problemen. Das freistellen klappt bei so kurzen Brennweiten aber nur, wenn du große Offenblenden nutzt. Also Blende 2.8. Vielleicht geht auch Blende 4 gerade noch, aber das musst du testen.

Zweites Problem: Durch die kurzen Verschlusszeiten kommt nur wenig Licht auf den Sensor. Daher ISO hochdrehen. Da die 700D aber eine APS-C Kamera ist, musst du schauen, was gerade noch akzeptabel ist wegen des rauschens der Bilder. Ich denke aber 800, spätestens 1600 ist Schluss und die Bilder werden echt schlecht. Daher sind auch hier lichtstarke Objektive besser.

Und wenn du dich jetzt fragst, ob dann vielleicht die 70D, die 80D oder gar die 7DII besser geeignet sind: Nein, oder nur seeeehr bedingt. Denn auch das sind nur APS-C Kameras. Da ist, was vernünftige Qualität anbelangt, bei ISO 1600 Schluss. Daher ist in dem Fall ein lichtstarkes Objektiv die erste Wahl.

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Du brauchst ein schnelles und lichtstarkes Objektiv. Ein 70-200mm f/2.8 wäre nicht schlecht, aber wenn du nah bist, können die 70mm an APS-C ein bisschen eng sein. Alternativ kann ich das Sigma 50-150mm f/2.8 empfehlen. Es gibt die günstige Version ohne Stabi und die teurere mit Stabi (ist in der Preisklasse der 70-200er).

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https://www.amazon.de/gp/aw/d/B00EP71ETU/ref=aw_wl_ov_dp_1_13?colid=2OV0Y6BAWQ0Q7&coliid=IECKMSG5MFQQO

Dieses ist gut geeignet. Super Brennweite die verstellbar ist. Schärfe ist sehr gut. Einfach zu bedienen und auch von Hersteller Canon. Bilstabilisator ist auch dabei. Ein STM-Objektiv ist gleichzeitig auch noch sprich: es ist praktisch lautlos, wenn du mit dem Autofokuss arbeitest. Und der Preis ist natürlich auch unschlagbar. Hoffe ich konnte dir helfen, MfG. :)

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1. Eine Kamera mit hoher ISO und möglichst geringem Bildrauschen

2. Lichstarke Objektive von 14 mm bis 600 mm sind da denkbar. Abhängig von wo du fotografieren kannst bzw. wie nah du ran ans Geschehen kommst?

3. Kurze Verschlußzeiten je nach Brennweite und Nähe zum Sportler ab 1/500 sec oder kürzer

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Bei einem Sigma 70-200mm mit durchgehend F2,8 ist die Lichtstärke definitive vorhanden, einen Bildstabilisator ebenfalls und wenn ich so lese ist der Ultraschallmotor auch recht zügig.

Der Rest wurde ja schon ausreichend erklärt. ;o))

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Das Objektiv muss Lichtstark sein, da du eine recht kurze Belichtungszeit benötigst, um alles scharf zu bekommen.

Ich würde dir zu dem 70-200mm raten, je nachdem wie nah du dran bist, mit der Blende von 2,8. Das Objektiv muss für den Bereich nicht bildstabilisiert sein, da dies nur bei längeren Belichtungszeiten unter ca. 1/800 zum Tragen kommt.

Mit einer 2,8er Blende kannst du schon recht gut freistellen. Ob dir die Brennweite reicht oder du doch noch mehr drauflegen musst (in Form eines Konverters oder gar einer anderen Brennweite) musst du dann schauen.

Du musst ebenfalls schauen, ob deine Kamera die ISO-Werte packt. Meine 70D rauscht schon ordentlich bei 800 (für mein Empfinden!). Da wäre dann eine Vollformat die bessere Wahl (Canon 5D Mark 3 oder 4). Da musst du dann allerdings wieder bedenken, dass deine Brennweite noch "kürzer" wird, da die VF keinen Cropfaktor hat.

Gerne wird die 7D Mark 2 empfohlen bei Sportfotografie. Teste doch alles mal aus, bevor du investierst :)

Ich arbeite mit der 70D und dem 70-200mm 4L, aber ich halte mich auch draußen auf ;)

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