Welches objektiv ist sinnvoll?

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10 Antworten

Hallo

- EOS ist kein "Objektivanschluss" sondern bei Canon die generele Marketing-Bezeichnung für vollelektrische Optiken die mit EF/EF-S Anschluss bestückt wurden.
- das 18-200 überspannt an Canon eine Kleinbildbrennweite von 29 bis 320mm (oder um 72 - 7,5° Bildwinkel). "300mm" bzw 7,5° ist bei Profis eine beliebte Brennweite und der Endpunkt vor den "Superteles". Anderst gesagt "300mm" ist dass was "Profis" jeden Tag mit sich rumschleifen und einsetzen/benutzen. Längere Telebrennweite wird selten benötigt und sind bei Spezialeinsätzen gefragt (Spionage, Erlkönige, Observation von Bergsteigern oder Flugzeugen, Paparazzi bzw "Spannen", Vogelkunde/Wildlife). Klar heutzutage gibt es ein "2000er"Tele mit Kompaktkamera dran für unter 500€. Ein Problem der Supererteles ist deren "Raffung" und dass bei Fernaufnahmen die Luftstrecke die Bildqualität beschränkt. Deswgen sind Kleinsensorkameras dort im Vorteil abgesehen von Low Light Einsätzen wo man die ISO hochdrehen muss
- gute (sinnvolle) Hinter-Konverter kosten richtig Geld (ab 200€) und sind nur mit "echten" Teleoptiken einsetzbar. Die Kombination mit dem Tamron 18-200 ist nicht sinnvoll und wird auch nicht mal von Tamron empfohlen (Siehe Anleitung).
- gute (sinnvolle) Vorder-Konverter für 62mm kosten auch um 200€ aufwärts und wiegen schnell 0,5kg. Sind bei so einem Dunkelzoom aber evtl. "sinnvoller" als ein Hinterkonverter.
- man könnte auch ganz simpel längere Telebrennweiten aus der Mitte des Bild Cropen. Dass machen die meisten Profis wenn das mitgenommene 300er doch zu "kurz" ist. So wird aus einem "320mm" mit 18MP bei einem 1,5er Crop ein "480mm" mit 12MP oder bei einem 2er Crop ein "520mm" mit 9MP

ABER;
- die meisten 18-200 Suppenzooms sind in der Bildqualität in etwa auf dem Level der Kit Optiken. Diese Optiken wurden mal für die typischen Hobbyknipser entwickelt heisst für 10x15cm Bildabzüge und evtl. auch mal 18x24cm Abzüge aus Grosslaboren. Derartige "Qualitäten" sind im Reportagebereich üblich aber für einen Fotograf eher Grenzwertig. Als Fotograf muss man sichtbar besseres liefern als die Hobbyknipser von einem Grosslabor oder einem Tintenpisser rausholen, sonst kann man sich gleich einen Job beim Mc Donalds suchen. Im Bereich Fotoreportage sind diese Optiken aber beliebt weil für Zeitungen reichen 2-3MP Auflösung locker aus. Wo wir bei den Knackpunkten sind;

- 1.) die meisten 18-XXX Suppenzooms bauen ab 100-150mm massiv an Bildqualität ab so das man dort selten sinnvoll reincropen kann weil man primär die Bildqualitätsfehler "vergrössert" (Zooms benutzen eine Transfocatorlinsengruppe die auch nur den Ausschnitt variiert und damit die Fehler der Mechanik und optischen Elemente vergrössert)
- 2.) die meisten Suppenzooms sind erst ab Blende 11-16 einigermassen brauchbar in der "Gesamtleistung" aber der Canon 18MP Sensor geht schon vor Blende 11 in Beugung heisst dahinter sinkt die Auflösung/Schärfe. Nun denn, oft muss man dann auch die ISO hochdrehen wodurch die Auflösungungsleistungs des Sensors weiter sinkt. Suppenzooms waren "Sinnvoll" als DSLR noch 6-12MP Sensoren hatten wo man die maximale Schärfeleistung der Optiken auch ausnutzen konnte.
- Canon DSLR mit Billigzooms kombinieren ist nicht sinnvoll weil im Gegensatz zur Konkurrenz bei Canon die Bildfehler bei JPEG OoC nicht rausgerechnet werden. Das selbe Suppenzoom ist bei Verwendung an Konkurrenzprodukte "optisch" gleich "miess" aber dort werden diverse Bildfehler schon in der Kamera rausgerechnet zb die Farbsäume an denn Kanten oder Bildfeldwölbung. Klar, wer eine DSLR kauft/benutzt wird in RAW fotografieren. Keiner kauft einen LKW um damit dann nur morgens frische Brötchen und die Bildzeitung zu holen. Nur im Bereich der Fotografie ist dass als "Sinnvoll" verkaufbar.

Diese "Bildqualitäten" bedürfen keiner DSLR, dass geht auch mit Prosumer oder Kampaktkameras und dort sind zZ mindestens 25 Fach Zooms mit langem Tele üblich (OK FZ1 und RX10 II sind in einer "anderen" Klasse und nicht mit einer 700D vergleichbar). Aus der Sicht ist weder der Kauf eine DSLR "Sinnvoll" noch der Zukauf einer weiteren Kit Optik. DSLR Kauft man sich nur wenn man Bildqualität und Bildgestaltung umsetzen will/muss und das geht eben nur mit Festbrennweiten und etwas beschränkter teueren "Profi"-Zooms"Sinnvoll" ist das man sich für das Budget ein Tamron 70-300 USD VC kauft (evtl gebraucht). Das ist bei 300mm immer noch gut in der Bildqualität bzw bei Cropkameras sogar noch sehr gut und dass auch bei Offenblende.
Dank VC kommt man bei einigen Sujets ohne Stativ aus. Aber wenn man das 70-300 dann einsetzt stellt man recht schnell fest welche "Gurke" dass 18-200 ist. Womit dann die Frage kommt mit welcher Optik man unter 70mm auf ähnliche Bidlqualitäten kommt... womit man dann genötigt wird wieder Geld auszugeben und diesmal auch wieder mindestens um 300€ Aufwärts.
Also lässt man besser die Büchse der Pandora geschlossen und kauft sich erst mal ein Stativ, einen Fernauslöser, ein Blitzgerät und einen Polfilter um denn kreativen Spielraum zu erweitern und weil man mit Dunkelzooms oft ein Stativ braucht.

Wenn einem die Bildqualität des 18-200 ausreicht dann besorgt man sich eine Prosumer wie eine Canon SX50HS oder Lumix FZ200 (Gebrauchtkauf ab 100€) für die Einsätze mit langen Tele und wo man Action fotografieren will (OK mit der SX50HS geht das nicht gut weil der Sucher einfriert und der Burstpuffer nur für 10 Bilder ausreicht also knapp 1ne Sekunde Aufnahmelänge). Die FZ200 hat sogar obendrauf mehr kreativen Spielraum als APS-C DSLR mit Kit Optiken/Dunkelzooms und filmt qualitativ besser als die CANON 18MP Sensor Generation.

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Kommentar von Emmablabla0123
30.07.2016, 18:44

Ok könntest du mir sonst was ab 500 Euro empfehlen? Ich kriege es mit Sicherheit irgendwo günstiger

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Mein Vorschlag wäre: das Tamron 18-200 wird verkauft und statt dessen kommt die Kombination Sigma 17-70mm f/2.8-4 Contemporary als lichtstarkes Immerdrauf und Tamron 70-300mm VC USD als Tele. Damit macht man keinen Fehler und es wird auch nicht viel Geld ausgegeben. Danach würde ich schon Festbrennweiten empfehlen.

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Mit einem Telekonverter müsstest du auf den Autofokus verzichten, bei 400mm hättest du f/13 als Offenblende und die ohnehin schon katastrophale Bildqualität des Objektivs würde sich noch weiter verschlechtern.

Der zwingend erforderliche Bildstabi schließt leider das 70-200 f/4 L aus. Wenn du lebende Tiere dank Stabi mit 1/30s o.ä. fotografieren willst, wirst du allerdings aufgrund deren Bewegung jede Menge Ausschuss produzieren, das nur mal so am Rande.

Bei dem Preisbereich bleiben dann das EF-S 55-250 STM und das Tamron 70-300 VC USD übrig.

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Wie die anderen schon sagten, ein gutes Teleobjektiv wirst Du für Dein Budget nicht bekommen, dass einzige, was evtl. drin wäre, wäre ein Tamron 70-300mm f/4-5.6 Di VC USD(ca. 330,-). Das hat einen Stabi, etwas mehr Brennweite und auch eine etwas bessere Abbildungsleistung, als Dein jetziges. Ein bißchen lichtstärker im Telebereich ist es auch (wenn auch nicht viel). Aber ob sich das wirklich für Dich lohnt, müßtest Du selbst entscheiden, Du könntest es Dir ja mal im Fachhandel (nicht Media Markt & Co.) anschauen und ausprobieren.

Wesentlich mehr Brennweite und auch eine recht gute Abbildungsleistung hättest Du z.B. mit einem Tamron SP 150-600mm f/5-6.3 Di VC USD. Das kostet aber auch schon zwischen 900,- und 1000,- und ist zwar auch nicht gerade lichtstark, aber es hat einen guten Stabi und lichtstarke Objektive mit solchen Brennweiten sind auch kaum noch bezahlbar, ein Canon EF 400mm f/2.8L IS II USM kostet z.B. um die 10.000,- €.

Ein wirklicher Vortschritt gegenüber Deinem Tamron wäre z.B. auch ein Canon EF 70-200mm f/4L USM (ca. 600,-). Das hat zwar keinen Stabi und auch nicht mehr Brennweite, dafür ist es lichtstärker als Dein Tamron und hat eine hervorragende Schärfe / Abbildungsleistung. Wenn es Dir auf gute Bildqualität ankommt, wäre das ein großer Schritt nach vorne. Wenn Du Dir noch ein bißchen dazu sparst, könntest Du Dir das vielleicht gebraucht holen (bei ebay ist gerade eins für 375,- € drin).

Ansonsten kannst Du Dir ja mal den Traumflieger des Tamron 70-300mm f/4-5.6 Di VC USD anschauen (bei Traumflieger findest Du auch Tests der anderen vorgeschlagenen Objektive):

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwjzoYrKpJnOAhXHwBQKHXOjDL0QFggkMAE&url=http%3A%2F%2Fwww.traumflieger.de%2Fobjektivtest%2Fopen\_test%2Ftamron\_70\_300%2Foverview.php&usg=AFQjCNH5WsarAZOtHUJ2CuwtXtBhlwfTIA&sig2=GuS29oOv8rYxo9Smd0A3wQ


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Kommentar von MetalMaik
29.07.2016, 21:15

* Traumflieger Test meinte ich (das Wort Test hat irgendwer fieserweise geklaut) ;-)

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In dem Preissegment wirst du nicht viel bekommen.
Am ehesten noch das Canon 55-250 IS STM.

Bringt aber nicht viel mehr Brennweite als dein jetziges.

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Einen Telekonverter kannst Du gleich abhacken. Dafür ist Dein Objektiv nicht lichtstark genug. Für 300€ kann ich Dir auch kein brauchbares Objektiv raten. Schau mal bei Amazon, was es da so gibt. Vielleicht hast Du Glück und es ist ein Stabilisator dabei.  

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Das wäre dann dein zweites mieses Objektiv für das Budget.

Mit einem 200er ist man doch schon für den Zoo gut aufgestellt. Besser wäre,wenn es lichtstärker wäre



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Kommentar von Emmablabla0123
29.07.2016, 19:48

Ist richtig. Ich habe nur das Geld bekommen und würde es gerne für etwas sinnvolles für meine Kamera ausgehen.

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Kommentar von Emmablabla0123
29.07.2016, 19:55

Ich schätze dann steht mir das Geld nicht mehr zur Verfügung. Was fällt dir anderes sinnvolles Zubehör ein, was ich gebrauchen könnte?

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was erhoffst du dir von einem 2. tele ? dein tamron ist .. naja .. ich bin mal nett und sage: eine ziemliche Gurke.

mit einem 2. 300€ Tele wirst du allerdings nicht viel mehr an "Qualität" oder brennweite bekommen.

und einen Konverter kannst du an der gurke sowieso vergessen .. mit einer Blende von f6 macht das keinen spaß.

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Kommentar von Emmablabla0123
29.07.2016, 19:53

Ich erhoffe mir bessere Bilder. Näher dran usw

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Mit Canon kenne ich mich nicht aus,aber für jede Kamera gibt es ein lichtstarkes 50 mm Normalobjektiv,mit dem man alles machen kann.

Früher wurden auch sehr gute Fotos gemacht,mit 50 mm.

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Kommentar von migebuff
29.07.2016, 20:15

Das gibts bei Canon selbstverständlich auch, am günstigen wäre das neue 50mm 1.8 STM. Für Aufnahmen im Zoo dürfte es allerdings auch an Apsc "etwas" kurz sein, außer man befindet sich in einem Wildpark mit begehbarem Gehege.

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