Welches Mikrofon sollte ich nehmen (-:?

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3 Antworten

An deiner Stelle würde ich das gleiche Geld lieber in ein Shure SM-57 mit normalem Ständer, den du neben den Schreibtisch stellst investieren ( macht etwa € 120,- ), in ein Audiointerface ( https://www.thomann.de/de/focusrite_scarlett_solo_2nd_gen.htm c.a. € 100,-) und einen Popschutz (c.a. € 20,-).

Das Mikrofon wird zwar als Instrumentenmikrofon deklariert, macht sich aber super für Sprachaufnahmen. (Es ist unter anderem auch oft an Rednerpulten von z.B. dem amerikanischen Präsidenten) zu bewundern.

Das Mikrofonstativ ist nicht nur günstiger, als ein Arm zum an den Tisch klemmen, es überträgt auch keinen unerwünschten Körperschall vom Schreibtisch.

Und das Audiointerface hat einen viel besseren Vorverstärker und Wandler, als der, der in das Podcaster eingebaut ist. 

Alles in allem wäre das ein bedeutend besseres Setup, als das, das du dir zusammengestellt hast, für ziemlich genau das gleiche Geld.

Andererseits frag ich mich auch, wieso du überhaupt ein neues Mikrofon willst, wenn du "soweit zufrieden" bist. 

Lass es auf jeden Fall sein!

Mit dem T.Bone hast du ein Kondensatormikrofon, welches über einen XLR-ausgang verfügt. Das Røde ist dagegen ein dynamisches Mikrofon, welches die A-D-wandler schon integriert hat. 

Das sind beides Nachteile, denn 

1. klingt ein Kondensatormikrofon tendentiell besser und vor allem detailgetreuer (und es ist wesentlich empfindlicher und damit rauschärmer)

2. Kannst du das T.Bone an ein Audio-interface anschließen, welches für die Analog-Digital-umwandlung der Signale sorgt. Das ist deshalb besser, da du dich bei dem Røde auf die internen A-D-wandler verlassen musst, welche aber qualitativ weniger hochwertig sind. Das resultiert in schlechteren Klang und mehr Rauschen, weshalb USB-mikrofone immer ein hörbares Eigenrauschen haben.

Um deine Soundqualität zu verbessern, solltest du dein Audio-interface aufstocken. Ich weiß nicht, welches du gerade benutzt, aber sehr zu empfehlen sind die Interfaces von Steinberg.

das t bone ist USB

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@qtx2005d

Sry, ich dachte es wäre Xlr.

An dieser Stelle würde ich dann aber trotzdem statt dem Røde ein Kondensatormikrofon mit XLR-ausgang und ein Audio-interface kaufen, da du so eine bessere Audioqualität erreichst.

Wie wäre es mit dem Steinberg Ur12 und dem T.bone Sc1100 oder Sc600? Damit wäre gute Audioqualität garantiert, beim 1100 könntest du sogar die Richtcharaktaristik umschalten.

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@SteinwayFreak

"An dieser Stelle würde ich dann aber trotzdem statt dem Røde ein Kondensatormikrofon mit XLR-ausgang und ein Audio-interface kaufen, da du so eine bessere Audioqualität erreichst." 

Nicht zwingend. Kondensatormikrofone, und vor allem Großmembrankondensatormikrofone, sind erst ab c.a. 1000 Euro wirklich gut. Darunter würde ich auf jeden Fall ein dynamisches Mikrofon vorziehen.

Und selbst bei einem Vergleich eines wirklich guten Großmembranmikrofons mit einem guten dynamischen Mikrofon hat das Kondensatormikrofon auch Nachteile:

Dadurch, dass die Höhen brillanter sind, gibt's Probleme mit S-Lauten, es ist Popempfindlicher und empfindlicher gegen Körperschall, es fängt unerwünschte Umgebungsgeräusche besser ein, eine eventuelle schlechte Raumakustik kommt viel eher zum tragen, der Dynamikumfang der Aufnahme ist größer, was einen kompetenten Umgang mit einem Kompressor nötig macht, etc.

Dass ein Kondensatormikrofon rauschärmer ist, stimmt auch nicht: Der im Kondensatormikrofon verbaute Impedanzwandler erzeugt bereits Rauschen, während ein dynamisches Mikrofon so gut wie kein Eigenrauschen hat. (und die Impedanzwandler rauschen bei den von dir vorgeschlagenen t.bones ordentlich...)

Eine Pauschalaussage, dass ein Kondensatormikrofon besser ist, ist daher quatsch. Das kommt schon auf die Anwendung an und wenn es darum geht, eine ordentlich Sprachaufnahme in einer akustisch nicht ganz optimalen Umgebung hinzubekommen, seh ich ein dynamisches Mikrofon vorne.

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@TheStone

Bei dynamischen Mikrofonen ist das Rauschen aber dennoch vom Preamp abhängig - und beim USB-mikrofon kann man das Mikro an keinen externen Preamp anschließen. Ein dynamisches XLR-Mikro mit sehr guten Preamp kann daher rauschfrei sein, ein USB-mikrofon aber nicht.

Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass man mit einem 80€-Kondensatormikrofon bessere Ergebnisse erzielt als mit einem Shure Sm58, da das Kondensatormikrofon einfach eine höhere Auflösung hat. Das Problem mit den Zischlauten bekommt man mit einem Popschutz relativ gut in den Griff. 

Und dass gute Kondensatormikrofone erst ab 1000 Euro anfangen, stimmt nicht. Natürlich sind alle T.Bones im Einsteigerpreisbereich und daher qualitativ nicht extrem hochwertig, liefern aber trotzdem brauchbare Ergebnisse. Und für 200 Euro bekommt man ein Røde NT1-A, welches auch von Tonmeistern ernst genommen wird, da es wirklich hochwertig ist und durchaus mit einem Neumann mithalten kann. Das Røde NT1-A hat übrigens ein Eigenrauschen von nur 5dB (A), was ein erstklassiger Wert ist, der nicht nur auf dem Datenblatt steht, sondern auch nachgewiesen werden konnte.

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@SteinwayFreak

"Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass man mit einem 80€-Kondensatormikrofon bessere Ergebnisse erzielt als mit einem Shure Sm58, da das Kondensatormikrofon einfach eine höhere Auflösung hat." Dann hast du was grundlegendes falsch gemacht. Auf youtube kannst du genug mic shootouts finden, in dennen günstige Kondensatormics mit dynamischen Mics (meist dem SM 57) verglichen werden....

Man sollte überbetonte Höhen und schwache Mitten übrigens nicht mit "höherer Auflösung" (was immer das heißen mag) verwechseln. 

 "Das Problem mit den Zischlauten bekommt man mit einem Popschutz relativ gut in den Griff. " Ein Popschutz hat keinen Einfluss auf Zischlaute. Der ist nicht dazu da, hohe Frequenzen zu filtern.

"Und dass gute Kondensatormikrofone erst ab 1000 Euro anfangen, stimmt nicht." Doch.

"Und für 200 Euro bekommt man ein Røde NT1-A, welches auch von Tonmeistern ernst genommen wird," wird es nicht. Ich hab schon in vielen Studios gearbeitet und das Ding noch kein einziges mal in einem gesehen. Das übliche, "günstige Arbeitspferd" unter den Großmembranmikrofonen ist das AKG C414. 

DAs NT1-A ist was für AMateure, die glauben, man bräuchte unbedingt ein beeindruckend aussehendes Großmembranmic mit schicker Spinne um gute Aufnahmen machen zu können. 

 "da es wirklich hochwertig ist und durchaus mit einem Neumann mithalten kann." kann es nicht.

DIeses Mikrofon hat einen fürchterlichen Frequenzgang, überbetonte Höhen und Bässe und ich hab noch kein Beispiel gehört, in dem es nicht total blechern klingt.

"Das Røde NT1-A hat übrigens ein Eigenrauschen von nur 5dB (A), was ein erstklassiger Wert ist," Für auch nur halbwegs gute Mikrofone ist das ein erreichbarer Wert. 

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Es dann sinnvoll, wenn du es aktiv nutzt und auch brauchst. Wenn du es für eine Sache kaufst, die vielleicht völlig sinnlos und unnötig ist dann lass es lieber.

ist natürlich auch viel Geld, die du dafür bezahlst

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