Welches Mehl muss ich vor dem backen nicht sieben?

7 Antworten

Ich habe mal vor inzwischen vielen Jahren an einem Backkurs bei Dr. Oetker teilgenommen. Als ich der Gewohnheit folgend das Mehl sieben wollte, hat man mir gesagt, dass das nicht mehr erforderlich wäre.

Nun bin ich manchmal mächtig stur, wenn meine Vorgehensweise bisher von Erfolg gekrönt war und das war und ist sei eigentlich immer. Folglich habe ich im Kurs nicht gesiebt und es ist gelungen, aber zuhause siebe ich mit meinem Handsieb nach wie vor.

Außerdem hat das für mich persönlich den Vorteil, dass ich das Mehl darin auch abwiege: Sieb auf ein Stück Pergamentpapier - nehme ich mehrmals, wird gefaltet im Sieb aufgehoben - stellen, damit auf meine hängende Küchen-Digital-Waage, wieder auf Null stellen, Mehl (ggf. Mehl-Stärke-Gemisch) abwiegen, Backpulver untermischen, auf das untergelegte Pergament sieben und zu gegebener Zeit dann davon in den von der Küchenmaschine gerührten Teig rutschen lassen. Dauert nicht länger als das Mehl in einem anderen Gefäß abzuwiegen.

Bei Hefeteig und Nudelteig siebe ich nicht.

Mehl wurde früher gesiebt, um Mäusekot und Würmer sicher zu entfernen. Das ist heute nicht mehr nötig.

Die meisten Backwaren gelingen auch ohne Sieben, aber persönlich mache ich mir die Mühe bei Biskuit, Sandtorte und feinem Gebäck schon. Ein drastischer Unterschied ist aber heutzutage nicht zu erwarten, da durch die schnellen Handmixer das Mehl auch so klumpenfrei und fein wird.

Meiner Meinung nach ist das Mehlsieben ein Relikt früherer Zeiten, als noch nicht so fein gemahlen werden konnte. Außerdem war die Lagerung problematischer, das Mehl konnte klumpen, und beim Sieben fand man die Mehlwürmer leichter.

Nein, für feine Rührkuchen und Bisquits ist es immer noch erforderlich.

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@pascual

Aber nicht um ein feineres Mehl zu erhalten,-in der Regel bleibt im Sieb auch nichts zurück-, sondern um eine feinere Verteilung zu erzielen. Der Teig würde mit eßlöffelweise zugegebenem Mehl nicht luftig genug.

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