welches Medikament ist besser als Metformin?

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1 Antwort

Metformin kann diese Nebenwirkung haben; manchmal ist es vom Fabrikat abhängig, hat sie schon einmal Tabletten von einer anderen Herstellerfirma ausprobiert?

Wenn das nichts hilft, muss man den Wirkstoff wechseln, es gibt da verschiedenen Möglichkeiten. Die Spritze ist sicher keine schlechte Idee, es gibt sie auch zum nur 1x wöchtentlich spritzen, aber bei extremer Spritzenangst ist sicher auch das noch zuviel. Eine neue Therapiemöglichkeit sind Invokana bzw. Forxiga, das sind Tabletten, aber da zicken die Krankenkassen ziemlich mit der Erstattung. Metformin gibt es auch in Kombination mit sog. DPP IV-Hemmern, dann muss das Metformin nicht so hoch dosiert werden, ich weiß nicht, ob das in Frage käme.

Der lange Rede kurzer Sinn: Deine Mutter sollte sich an eine diabetologische Schwerpunktpraxis wenden, es kann ganz sicher ein geeignetes Medikament für sie gefunden werden, das ihr die Lebensqualität zurückgibt, was sie derzeit durchmacht, ist unzumutbar.

Hilfe kann die Seite der Deutschen Diabetes Gesellschaft bieten, da gibt es eine differenzierte Arztsuche. Sehr empfehlenswert ist z.B. die Klinik in Bad Mergentheim, wenn man im Würzburger Raum wohnt.

vielen herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort. Meine Mutter nimmt zusätzlich noch Novonorm.

Metformin hatte sie schon von anderen Anbietern. Aber es war keine Besserung in Sicht.

Meine Mutter ist in Behandlung bei einer Diabetologische Schwerpunktpraxis, obwohl ich manchmal den Eindruck habe, das man sie "erpressen" möchte, entweder Spritze oder Metformin. Beim letzten Mal hat allerdings die Ärztin gesagt (meine Mutter hatte den Langzeitzucker anfangs auf 9,6 und ist jetzt runter auf 6,9 -7,2) das meine Mutter ganz weit weg wäre von den Spritzen.

Was mir bei Mutter auffällt, sie ist zu unterschiedlichen Uhrzeiten, meinst du es könnte besser werden, wenn sie sich an regelmäßige Zeiten halten würde?

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@laurajane29

Das kann man so nicht beantworten. Es gibt Menschen, denen das hilft, aber es gibt auch Menschen, die sich durch feste Mahlzeiten in ihrem Leben zu stark eingeengt fühlen (womit wir wieder bei der Lebensqualität wären), außerdem ist es nicht sicher, dass das die Situation bessern würde. Die Langzeitzuckerwerte sind ja super; hat sie dabei auch Unterzuckerungen? Die sind nämlich eher noch gefährlicher als zu hohe Zuckerwerte. Aber all das kann man nicht allgemein beurteilen, sondern sie müsste individuell betreut werden. Wie sieht es mit einer Schulung aus? Hatte sie überhaupt schon mal eine? Wenn sie gerne nochmal eine hätte, dann sollte sie darauf bestehen, vielleicht auch mal eine stationäre Kur.

Was das Essen und die eigenen EInflussmöglichkeiten betrifft, gibt es sehr gute Bücher dazu von Hans Lauber, der seinen Diabetes ohne Medikamente in den Griff bekommen hat. Das muss man nicht auch so machen, aber die Tipps zu Ernährung und Bewegung sind trotzdem gut.

Und noch was: "Spritzen" kann man einerseits Insulin (danach sieht es bei den guten Werten derzeit nicht aus) und eine andere Wirkstoffklasse, die sogenannten Inkretine. Ich bin mir nicht sicher, was die Ärztin mit "Spritzen" meint.

Zuviele Fragen, um hier ernsthaft Tipps geben zu können, aber eines ist sicher: es gibt für Deine Mutter eine verträglichere Therapie als ihre derzeitige, hier zeichnet sich Hartnäckigkeit gegenüber der Ärztin aus.

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