Welches Mathebuch kann man für das Abitur empfehlen?

4 Antworten

Hallo,

beginnen würde ich hiermit:

https://www.amazon.de/Brückenkurs-Mathematik-Übungsbuch-MyMathLab-Pearson/dp/3868943005/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1540575638&sr=1-2&keywords=brückenkurs+mathematik

oder, falls Du es noch etwas unterhaltsamer brauchst:

https://www.amazon.de/Brückenkurs-Mathematik-Studieneinsteiger-aller-Disziplinen/dp/3642415636/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1540575638&sr=1-1&keywords=brückenkurs+mathematik

Das zweite Buch liefert noch eine Formelsammlung mit und hat auch Kapitel über komplexe Zahlen, Stochastik und Statistik, die sich im ersten Buch nicht finden.

Außerdem wird in diesem Buch mehr erklärt. Verständlich sind beide und beide führen den, der mit ihnen arbeitet, zu einer soliden Grundlage, auf der sich aufbauen läßt.

Bei vielen hapert es später in der Mathematik, weil sie die Grundlagen nie richtig begriffen haben. Aber auch höhere Mathematik verlangt den Umgang mit Brüchen, Wurzeln, Potenzen, Logarithmen usw., die Fähigkeit, Gleichungen umzuformen und zu lösen oder auch Gleichungssysteme, das Verständnis dafür, was eine Funktion eigentlich ist, was eine Ableitung oder eine Stammfunktion oder wie man mit Sinus, Kosinus und Tangens umgeht.

Wer zum Beispiel niemals den Einheitskreis kapiert hat, wird sich mit Winkelfunktionen immer schwer tun; wer niemals begriffen hat, wie eine Funktion und ihre Ableitung zusammenhängen, wird immer Schwierigkeiten mit der Differentialrechnung haben; wer nicht in der Lage ist, Gleichungen nach bestimmten Variablen aufzulösen, wird immer darauf angewiesen sein, alle möglichen Formeln auswendig zu lernen - um sie dann im Ernstfall doch wieder vergessen zu haben.

In 1 1/2 Jahren kannst Du eine Menge schaffen und in Mathe richtig gut werden, wenn Du ein wenig Fleiß und Interesse mitbringst. Gerade das zweite Buch, das durchaus ernsthafte Mathematik bietet, aber sie eben nicht so bierernst und trocken vermittelt, kann einem helfen, die Mathematik mit anderen Augen zu sehen, ihre Faszination zu entdecken und die schülertypische allergische Reaktion auf alles, was mit Zahlen zu tun hat, von Bääh auf Aah zu drehen.

Herzliche Grüße,

Willy

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...Mathematik mit anderen Augen zu sehen, ihre Faszination zu entdecken und die schülertypische allergische Reaktion auf alles, was mit Zahlen zu tun hat, von Bääh auf Aah zu drehen.

Das hast du gut ausgedrückt!

Ich wage einfach mal die Vermutung, dass in den Schulen viel zu schnell vorgegangen wird für diese langweilige Art. Meine Kinder haben fast alle nur Einsen gehabt in Mathe, weil wir uns leisten konnten, die Arbeiten erst dann zu schreiben, wenn sie es verstanden haben. Das ging dann von 20 Seiten pro Tag bis Wochen für eine Sache. Man sitzt ja auch mal auf der Leitung...

Ich habe von einem Hopmeschooler gehört, der einen Jahrgang in Mathe innerhalb von zwei Wochen durchgearbeitet hat.

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Bei vielen hapert es später in der Mathematik, weil sie die Grundlagen nie richtig begriffen haben.

Ja, und dann ging es weiter im Stoff, und sie haben den Anschluss verloren. Das geht leider vielen so.

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@krivor

Oder pfuschen sich halt durch.

Ich war - es ist einige Jahrzehnte her - Einser-Schüler im Mathe-LK.

Als ich dann vor einigen Jahren begonnen habe, mich intensiv mit Mathe aus Liebhaberei zu beschäftigen, habe ich erst gemerkt, wieviel ich damals entweder nicht wußte oder nie richtig begriffen habe. Für die Klausuren hat es auch so gereicht, aber so einige Zusammenhänge sind mir damals doch verborgen geblieben.

Das liegt natürlich auch daran, daß Mathe an der Schule ein Fach unter vielen ist und daß man als Jugendlicher doch etwas andere Interessen hat, als sich mit Integralen und Ebenengleichungen auseinanderzusetzen.

Jedenfalls habe ich mir später den Brückenkurs zugelegt und den Stoff noch einmal von Anfang an wiederholt, um ihn dann natürlich mit Hilfe anderer Bücher zu vertiefen. Wer wie ich Mathe einfach nur aus Jux und Tollerei betreibt, hat natürlich auch nicht den Streß, irgendwelche Klausuren bestehen zu müssen.

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@Willy1729

Das habe ich ganz deutlich bemerkt in den Kursen zwischen Jg. 12 und 13. In der 13 waren nur noch Leute dabei, die Mathe als Kurs brauchten oder wollten. Meine letzte Arbeit in 12 war 0 Pkt, meine letzte in 13 war 15 Pkt.

Bei mir war es eindeutig die falsche Lehrmethode.

Im Homeschoolingbereich merke ich, dass es den Kindern wesentlich mehr Spaß bereitet, wenn sie es verstehen und dann auch vorwärtstürmen und Stoffe bewältigen können, die ihrem Alter voraus sind. Vor allem die Jungs. Die brauchen anscheinend eher den Wettbewerb.

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@krivor

Diese Konzentration auf solide Grundlagen fehlt heutzutage. Da wird im Schweinsgalopp durch die Materie geritten, die Schüler lernen nur noch für den bescheuerten Pisa-Test und lernen Methoden auswendig, mit denen sie die immer gleichen Aufgaben nach Schema F lösen.

Kein Wunder, wenn man dann hier Fragen liest wie:

Was setze ich bei x²-9=0 in der pq-Formel als p ein?

x² taucht auf und wie der berühmte Pawlowsche Reflex wird nach der pq-Formel gegriffen, ohne darüber nachzudenken, ob man die hier überhaupt braucht oder wo die überhaupt herkommt und in welchen Fällen sie sinnvoll ist oder eben nicht.

Pisa-Tests gab es zu meiner Schülerzeit nicht, etwas mehr Zeit für den Stoff war auch vorhanden und es gab kein Internet, so daß man sich bei den Hausaufgaben tatsächlich noch den eigenen Kopf zerbrechen mußte (oder abschreiben halt).

Mathe braucht Zeit und intensives Nachdenken. Beides ist an der Schule kaum zu finden. Denjenigen, denen ernsthaft ein Mathestudium vorschwebt, sollte man besondere Mathe-AGs bieten, in denen sich der Schulstoff vertiefen und erweitern ließe und kein festes Curriculum die Stoffwahl in ein Korsett zwängt.

Ich glaube nicht, daß ein normales Gymnasium oder eine Gesamtschule für ein solches Studium die nötigen Vorkenntnisse und Techniken liefert.

Im Bereich Mathematik ist das Abitur auf keinen Fall als allgemeine Hochschulreife tauglich.

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@Willy1729

Ich frage mich, ob das nicht gewollt ist. Der Eindruck besteht einfach, dass unsere Lehr- und Lernkultur geradewegs an die Wand gefahren wird. Die "Integration in die Gruppe" ist laut Bildungsministerium das wichtigere Lernziel der Schule.

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@krivor

Ja. Aus dem hehren Ziel, allen Kindern den Weg zu einer hohen Bildung zu ermöglichen, wurde eine Gleichmacherei, die das Abitur entwertet hat, die Haupt- und Realschulen zu Deppenschulen verkommen ließ und junge Menschen an die Uni spült, die dort wirklich nichts verloren haben. Jemand, der das Zeug dazu hat, soll studieren können, auch wenn er eben nicht aus Akademikerkreisen stammt, sondern vielleicht Eltern hat, die selbst kaum Bildungschancen hatten.

Aber müssen denn Jugendliche, die kaum in der Lage sind, einen fehlerfreien Satz hinzubekommen, unbedingt in die gymnasiale Oberstufe?

Eine gute Haupt- oder Realschule mit engagierten Lehrkräften, die von der Politik Unterstützung und Anerkennung erhielten, könnte Menschen, die nicht die Akademikerlaufbahn einschlagen wollen, viel besser auf das spätere Berufsleben vorbereiten als dies ein Gymnasium vermag.

Schulen sollten nach Interessen und Fähigkeiten der Schüler ausgesucht werden, nicht nach der Herkunft oder den Wunschvorstellungen der Eltern.

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@Willy1729

Und noch böser:

Während an den normalen Gesamtschulen und Gymnasien inzwischen jeder Depp untergebracht wird, der weder Grips im Kopf hat noch Interesse zeigt und letztlich nur den Unterricht stört, gehen die Kinder der Politiker, Manager, Firmenbosse usw. an teure Privatschulen, die eben mal zwischen 5000 und 10000 Euro (nach oben offen) im Monat kosten, um da in aller Ruhe und von hochqualifizierten Kräften unterrichtet auf ihre späteren Führungsaufgaben vorbereitet zu werden.

Da haben wir wieder die alte soziale Ungleichheit: Die Reichen können sich teure Schulen für ihre Kinder leisten, die dann ebenfalls in die obersten Etagen aufsteigen, während die Kinder der Armen versuchen müssen, sich ihre Bildung trotz lärmender Mitschüler und frustrierter Lehrer zu erkämpfen oder eben gleich aufzugeben und durch den Rost zu fallen, um später als Billiglohnarbeiter den Reichtum der Reichen weiter vermehren.

Die Kinder armer Leute bekommen heutzutage vielleicht das Abitur - aber sie können damit nichts mehr anfangen, weil sie das Wichtigste, das sie benötigen, in der Schule nicht bekommen: die richtigen Beziehungen.

Wir steuern auf eine Gesellschaft zu, in der wenige Superreiche über ein Heer von dummgehaltenen, aber zu schlecht bezahlter Arbeit Tauglichen regiert und sich gegenseitig Geld, Macht und Posten zuschieben.

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Vielen Dank, das zweite Buch ist sehr hilfreich.

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Schau mal hier, da gibt es Abiturtraining mit Beispielaufgaben und andere themenspezifische Bänder, vllt.kommt dir das entgegen.

https://www.stark-verlag.de/schueler

Der Kusch ist gut.

https://www.amazon.de/Kusch-Mathematik-Aktuelle-Neuausgabe-Arithmetik/dp/3464413012

Auch die Filme von Dorfuchs kann ich empfehlen. Die sind allerdings zu bestimmten Themen.

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Im Kusch sind viele durchgerechnete Übungsaufgaben. Wer also grundlegende Probleme/Lücken hat liegt hier richtig. Mich hat die Schwarte allerdings immer abgeschreckt.

Ich hatte nur "Oberstufenmathematik leicht gemacht" von Peter Dörsam. Der Mann kann genial erklären, ohne am Niveau zu sparen. Mindestens jeweils eine Aufgabe zu jedem Thema ist komplett durchgerechnet, mehr aber nicht. Das Richtige auch für Leute, die sich vorher mal den Stoff unkompliziert aneignen möchten.

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Gruß DumSao

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