Welches Material wird für die letzte Schicht eines Raumanzuges verwendet?

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4 Antworten

Der Weltraum - ein Vakuum - hat keine Temperatur. Die können nur Körper haben, entweder durch eine eigene Energiequelle oder durch Wärmestrahlung von außen. 

Die neuen Raumanzüge funktionieren von -150 °C im Schatten bis +250° C in der Sonne. Das aber bedeutet, dass es a) wohl keine -270° C erreicht werden (sonst hätte man die Anzüge anders konstruiert) und b) ist die Kühlung das Problem. 

Man muss also eher verhindern, dass der Astronaut, bedingt durch eigene Wärmeabgabe, nicht überhitzt. 

OK, hier ein paar Links zum Thema Raumanzug. Die Außenhülle besteht u. a. aus aluminisiertem Mylar, im Verbund mit Dracon, Neopren und noch ein paar anderen Stoffen, auch Glasfasern(?). 

http://www.space.com/21987-how-nasa-spacesuits-work-infographic.html

http://www.brainstuffshow.com/videos/space-suit-video.htm

http://www.dlr.de/blogs/home/space/video-wie-funktioniert-ein-raumanzug.aspx

Hier erklärt Dr. Hans Schlegel, der ja 2x im All war, den benutzten Raumanzug. Das Visier (doppelt) ist aus Acrylglas (bekannter auch unter dem Handelnamen "Plexiglas"). 

Ansonsten  DLR gibt es in der Kategorie "Raumfahrt" nach Eingabe von "Raumanzug" noch viele weitere Infos. 

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Kein Material hält so hohe oder niedrige Temperaturen stand.  Als Aldrin mit GEMINI 12 eine halbe Stunde zum Weltraum Ausflug rausging hat sich sein Reißverschluss am Raumanzug so erhitzt das seine Haut Verbrennungen hatte. Zumal das Weltall nicht überall so eine Temperaturen hat.  Solche Temperaturen erreicht man im Schatten vom Mond. 

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Die äußeren Anzugsschichten bestehen aus widerstandsfähigen feuerhemmenden Aramidfasern. Raumanzüge für Außenbordarbeiten sind zudem an der Außenseite mit Aluminium oder anderen Stoffen beschichtet, um Sonnenstrahlung zu reflektieren. Diese beiden Außenschichten schützen den Träger auch vor Mikrometeoriten und Strahlung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Raumanzug#Struktur_eines_Raumanzugs

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Kommentar von Mogdullu
07.02.2017, 10:21

Danke. Aber Wiki zitieren und dort nachlesen kann ich auch. Wo finde ich denn nun die Information, dass z. B. Kevlar bis -270 noch flexibel bleibt? Nahe dem Nullpunkt bewegen sich - meiner Meinung nach - auch diese Moleküle kaum noch und es kommt zwangsläufig zu einer Versprödung oder auch Eigenschaftseinbußen.

KEVLAR ist wärme- und kältebeständig

Bis zu 180°C behält KEVLAR® fast alle Eigenschaften bei, die es bei
Raumtemperatur hat. Da es weder schmilzt noch die Verbrennung unterhält,
eignet es sich besonders gut für Anwendungen, bei denen es auf den
Schutz vor hohen Temperaturen ankommt, wie z.B. bei
Arbeitsschutzkleidung. Oberhalb 425°C beginnt KEVLAR® zu verkohlen. Am
anderen Ende der Temperaturskala zeigt KEVLAR® bei tiefen Temperaturen
bis -196°C keine wesentliche Versprödung und auch keine Einbusse an
Festigkeit.

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