Welches Makroobjektiv kaufen?

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6 Antworten

Hey, 2.8 bzw 1.8 ist die Lichtstärke eines Objektives, nicht die Brennweite. Die Brennweite ist die mm Zahl. Viele Objektive werben mit der Bezeichnung Macro, wichtig ist hier, von welchem Abbildungsmaßstab hier die Rede ist, da der Makro- Bereich nicht klar definiert ist. Makro Objektive gibt es mit verschiedenen Brennweiten, gängig sind hier denke ich 60mm, 100mm und 180mm. (Plus Minus ein bisschen) . Die Naheinstellungsgrenze variiert dort, bei einem 60mm Objektiv ist es z.B üblich dass du näher rangehen kannst/musst als bei beispielsweise einem 180mm Obejktiv. Klar. Da musst du dann natürlich gucken, was für dich praktischer ist. Wenn du Tiere etc fotografieren möchtest die sich bewegen bzw leicht erschrecken lassen kann es praktisch sein einen gewissen Abstand zu haben um eben zu den gewünschten Aufnahmen zu gelangen. Da Produkte sich in der Regel nicht bewegen, dürfte das für dich aber nicht allzu ausschlaggebend sein, vermute ich.

Welches Makroobjektiv hat dir denn der Hersteller empfohlen? Ich habe gelesen, dass du mit Nikon fotografierst, da ich selber nicht damit fotografiere ist es schwierig dir jetzt eine Anregung zu geben. Am besten du guckst einmal direkt auf der Nikon Website was die so für Makroobjektive haben, und auch noch auf den Webseiten von Sigma, Tamron (z.B 90mm f 2.8) etc was die im Programm haben und vergleichst dann, liest dir Testberichte durch etc. Wenn du ein gutes Fotogeschäft kennst kannst du da ja vielleicht auch sogar mal deine Favoriten in die Hand, bzw vor die Kamera nehmen, oder ein Freund von dir hat ein Makroobjektiv mit dem du mal testen kannst.

Was mich verwirrt ist, das du einerseits sagst, dass dir Detailwiedergabe nicht so wichtig sei, du andererseits aber betonst, dass du total auf Tiefenschärfe (Alles alles scharf) stehst.

Makolinsen kannst du, je nach brennweite, auch für Portraits benutzen. Ich würde dir aber raten, dich noch ein wenig mehr mit den "Fotografie Basics" auseinanderzusetzen gerade beim Objektivkauf sollte man sich eigentlich über die Bedeutung von Lichtstärke, Brennweite etc im Klaren sein. Das ist nicht böse gemeint, du weißt ja auch schon etwas aber du hast ja selber gesagt das du dich nicht gerade gut auskennst und jaa, das ist halt nur von Vorteil sich ein bisschen auszukennen damit man nicht übers Ohr gehauen wird :-)

Liebe Grüße, ich hoffe ich konnte dir helfen :-)

Verkäufer hat mir eine Brennweite von 2.8 empfohlen, meine Freundin behauptet aber 1,8 Brennweite sind besser.

2.8 und 1.8 sind die Offenblende... 1.8 ist Lichtstärker aber Makro-Objektive haben meist 2.8. Bei einem 1:1 Makro mit f/2.8 hast du eine Schärfenebene von geschätzt 0,2mm!!! Bei Makros muss man eigentlich abblenden um wenigstens ein wenig Schärfentiefe zu heben!

Ich möchte es hauptsächlich im Bereich Produktfotografie verwenden, nebensächlich vielleicht noch bei Nahaufnahmen von Personen, aber das nur wirklich nebensächlich. Also ist es mir nicht so wichtig ob man die Härchen von Bienenbeinchen auf nem Foto sieht, dennoch will ich das der Text auf einem Produkt scharf bleibt, wenn ich von nahem fotografiere.

Warum dann ein Teures Makro-Objektiv? Das kannst du billiger haben...

Es gibt 4 Varianten um Makro-Bilder zu machen:

1) Aufschraubbrare Makro- oder Nahlinsen und Achromaten:

Nahlinsen sind günstig und liefern meist gute Bildqualität. Es gibt Nahlinsen meist in +1, +2, +3, +4 und die Dinger sind Kombinierbar. Man sollte aber auf Qualität achten und so ca. 20 EUR / Stk. einplanen. Vorteil ist, dass der AF weiter Funktioniert.

Achromaten sind sozusagen fast das gleiche nur dass die Bildqualität ein wenig besser ist. Aber dafür werden auch 60-90 EUR / Stk. fällig. Hier funktioniert ebenfalls der AF.

2) Zwischenringe:

Zwischenringe gibt es mit und ohne AF-/Blendensteuerungs-Übertragung. Ohne kommen die Dinger auf kanpp 15 EUR und mit werden schnell 60-120 EUR fällig. Da die Zwischenringe als Abstandhalter zwischen Objektiv und Kamera verwendet werden wird es jedoch schnell finster was dann zum versagen des AF führt und gleichzeitig wird es schwer im Sucher noch was zu erkennen. Auch der Live-View hilft da nur noch bedingt.

3) Umkehr- oder Retroadapter:

Hierbei fällt die Blendensteuerung und der AF total aus. Bei modernen Linsen ohne Blendenring wird es sehr schwer überhaupt noch die Blende einzustellen und ein Workarround mit Abblendtaste funktioniert nicht mit jeder Kamera. Weiters ruht das ganze Gewicht der Linse allein auf dem Filtergewinde, das eigentlich nur ein paar Gramm schwere Filter tragen soll. Für mich ist das die unpraktischste und gleichzeitig gefährlichste Variante!

4) Makroobjektive:

Das ist sicherlich die beste und gleichzeitig teuerste Variante.

Zum probieren und üben empfehle ich Achromaten oder Nahlinsen wobei ein 3er Set Nahlinsen sicherlich universeller ist als ein Achromat. Kauft man Qualitativ hochwertige Nahlinsen zB von Hoya dann ist die Bildqualität kaum schlechter als Nahlinsen.

Bei der Fotografie gilt oft, dass man 80% der Qualität mit 10% vom Budget erreicht und die letzten 20% verschlingen dann 90% vom Budget.

Auf was muss ich denn achten? Brennweite?

Portrait/Makro:

  • Tamron 60mm f/2 - 330 EUR - Top Portrait-Linse und gut für Pflanzen aber für Tiere zu kurz - FLUCHTDISTANZ!!!
  • Tamron 90mm f/2.8 - 380 EUR - Top Portrait-Linse und gut für Pflanzen und Tiere
Diese MM-Zahl?

... das ist die Brennweite!

Ich fotografiere hobbymäßig, habe Zuhause kein Studio oder Reflektoren und ähnliches, will deswegen auch keine 1000€ für ein Objektiv ausgeben, aber das Objektiv sollte trotzdem gut sein!

Produktfotografie = Lichtzelt!

mbauer588 16.04.2014, 23:03

XX-YYmm ist die Brennweite.

Gehen wir mal von den kleineren Modellen aus dann gilt:

  • 1-18mm = Ultraweitwinkel
  • 19-30mm = Weitwinkel
  • 30-35mm = Normalbrennweite (menschl. Sehfeld - je nach Crop-Faktor)
  • 40-200mm = Tele
  • ab 200mm = Supertele

Alles unter der Normalbrennweite zeigt mehr im Bild als wir sehen können. Das wird zB in Hotels eingesetzt... Man kennt die schönen, großen und geräumigen Zimmer aus dem Katalog, die in natura dann doch 1-2 Nummern kleiner sind... Das ist der WW/UWW Effekt.

Tele holt entferntes Näher ran und sorgt für einen "Tunnelblick" - Je größer die Brennweite umso Stärker der Effekt.

Es gibt jedoch auch noch andere gaaanz wichtige Nummern. Die werden normal mit f/X-Y bzw. f/X oder 1:X-Y bzw. 1:X angegeben.

Das ist die s.g. Lichtstärke. Grundsätzlich gilt je kleiner die Nummer umso teurer. Stell dir ein Objektiv wie eine Pipeline vor - Je kleiner die f-Nummer umso größer der Durchmesser und umso mehr Licht kann in der gleichen Zeit durch.

Dies ermöglicht es zB schöne Stimmungsbilder bei Kerzenschein oder Lagerfeuer zu schießen ohne allzuviel Rauschen zu haben. Weiters wird dadurch aber Bereich der Schärfe (Schärfentiefe / Schärfenebene) geringer. Das kann man auch zum Freistellen (scharfes Motiv vor unscharfem Hintergrund) verwenden!

Bessere Objektive haben eigentlich eine konstante Offenblende - zB 28-75mm f/2.8 oder 70-200mm f/2.8. Das bedeutet, dass egal bei welcher Brennweite die Lichtstärke immer gleich ist.

Günstigere Modelle haben eine Variable Lichtstärke - zB 18-105mm f/3.5-5.6. Hier gilt die 3.5 bei 18mm und die Lichtstärke schwindet dann auf 5.6 bei ca. 2/3 (ca. 70-75mm) der max. Brennweite.

Eine zB 35mm Festbrennweite ist perfekt auf 35mm abgestimmt. Gleiches gilt für alle anderen Festbrennweiten... Da Fotografen meistens nicht mit 10-20 Festbrennweiten-Objektiven runrennen wollen gibt es Zoom-Objektive.

Je größer der Zoom-Bereich desto großer der Kompromiss zwischen kleinster und größter Brennweite. Ergo muss bei einen zB 18-270mm Objektiv ein viel extremerer Kompromiss eingegangen werden als bei zB 18-55mm und weiters wird die Konstruktion teuer und viel aufwändiger bei einem 18-270mm als beim 18-55mm.

Durch diesen Kompromiss wird die Bildqualität beeinträchtigt. Je größer der Kompromiss desto größer die Beeinträchtigung. Daraus kann man schließen, dass eine zB 18-270mm Linse ist nicht grottenschlecht ist aber von der Bildqualität einer anderen Linse deutlich unterlegen ist. In dem Fall ist es eben eine der Ausnahmen von der "You get what you pay for" - Regel!

Welche Kamera hast du?

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Hannah7487 16.04.2014, 23:15
@mbauer588

Hey du hast dir aber viel Mühe gegeben :D Danke erstmal, es bringt mich eine Menge weiter. Ich habe die Nikon D5200 und mein momentanes Interesse gehört dem Tamron 60mm, das du auch oben erwähnt hast. :)

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mbauer588 17.04.2014, 00:15
@Hannah7487

Alternativ kannst du auch ein Nikkor 50mm f/1.8G - 170 EUR (günstigster Einstieg in die Portrait-Fotografie. Aber keine Makro-Linse...) verwenden.

Dazu Nahlinsen oder Raynox-Achromat bei Bedarf nachkaufen denn wirklich 1:1 wirst du bei Produkten nicht brauchen ;-)

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beamer05 17.04.2014, 21:25
@mbauer588
denn wirklich 1:1 wirst du bei Produkten nicht brauchen ;-)

Naja, kommt halt auf die "Produkte" an.

Für Zinnsoldaten, Modelleisenbahnen (Details) etc. kann es schon sinnvoll sein

;))

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Hallo!

Je mehr ich mir deine Antworten durchlese, komme ich zu der Überzeugung, dass du kein Makroobjektiv brauchst in der Produktfotografie.

Dieser Objektivtyp ist kontraproduktiv im Produktbereich, weil seine Schärfentiefe viel zu gering ist.

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich in über 40 Jahren auch professioneller Fotografie ein Makroobjektiv für Produktfotos eingesetzt hätte.

Ausser ich habe nur Produkte, die hauptsächlich sehr klein sind und nur in 2D abgebildet werden, weil räumliche Schärfe bekomme ich nicht mit einem Makroobjektiv.

Mein Rat: Besorge dir ein gutes Objektiv, am Besten eine Festbrennweite mit kleiner Naheinstellgrenze und gutem Blendenbereich, ein Stativ und Scheinwerfer und/oder Lichtbox für die Produktfotografie. Manchmal wirst du auch ein Hintergrundsystem brauchen ...

Produktfotografie ist ein weites und anspruchsvolles Anwendungsfeld, besonders bei Glas und spiegelnden Oberflächen.

Fotografiere und experimentiere, damit dir die fotografischen Zusammenhänge klar werden zw. Brennweite, Blende, Schärfe, Verzerrungen ... usw.

LG Bernd

beamer05 17.04.2014, 21:23
Dieser Objektivtyp ist kontraproduktiv im Produktbereich, weil seine Schärfentiefe viel zu gering ist.

Ähem,,, du schreibst von (deiner) professionellenn Fotografie. Dann sollte dir aber auffallen, dass dein oben zitierter Satz ziemlich .... gaga ist.

Der "Objektivtyp" des Macroobjektives hat doch mit der Schärfentiefe nichts zu tun, diese hängt von der Blende (auch Macros kann man abblenden) und vom Abbildungsmaßstab ab, und es gibt ja auch Macros mit 50mm oder auch 30mm Brennweite.

Daher kann ich z.b. mit dem 50er Macro exakt die gleiche Schärfentiefe erreichen, wie mit einem Standard-50er, dabei muss man nur die gleiche Blende und den gleichen Abbildungsmaßstab (vereinfacht: gleiche Entfernung) einstellen, voila!

Der Unterschied ist halt, dass man beim Macro kürzere Nahgrenzen hat, damit eine (meist) 1:1 -Abbildung möglich ist. Und mit steigendem Abbildungsmaßstab wird natürlich (bei konstanter Blende) die Schärfentiefe geringer. Das gilt aber für alle Objektive.

Und nachdem du zunächst von einem Macro-Objektiv abrätst, empfiehlst du schließlich:

Mein Rat: Besorge dir ein gutes Objektiv, am Besten eine Festbrennweite mit kleiner Naheinstellgrenze und gutem Blendenbereich

...und das ist schon annähernd die Beschreibung eines Macroobjektives.

SO GANZ habe ich daher deinen Beitrag nicht verstanden...

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berndamsee 18.04.2014, 11:09
@beamer05

Hallo!

Du hast meinen Beitrag nicht verstanden?

Ich denke eher, du hast die Zusammenhänge zwischen Naheinstellgrenze, Blendenwert und Schärfentiefe (noch) nicht verstanden.

Bei einem 50 mm Makrobjektiv hast du in der Makrofunktion bei gleicher Blende, wie in der Normalfunktion eine wesentlich kleinere Schärfentiefe (nur mehr im mm-Berich).

Makroobjektiv bedeutet ja nicht, dass ich von der Naheinstellgrenze bis Unendlich fokusieren kann, sonder Makroobjektiv bedeutet, dass ich in der Makrofunktion - wo Linsengruppen im Objektiv verschoben werden, eben in die Makrofunktion - eine zweite Naheinstellgrenze zur Verfügung habe, aber mit dementsprechend geringerer Schärfentiefe.

Genau genommen ist ein Makroobjektiv 2 Objektive in einem, aber mit verschiedenen optischen Eigenschaften ... und auch die Blende berechnet sich anders in der Makrofunktion ... aber das würde jetzt den Rahmen sprengen ...

Also nix mit gaga ... einfach jahrzehntelange Erfahrung und Wissen in diesem Bereich.

LG Bernd

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beamer05 18.04.2014, 20:41
@berndamsee
Bei einem 50 mm Makrobjektiv hast du in der Makrofunktion bei gleicher Blende, wie in der Normalfunktion eine wesentlich kleinere Schärfentiefe (nur mehr im mm-Berich).

Bei gleichem Abbildungsmaßstab UND gleicher Blende ist die Schärfentiefe gleich.

Der Unterschied ist nur, dass das Macro-Objektiv einen größeren Abbildungsmaßstab (nämlich i.d.R. bis 1:1) erlaubt (dies ist halt "automatisch" verbunden mit einer kleineren Nahgrenze), und DORT ist dann die Schärfentiefe sehr gering.

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berndamsee 19.04.2014, 04:40
@beamer05

Hallo!

Ich glaube jetzt zu verstehen, was du meinst. Sorry, habe ich mich wahrscheinlich missverständlich ausgedrückt.

Natürlich kann ein 50 mm Makroobjektiv auch für Produktfotografie eingesetzt werden in der "Normalfunktion". Ich wollte damit eigentlich nur zum Ausdruck bringen, dass er in der Produktfotografie die Makrofunktion so gut wie nie verwenden wird (können), weil eben, wie du auch richtig schreibst, die Schärfentiefe bei diesem Abbildungsmassstab viel zu gering ist.

Es ist ja bei einem Makroobjektiv so, dass zw. dem Abbildungsmassstab (in Makrofunktion) von 1:1 und dem grössten Abbildungsmassstab (in Normalfunktion) von ca. 1:7 eine Lücke klafft, die ein Makroobjektiv nicht schliessen kann.

Und dass ist eigentlich meine Kernaussage, den ein Abbildungsmasstab von 1:7, erzielt mit einem 50 mm Objektiv, ist in der Produktfotografie eher unbrauchbar, auf Grund der starken perspektivischen Verzerrung.

Da könnte zB mit einer 200 mm Festbrennweite bei 80 cm Naheinstellgrenze ein Abbildungsmassstab von ca. 1:3 realisiert werden mit weitaus geringerer perspektivischer Verzerrung.

Somit könnte er sich das Geld für ein Makroobjektiv sparen und in eine Tele-Festbrennweite investieren, die wesentlich besser für Produktfotografie geeignet ist, als ein 50 mm Makroobjektiv.

LG Bernd

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beamer05 20.04.2014, 15:17
@berndamsee

Sicherlich ist in vielen Fällen ein Macro für Produktfotografie nicht "erforderlich".

Ob es dann auch gleich "nicht sinnvoll" ist, ist eine andere Frage; es gibt hier ja auch unterschiedliche Brennweiten, und wenn man eine Auswahl hat (bei mir liegen 30, 50, 100 und 180mm rum, weil ich halt Festbrennweiten mag - und die Macro-funktion halt auch), dann kann man auch diese für "Produktfotos" nehmen.

... in der Produktfotografie die Makrofunktion so gut wie nie verwenden wird (können), weil eben, wie du auch richtig schreibst, die Schärfentiefe bei diesem Abbildungsmassstab viel zu gering ist

Für die meisten "Produkte" stimme ich Dir ja zu. Wenn der Fragesteller allerdings vorzugsweise sehr kleine Dinge ablichten will, z.b. Schmuck, Modellfiguren (z.b. Zinnfigürchen) etc., kann ein "normales" Objektiv schon mal an Grenzen kommen.

Und für die Schärfentiefe bei (hier) stillstehenden Objekten kann man auch Fokus-Stacking machen - wenn man es kann ;)

Und für den Fragesteller ist die Beschaffung von mehr Information / Wissen wahrscheinlich erstmal dringlicher, als die Beschaffung eines Macros. Zudem ist für jenen auch die Anschaffung eines ordentlichen Zoom-Objektives, vielleicht mit moderater "Pseudo-Macro"-Funktion sinnvoller.

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berndamsee 20.04.2014, 23:36
@beamer05

Hallo!

Richtig! Ich bin zwar auch ein Festbrennweitenfan, habe aber doch auch einige Zooms in Verwendung.

Ich bin genauso der Meinung, dass ein gutes Telezoom in der Produktfotografie weitaus besser geeignet ist, als ein 50 mm Makro-Objektiv.

LG Bernd

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Angesichts deiner Frage sowie deiner weiteren Kommentare hier, erlaube ich mir mal eine immer mal wieder bewährte Empfehlung zu geben:

www.fotolehrgang.de

Hilft gerade dem "Einsteiger", mit den Begriffen und der Fotografie besser zurecht zu kommen.

Kostet nix und tut nicht weh!

;))

Viel Spaß und Erfolg damit!

Du hast recht der Verkäufer war nicht wirklich Kompetent den 2,8mm Brennweite ist mit einer DSLR nicht zu realisieren, das mindeste sind 7 oder 8 mm.

2,8 sind die größtmögliche Blendenöffnung und da ist 1,8 besser aber das nütz einem nichts da man bei Makroobjektiven eh meist abblendet (zb auf 8,0) um mehr schärfe zu bekommen.

Außerdem haben die meisten echten Makroobjektive F2,8 ,bis auf das Canon 50mm f2,5 Mako.

Das was du als Brennweite bezeichnest ist wohl die Lichtstärke.

Hannah7487 16.04.2014, 21:40

Ja, das könnte sein. Habe mir einiges im Internet durchgelesen, aber es bringt mich nicht viel weiter. Ich finde das vieles sehr kompliziert und in Fachsprache erklärt wird.

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Wiggum34 16.04.2014, 21:49
@Hannah7487

also dann mal in nicht-Fachsprache.

Lichtstärke wird in 1:X,Y angegeben. Je kleiner die Zahl ist, desto hochwertiger das Objektiv, desto mehr Licht lässt es durch. Gute Festbrennweiten kommen an 1:1,2 dran.

Die mm-Angabe bezeichnet die Brennweite. Kleine Zahlen (unter 50) sind Weitwinkelobjektive, je höher die Zahlen gehen, desto mehr wird das Objektiv zu einem Fernrohr und holt deine Fotoobjekte näher ran.

Und dann gibt es noch (interessant für dich wegen Makrofotografie) den Mindestabstand, auf den das Objektiv fokussieren (scharfstellen) kann.

Die Tiefenschärfe regelst du übrigens selber mit der Blende des Objektives. Du solltest also eine Kamera verwenden, die eine Zeitautomatik mit Blendenvorwahl bietet.

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Hannah7487 16.04.2014, 22:06
@Wiggum34

Danke für deine Mühe einige Begriffe zu erklären, aber noch bin ich Neuling und es fällt mir schwer das alles aufzunehmen und zu verstehen. Natürlich werde ich nach und nach Erfahrungen sammeln und mich mit der Fotografie auseinander setzen. Dennoch habe ich gehofft mit meiner Frage eine Empfehlung für ein Objektiv in nicht all zu hoher Preisklasse zu bekommen. Ich fühle mich nicht in der Lage mich jetzt einfach für ein Makroobjektiv zu entscheiden und nachher ist es überhaupt nicht das Richtige für mich. Verstehst Du was ich meine? Ich nehme einfach mal an es gibt unterschiedliche Makroobjektive da das Interesse der Kunden einfach unterschiedlich ist und ich hätte gerne eine Empfehlung für mein Interesse an Produktfotografie in Kombination mit Tiefenschärfe :)

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Hannah7487 16.04.2014, 22:13
@Hannah7487

Kleine Anmerkung noch... deine Erklärung ist echt super und bringt mich eher weiter als das was ich in den entsprechenden Foren dazu gelesen habe.

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Wiggum34 16.04.2014, 22:23
@Hannah7487

Hi, vielen Dank für die freundliche Rückmeldung. :-)

Sag doch einfach mal, welches Objektivmodell dein Verkäufer genau empfohlen hat. Ich bin zwar nur Hobbyfotograf, aber ein wenig kenn ich mich aus.

Wozu ich jetzt erst mal raten würde: ein gutes Allround-Objektiv (Zoom vom leichten Weitwinkel bis leichtes Tele). Dann auf die Lichtstärke achten, wenn du Innenraumfotografien ohne ordentliche Beleuchtung machen willst. Lieber also ein lichtstarkes Objektiv.

Makro: Tja, das ist dann so eine Sache. Wie gross sind die Produkte, die du fotografieren willst? Briefmarken oder eher Kochtöpfe? Bei Briefmarken sollte man dann doch auf die Makrofähigkeit wert legen, bei Kochtöpfen ist das nicht mehr notwendig, da die eh schon gross genug sind.

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Hannah7487 16.04.2014, 22:34
@Wiggum34

Gerne :) Also er sagte einfach das in 2 Wochen ein Makroobjektiv verfügbar sein wird, welches 279€ kosten wird. Das war bei Media Markt. Habe auch schon im Onlineshop nachgeschaut, aber keins für 279€ gefunden, deswegen kann ich dir da keine genauen Details nennen. Er sagte auch das 2.8 besser als 1.8 ist, worauf meine Freundin im Nachhinein widersprach aber sie war sich auch nicht sicher. Ich habe mich nicht so wirklich "beraten" gefühlt :P Die Produkte sind ganz unterschiedlich groß, also man kann wirklich sagen von Briefmarke bis hin zu Kochtöpfen gibt es keinen konkreten Maßstab. Aber ich sage jetzt einfach mal eher kleinere Produkte, denn wenn ich da mit meiner Nikon nah heran gehe kommt immer das Symbol, das sich zu nah dran bin und sie fotografiert dann auch einfach nicht mehr :)

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Wiggum34 16.04.2014, 22:46
@Hannah7487

Also erstens: Mediamarkt ist bitteschön kein Fachhandel. Ein Kistenschieber will Umsatz machen und hat nicht immer Ahnung von der Materie. Such dir bitte in deiner Stadt einen alteingesessenen Fotoladen, die sind vielleicht 10 Euro teurer, die Beratung ist es wert.

Zweitens: bei Makrofotografie solltest du dich nicht auf den Autofokus verlassen sondern per Hand scharf stellen. Bietet das die Nikon 5200? Ich weiss es nicht... Zudem sollte man dann (jedenfalls meiner unmassgeblichen Meinung nach) mit einem Schnittbildentfernungsmesser arbeiten... ich gehe aber davon aus, dass die Nikon das nicht hat und man die Mattscheiben nicht wechseln kann.

Insgesamt sehe ich hier: du bist in der unerquicklichen Lage mit nnicht passendem Werkzeug arbeiten zu müssen.

Bitte such dir ein Fachgeschäft, wo du saubere Beratung vor Ort erhältst.

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Wiggum34 16.04.2014, 22:52
@Hannah7487
Er sagte auch das 2.8 besser als 1.8 ist

Solange wir hier wirklich von der Lichtstärke reden: nein, so absolut kann man das nicht beurteilen. Ja, es ist gut, wenn mehr Licht den Film (jetzt den Sensor) erreicht, denn dann kann man mit kleineren Verschlusszeiten fotografieren.

Man muss das aber bitte immer im Zusammenhang mit allen anderen Werten betrachten. Was hilft es dir, wenn du eine 50 mm Standardbrennweite (50 mm Standardbrennweite heisst das so (ich komme aus der analogen Fotografie mit Film), weil der Blickwinkel eines 50mm Objektives ziemlich genau dem Blickwinkel des menschlichen Auges entspricht) mit Lichtstärke 1:1,2 hast, du aber eher ein Allroundzoom brauchst, das dann (Kompromiss) eine schlechtere Lichtstärke hat?

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Hannah7487 16.04.2014, 23:11
@Wiggum34

Sehr viel Text! :D Ja ich kann mit meiner Nikon per Hand scharf stellen :) Ich finde das Tamron SP AF 60mm F/2.0 Di II Macro 1:1 Objektiv für Nikon ganz interessant. Danke für die Antworten!

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