Welches Linux würdet Ihr einen Einsteiger empfehlen?

12 Antworten

was erwartest du als Anfänger?

Ohne sich etwas damit vorher zu beschäftigen ist das ohnehin nicht so einfach, denn als Windows-Kenner muss man einige Dinge einfach vergessen. Das betrifft aber alle Distributionen.
"Innen" läuft bei allen Distributionen Linux als Kern.Damit gibt es keine Laufwerke mehr. Alle Directories (Ordner) und Files (Dateien) hängen an einem Verzeichnisbaum und der beginnt an einer Wurzel (root).
Die Distributionen haben beim Verteiler der Distribution eine Datenbank (Repository) in der praktisch alle Anwenderprogramme gespeichert sind und auf die man jederzeit kostenlos zugreifen und Programme installieren kann. Hier unterscheiden sich aber die Distributionen, weil die Datenbanken und damit auch die Mittel zum Installieren unterschiedlich sind. Das sollte aber das geringste Problem für einen Anfänger sein.

Wenn er nicht ständig eine andere Distribution probieren will, gewinnt man schnell Routine.

Anfänger hätte oft gern eine grafische Oberfläche wie bei Windows. Das bringt aber nichts, den die Programme, die man da starten kann, sind ohnehin anders.
Firefox oder Thunderbird oder LibreOffice sehen aber kaum anders aus als bei Windows.
Suche dir eine Distribution aus und fange an, damit zu spielen. Alles andere kommt fast von allein und auf gutefrage.net kann man ja auch mit Linux zugreifen.

Woher ich das weiß:Beruf – openSuSE seit 1995

Pop!_OS: Kann man nicht viel mit falsch machen. Ist eine leicht modifizierte (verbesserte) Version von Ubuntu.

  • Vorteil: Einfach zu bedienen, beste Oberfläche für Touchscreens. Gut geeignet für Gaming. Einstellungen sind sehr übersichtlich, auch geeignet für Personen die keine Ahnung von Computern haben.
  • Nachteil: Ungewohnte Oberfläche, wenn man Windows gewohnt ist. Einstellungen, die über das "normale" hinausgehen sind etwas unintuitiv.

Manjaro: Eher etwas, wenn du ein bisschen "Bastelfreude" hast. Aber wenn du bei Windows schon mal in der Registry was geändert hast, deine Grafiktreiber-Einstellungen für maximale Leistung angepasst, oder Overclocking gemacht hast, und du eine strukturierte Anleitung befolgen kannst, dann wird dich auch Manjaro nicht überfordern.

  • Vorteil: Exzellent für Gaming, beste Softwareverfügbarkeit, Software ist das neuste vom neusten (mit 2 Wochen Verzögerung). Oberfläche ist ähnlich wie Windows. Es gibt viele Einstellungsmöglichkeiten.
  • Nachteil: Es kann auch mal Probleme geben, für die man die Suchmaschine des Vertrauens anschmeißen muss, um zu schauen, wie man das Problem behebt. Die Lösung könnte eine Aufmerksamkeitsspanne von mehr als 10 Minuten erfordern. Es gibt viele Einstellungsmöglichkeiten, evtl. ist es etwas schwerer auf den ersten Blick zu finden, was man sucht.

Garuda: Sehr ähnlich wie Manjaro, allerdings ist die Software noch neuer (die 2 Wochen Verzögerung gibt es nicht). Dadurch vermeidest du manche Probleme, bekommst dafür aber andere Probleme. Gibt es mit und ohne tollem (Ansichtssache) Theming. Wenn du ein kleines bisschen mehr Bastelfreude hast, ist es wahrscheinlich die beste Wahl (insbesondere, wenn du Spiele spielen willst). Ich tendiere dazu, eher Garuda als Manjaro zu empfehlen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Informatik

Für Debian bzw. Ubuntu-basierte Distributionen findest du die meiste Hilfe online. Mint und Ubuntu sind beide keine schlechte Wahl. Da kommts dann halt drauf an, was dir besser gefällt. Du kannst so ziemlich jedes Linux erst in einer Live Session ausprobieren.

Manjaro würde ich nicht empfehlen, dafür brauchst du doch schon mehr Erfahrung. Teils ist es sogar unstabiler als Mainline Arch.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Nutze Linux täglich, sowohl auf Server als auch Desktop

Kommt darauf an, was Du machen möchtest!? o_O

Dass es unterschiedliche Distributionen gibt hat ja einen Grund! :-)

Woher ich das weiß:Hobby – Programmierer, EDV, ... seit den 80er :)

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