Welches Linux system ist, eurer Meinung nach, das beste?

17 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das ist stark eine Frage des eigenen Geschmacks.

Ich mag Fedora, weil diese Distribution das "richtige" GNOME mitliefert (und auch dafür optimiert ist).

Ubuntu hatte ich, solange die noch GNOME hatten. Als sie allerdings mit ihrem Frickel-Eigenbau namens Unity angefangen hatten, bin ich davon weg.

Mit Fedora kann man sehr angenehm arbeiten, hat aber am Anfang einen gewissen Einrichtungsaufwand. Also nicht gaaaanz "das einfachste, das es gibt", aber auch nicht wirklich sooo komplex.

Fedora ist quasi die "Beta" für Red Hat Enterprise Linux. Die Releasezyklen sind allerdings sehr kurz (alle 6 Monate eine neue "major version"), sodass man recht häufig mit "upgraden" (oder gleich neu aufsetzen - mache ich eigentlich immer - unter Linux "verliert" man durch eine Neuinstallation kaum was - "/home" wegsichern und gut ist) beschäftigt ist. Im Gegensatz zu Windows ist Fedora aber auch wirklich sehr schnell installiert und eingerichtet, von daher macht das kaum etwas aus. In ein paar Stunden ist alles wieder so, wie's vorher war, nur das System darunter ist eben neu. Als "absoluter Einsteiger" möchte man sich das aber eventuell nicht so häufig "antun".

Ähm ja ich hatte nämlich noch nie etwas mit Linux zu tun da ich bisher nur mit Windows oder Mac OS gearbeitet hatte. Das heißt ich bin 100% Neu und blind was Linux betrifft :D

Was würdest du mir da empfehlen? Und was ist LTS bei Linux :D?

1
@Hanni93472

"Long Term Support" (nicht nur bei "Linux"). Diese Versionen werden dann längere Zeit unterstützt, das heißt sie bekommen Updates und insbesondere bleiben die Repositories am Netz.

Anders als unter Windows läuft bei den meisten Linux-Distributionen die Softwareinstallation über so genannte Repositories. Das sind spezielle Server, die eine riesige Menge an Software für das jeweilige System vorhalten. Einem solchen Server sagst Du dann etwa: "Ich will Thunderbird." - Und dann schaut er nach, was Thunderbird noch alles benötigt (z. B. Software-Bibliotheken, man spricht von so genannten "Abhängigkeiten") und gibt Dir das alles. Auch die gesamte Versionierung, dass die Software aktuell bleibt und die Versionen miteinander "zusammen spielen" wird von der Paketverwaltung über die Repositories sichergestellt. Wenn es die nicht mehr gibt, wird's schon echt schwierig, das System noch vernünftig am Laufen zu halten.

In der Regel werden die Repositories vom Netz genommen, wenn der Support für das jeweilige Betriebssystem endet. Deswegen gibt es "Long Term Support"-Versionen für Systeme, die länger laufen müssen, ohne neu aufgesetzt zu werden. In der Regel sind die aber eher für den Server- und Embedded-Bereich interessant. Ein privat genutztes System ist mit einer halbwegs vernünftigen Backup-Strategie (und unter Linux ist das echt einfach mit "rsync" ;-) ) ja im Nu neu aufgesetzt. Gerade bei den meisten Linux-Distributionen geht das sehr schnell, weil Du nicht wie bei Windows erst zig Treiber und gängige Software zusammensuchen und installieren musst, sondern das alles bereits mitgeliefert wird.

1

Diese Frage kann objektiv nicht beantwortet werden. Jeder hat andere Vorlieben, Bedürfnisse und Ansprüche. 

Manch einer möchte gerne alles selbst in der Hand haben und möglichst viel "Schrauben" haben, alles bis ins kleines Detail anpassen und sich seinen Maßanzug schneidern. Der nächste findet es toll, wenn er das eben nicht machen muss und so wenig Auswahl wie möglich treffen muss sondern alles vorgesetzt bekommt etc. Der eine mag Aussehen und Verhalten der grafischen Oberfläche KDE Plasma, der nächste findet Look & Feel von Ubuntus Unity toll, ein anderer will es möglichst spartanisch haben ohne bling-bling oder hat einen älteren Rechner, auf dem opulentere Oberflächen nicht oder nur zäh laufen usw.

Ich z.B. habe lange Zeit als Arbeitssystem siduction (Debian Sid) verwendet. Ich fand das toll, weil es eine rollende Distribution ist, d.h. einmal installiert, regelmäßig updaten, nie neu installieren, und immer relativ aktuelle Software. Zudem mag ich das Debian-Paketmanagement und die siduction-Supporter sind verdammt kompetent. Seit es die neue KDE-Oberfläche Plasma 5 gibt, habe ich mein siduction nicht mehr aktualisiert, weil ich die vorige Version KDE 4 für mich persönlich in vielen Belangen passender finde.

Da KDE 4 aber realistisch betrachtet ein totes Pferd ist, habe ich mich nach diversen Tests doch zur Installation einer Plasma5-Distribution entschieden. Aus diversen subjektiven  Gründen ist das aber nicht siduction/Debian geworden, sondern das auf K/Ubuntu basierende Netrunner 17. Obwohl ich eine Abneigung gegen Ubuntu habe und Netrunner in der Variante auch nicht rollt. Ich habe aber gemerkt, dass es mir eigentlich inzwischen (das Alter ;) ) ganz gut gefällt, wenn die Distribution mich mit Updates in Ruhe lässt und es auch nicht schadet, wenn ich mal einen Monat vergesse, Updates einzuspielen.

Außerdem entspricht die Vorkonfiguration von Netrunner 17 so dermaßen meinen Bedürfnissen, dass ich praktisch nichts nachinstallieren oder groß ändern musste. Für mich persönlich ist Netrunner das, was Mint verspricht. So schnell habe ich noch nie ein System eingerichtet. Steam, wine, Multimedia, Java, Flash, alles da und funktioniert. Ein siduction ist zwar schneller installiert (2-5 Minuten), aber dafür muss ich das auch noch sehr anpassen. Und die Netrunner Community ist zwar sehr klein, aber man bekommt unkompliziert und freundlich schnelle Hilfe. 

Hilft dir das? Vermutlich nicht. Also schau dir auf distrowatch.com (oder auch über Googles Bildersuche von mir aus) Screenshots diverses grafischer Oberflächen an und schau auch mal in das eine oder andere Linux-Forum rein. Dann guck dir ein paar Distributionen aus und teste sie live per USB-Stick (oder DVD-RW oder so) oder als ISO in einer virtuellen Maschine. Letzteres hat den Vorteil, dass du, genug Arbeitsspeicher vorausgesetzt, auch mehrere Distributionen Seite an Seite vergleichen kannst. Ersteres hat den Vorteil, dass du siehst, wie die Distribution out of the box mit deiner Hardware zusammenarbeitet. 

Hallo

Welches Linux system ist, eurer Meinung nach, das beste?

Immer das welches die daran gestellten Aufgaben so erledigt wie ich es erwarte und das am besten noch so schnell wie gewünscht. Daneben noch ein Desktop der meinem persönlichen Geschmack entspricht.

  • Welches ich verwende hängt zum einen davon ab wie die Hardware des Rechners beschaffen ist und zum anderen welche Aufgaben damit erledigt werden sollen.
  • Man kann auch auf einem Rechner-Boliden mit Mega viel Arbeitsspeicher und CPU-Power ohne Ende ein schlichtes IceWM verwenden wenn man die Leistung voll ausschöpfen will und einem das Aussehen nicht wichtig ist.
  • Persönlich benutze ich seit ca. 10 Jahren openSUSE mit dem KDE Desktop auf meinem Arbeitsrechner. Aber auch Arch-Linux gefällt mir zunehmend besser.

Linuxhase

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich benutze seit 2007 Linux und habe LPIC101 und LPIC102

Das hängt von den einen Vorlieben und dem Einsatzzweck ab.

Für Umsteiger halte ich Linux Mint für am besten geeignet. Es basiert auf Ubuntu, bringt aber noch mal Vereinfachungen und vorinstallierte Codecs mit.

Du solltest aber nicht gleich vollständig umsteigen. Es braucht Zeit sich in ein neues Betriebssystem einzuarbeiten.

Da Mac-User vom Reichtum gesegnet sind ;-) überlege ob du dir für 200 Euro einen gebrauchten Laptop holst und dort in Ruhe Linux testen kannst, ohne dein "Produktivsystem" zu gefährden.

Für Umsteiger von OS x bietet sich ein Ubuntu an, je nach Geschmack mit unterschiedlichen Desktops. Wenn Du von OS X weg willst weil du was besseres/flexibleres/mächtigeres suchst, nimm eine ausgewachsene Distribution: SuSE oder Fedora o.ä. Debian kann man immer empfehlen, braucht aber etwas mehr Einarbeitung.

Danke :)

1

Was möchtest Du wissen?