Welches Linux ist das einfachste, hübscheste und stabilste?

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2 Antworten

Ich selbst benutze aptosid als Arbeitssystem, weil man das nie neu installieren muß (rolling release). Allerdings ist Voraussetzung, daß man regelmäßig außerhalb der grafischen Oberfläche ein Update durchführt. Es ist extrem schnell von der Live-CD installiert (knapp 2 Minuten auf aktuellem System) und hat als grafische Oberfläche KDE oder Xfce (ich bevorzuge KDE, weil das in allen Belangen am anpaßbarsten ist). Es ist sehr stabil, auch wenn es auf dem Debian Unstable Zweig aufsetzt. Durch Debian Unstable hervorgerufene Unstimmigkeiten werden i.d.R. schnell durch das aptosid Team ausgeglichen, es kann aber schonmal vorkommen, das nach einem Update etwas nicht funktioniert (selten und i.d.R. beim nächsten Update am nächsten Tag wieder ok, sonst Workaround übers Forum). Das englische Hauptforum ist mitunter etwas querelig, das deutsche unabhängige Forum ganz nett. Bedingt anfängergeeignet, Bereitschaft zum Lesen und Mitdenken ist zwingend (!!) erforderlich. Man darf keine Scheu vor dem System haben. Unfreie Hardware-Treiber (WLAN z.T.) und andere unfreie Software sind nicht enthalten, können aber i.d.R. problemlos nachinstalliert werden. Das Online-Handbuch ist da sehr aussagekräftig.

Mein zweites Betriebssystem, was ich auch bei Freunden/Bekannten installiere, ist Kubuntu. Es weist automatisch auf Updates hin und führt diese dann auch durch, ohne daß die grafische Oberfläche (KDE) verlassen werden muß. Sehr benutzerfreundlich gerade für Anfänger/Umsteiger, die sich um nichts kümmern wollen. Man muß nur dran denken, die "restricted extras"(Multimedia Codecs) nachzuinstallieren. Halbjährlich gibt es eine neue Version, auf die man aber nicht zwingend updaten muß. Dabei wird das ganze System "umgekrempelt", die Benutzereinstellungen bleiben aber erhalten. Alternativ kann man auch einen Dreijahresrhythmus zum Updaten wählen (LTS - long term support - Versionen). Innerhalb einer Version gibt es nur Sicherheitsupdates und i.d.R. keine neuen Programmversionen. Sehr stabil, wenn man nur die supporteten Standard-Softwarequellen verwendet.

Interessant finde ich auch noch Mint. Es basiert auf Ubuntu (Gnome-Oberfläche) bzw. als Community Edition auf Kubuntu (KDE-Oberfläche), bringt aber noch ein paar eigene Tools mit und hat sämtliche Multimedia-Geschichten gleich dabei. Paßt damit nicht auf eine CD, sondern nur auf DVD. Ansonsten wie K/ubuntu, nur daß die Versionsupdates entsprechend später rauskommen.

Seit einiger Zeit gibt es von Mint auch eine auf Debian Testing basierende Version (LMDE). Wie aptosid ist das ein rolling release, das regelmäßig aktualisiert wird und von daher nie neu installiert werden muß. Große Update-"Orgien" wie bei Kubuntu entfallen damit, die Programmversionen sind allerdings nicht immer die neusten. Gibt es fertig mit Gnome- und Xfce-Oberfläche. Xfce ist auf etwas älterer Hardware etwas fixer als Gnome und KDE.

Mit Suse habe ich persönlich keine so guten Erfahrungen gemacht. Es ist zwar optisch sehr nett vorkonfiguriert (wobei man jede Distribution wie jede andere aussehen lassen kann), bei Updates und Nachinstallationen hakte es bei mir aber regelmäßig auf irgendeine Weise. Mich hat es immer nur aggressiv gemacht. Außerdem bin ich ein ungeduldiger Mensch und die Installation dauert mir einfach viel zu lange, das braucht fast soviel Zeit wie eine Windows-Installation, ich glaube, es gibt kein Linux, das mehr Zeit für die Installation benötigt :).

Ich persönlich würde wohl mal die Mint KDE CE (Community Edition) Live-CD herunterladen und damit mal rumspielen. Ich habe das letzte Design als sehr dunkel in Erinnerung, aber man kann ja alles nach seinen Wünschen anpassen. Alternativ Kubuntu (sieht auf den ersten Blick optisch freundlicher aus als Mint, finde ich).

Hallo

Als erstes, jedes Linux ist so einfach, so hübsch und so Leistungsfähig wie der der dahinter sitzt und der Rechner zulässt.

Die Kernel und alle Komponenten die zu einer Distribution zusammengefasst werden machen den Unterschied.

Ich kann aber so ungefähr mir vorstellen was du willst: Eine Distribution die schnell installiert ist, möglichst stabil läuft und dir in der Umgewöhnung von Windows so weit es geht entgegen kommt.

Mein Vorschlag dafür ist einige Distributionen an zu schauen und an zu testen. Dafür benötigst du Internet, einige CD-Rohlinge und eventuell DVD-Rohlinge und logisch einen Rechner der von CD oder DVD starten kann. Dazu einen Link von dem aus du die einzelnen "Live-CD" oder DVD holen kannst.

Als Link möchte ich dir die meiner Meinung nach größte Aufzählung von Distributionen vorschlagen

http://distrowatch.com/

Von dem Link aus findest du viele Distributionen oben bereits zum Informieren was für Distributionen es sind.

Kleiner Tipp dazu:

Starte die Distribution in der Sprach Deutsch und schaue immer einmal in die Foren rein. Lies dich da durch.

Wenn du hast frage mal Freunde in deiner Nähe die unter Linux arbeiten. Frage welche Version sie haben und lass dir da zeigen was sie denken ist an ihrer Distribution besonders gut gelöst oder auch besonders schlecht.

Einfach uns schnell installiert sind GNU/Debian, Ubuntu und OpenSuse genau so wie Mint oder Fedora. GNU/Debian ist dabei laut meinen Erfahrungen die laufstabielste Version. OpenSuse ist in der Arbeit und Stabilität gleichwertig hat aber bei mir den Haken gehabt das die Aktualisierungen und Installationen um Vergleich zu den anderen Distributionen wesentlich länger gebraucht haben. Ubuntu ist ähnlich stabil im Lauf wie Debian und bringt noch erweiterte Möglichkeiten bei der Erkennung von Firmware mit die wahrscheinlich für Anfänger interessant werden dürften. Alle 3 Systeme haben bei mir alle von Linux unterstützte Hardware aber zum laufen gebracht.

Für die Schönheit liegt es an deinem Geschmack was du als Schön empfindest. Du kannst unter jedem Linux mit oder ohne Aufwand ein GNOM genau so zum laufen bringen wie XFCE oder KDE, Fluxbox, Wmaker oder etliche andere.

Wenn du es ganz ohne grafische Oberfläche brauchst kannst du dich auch bei eigentlich jeder Linux-Distribution im Testmodus anmelden.

Setz mal die 3 w und so weiter vor den folgenden Text, das bringt dich zu einer kleinen Runde wissen was nicht nur für Debian gilt.

debiananwenderhandbuch.de

Solltest du dich für eine Distribution die auf Debian oder Ubuntu basiert entscheiden hast du da schon eine große Menge an Material. Ein nicht geringer Teil stimmt auch für andere Distributionen, aber nicht in so einem Kurzen Text wie den hier erklärbar.

Noch ein Tipp:

Googel (kanst natürlich auch "Bing" nehmen) mal ob in deiner Nähe nicht ein Linux-Club ist. Die helfen bestimmt gern bei der Installation und bei Fragen. Auch kannst du da eventuell einige Distributionen mal anschauen.

Mein Tipp von wegen des einfachen sind Ubuntu, Mint oder Debian wobei die Reienfolge zu drehen ist wie du willst. Einzig bei Hardware die nur über Firmware eingebunden werden muss ist Ubuntu im Vorteil gegenüber den anderen beiden.

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