Welches Leben macht glücklicher: Eines mit minimalem Risiko und Aufwand, wo es wenig zu verlieren gibt, oder eines wo Streben, Gewinnen aber auch Risiko hoch?

9 Antworten

Das, was zu den individuellen Wünschen und Bedürfnissen passt. Das ist bei jedem Menschen anders und hängt teils auch von der aktuellen Lebensphase ab.

Wer beispielsweise noch jung und ungebunden ist geht lieber Risiken ein, als jemand der Kinder hat und diese versorgen muss.

Mich würden beide Extreme nicht glücklich machen, sondern ein Weg irgendwo dazwischen. Ich brauche nämlich eine gewisse Sicherheit, immer nur das nötige Minimum zu leisten bin ich aber auch nicht.

Mich machte in meiner Jugend eine dritte Form zu leben glücklich.

Hohes Risiko, Adneralin aus dem Vollen, eben weil man NICHTS zu verlieren hat, aber das unbeschreibliche Gefühl wieder einmal überlebt zu haben. Mit diesem Gefühl kommt keine küstliche Droge mit. 6 Jahre légion étrangère, davon allein 3 beim 2°REP, Dschungelkampfausbildung in Französich - Guayana, erster Kriegseinsatz Mai 1978 in Kolwezi, Kongo, später in Beirut und anderswo.

Wer so etwas nicht erlebt und überlebt hat kann das wohl nicht nachempfinden. Wäre ich wieder jung, ich würde alles noch einmal genau so machen wie ich es tat.

Ab 30 als Zivilist wurde es etwas ruhiger, Familie, Karriere, Haus Autos und Kinder.

Heute als Rentner bin ich zufrieden denn ich habe meine Abenteuer nicht im Kino gesehen sondern selbst er- und überlebt. Als alter Mann von 70 habe ich keine Ziele mehr welche ich unbedingt erreichen will, ich genieße es in den Sommermonaten mit meinem Motorrad weite Strecken allein durch Europa zu reisen.

Früher war "zweitens" bei mir angesagt. Inzwischen finde ich es müßig, immer nach Erfolg und Geld zu streben, denn oft blieb die Gesundheit, mein größtest und unbezahlbares Gut, auf der Strecke. Daher lebe ich heute eher nach "erstens" und bin glücklich mit dem, was ich erreicht habe (es ist nämlich auch hier nicht einfach, diesen Standard zu halten, man muss trotzdem daran arbeiten, dass das so bleibt).

Da ist jeder anders.

Bei mir ist es klar das zweite, bei einem Großteil der deutschen Bevölkerung wird es aber klar ersteres sein.

Ich finde beides extrem, die Mitte dazwischen wäre richtig, man muss nicht immer faulenzen aber man muss auch nicht immer unter Dampf stehen. Und ich finde es ist stark subjektiv was man als Risiko versteht, es gibt kein Leben ohne Risiko 😊

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