welches ist ein gutes Funkgerät?

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2 Antworten

Für dieses Posting die nachfolgenden Punkte für LIZENZFREIE Funkgeräte. 

1. PMR-Funkgeräte: 8 Analog-Kanäle bzw. 16 Digitalfunkkanäle im 446 MHz-Bereich. Reichweite zwischen Handgeräten ca. 1-3 km im freien Gelände. In der Stadt, dichtbebauten Gelände usw. teils erheblich geringer. 

PMR ist in zahlreichen EU-Ländern zugelassen. 

2. SRD-Geräte 69 schaltbare Kanäle im 433 Mhz Bereich. Ca. dieselben Reichweiten zwischen Handgeräten wie in Punkt 1 

Da sich u.a. div. Datenübertragungen im Bereich befinden, ist hier die Möglichkeit der Störungen um einiges grösser als bei PMR bzw. Freenet. 

3. Freenet-Geräte 6 Kanäle im 149 Mhz-Bereich. Freenet ist ein "deutscher Alleingang". Somit also nur in Deutschland zulässig. 

Die Reichweiten belaufen sich im SRD-bzw. PMR-Vergleich grob geschätzt um ein Viertel höher. 

Für Freenet und PMR befinden sich auch div. "Duoband-Modelle" mit entsp. Zulassung, welche beide Bereiche beinhalten, auf dem Markt. 

4. CB-Funk: Mit Ausnahme innerhalb der grenznahen Regionen Deutschlands sind 80 Kanäle im 27 Mhz-Bereich zugelassen. 

Bei bestimmten Funkbedingungen (z.B. erhöhte Sonnenfleckenaktivität, Sporadic E etc..) kommt es hier teils zu derart starken Störungen durch ausländ. Funkstationen (u.a. Russland, Spanien, Italien, USA etc..) daß lokaler Funkverkehr unmöglich wird. 

Nicht in jedem EU-Land sind 80 Kanäle zulässig. Grob gesehen jedoch die Regelung, daß die Kanäle 1-40 faktisch in jedem EU-Land für CB-Funk freigegeben sind. 

Für alle Funkgeräte PMR, SRD, PMR Freenet und CB-Funk gilt: Keine techn. Umbauten erlaubt. 

a) Externe Antennen zur Reichweitenerhöhung nur dann zulässig, wenn dieses beim jeweiligen Modell bzw. der mitgelieferten Konformitätserklärung ausdrücklich so vorgesehen ist. Eigenmächtige Umbauten sind ausdrücklich verboten! Hier erlischt in derartigen Fällen die allgem. Betriebserlaubnis. 

Alle Geräte müssen zumindest in Deutschland u.a. ein CE-Kennzeichen tragen, um legal betrieben werden zu dürfen. 

b) CTCSS-Töne (auch Subaudiotöne etc genannt) Abhängig vom Gerätemodell. Es handelt sich hierbei um fast unhörbare Töne innerhalb der Sendung. Diese dienen dazu, ein anderes Funkgerät welches evtl. seinen CTCSS-Filter aktiviert hat um nicht fremden Funkverkehr mithören zu müssen, gezielt anzusprechen. 

Bei CTCSS-Betrieb die Möglichkeit gegeben, daß unabsichtlich fremde Funkteilnehmer (die sich völlig legal auf dem jeweil. Kanal aufhalten) nicht gehört und somit ggfs. in ihrem Funkbetrieb gestört werden. Was übrigens auch passiert, wenn fremde Funkteilnehmer einen anderen CTCSS-Ton als man selbst verwenden. 

c) Höherpreisige Gerätemodelle: Problemlos im Web auffindbar. U.a. stellen die Firmen, Kenwood, Icom, Motorola usw. durchaus brauchbare aber auch teils preisintensive Modelle her. 

d) Auf allen vorgen. Bereichen haben auch andere ein Recht zu funken. Deshalb nicht überrascht sein, wenn dort andere Leute hörbar sind. Will man selbst ungestört sprechen, dann auf einen anderen Kanal umschalten und nicht mutwillig das fremde Gespräch stören. 

--GENERELL GILT--

Digitalfunk hat im Vergleich zum Analogfunk (meist FM-Modulation) teils erhebl. geringere Reichweiten. Hauptursache: Techn. physikalisch bedingt, brauchen Digitalfunkgeräte bessere und stärkere Empfangssignale um einwandfrei zu funktionieren. 

Im prakt. Betrieb heißt dies: Was bei FM ggfs. leicht rauscht - der Gesprächspartner bleibt dennoch verständlich - führt bei Digtalfunk zu unverständlichen Klötzcheneffekten, vergleichbar mit z.B. schlechtem Handyempfang. 

Amateurfunkgeräte z.B. von Kenwood, Icom, Yaesu, Baofeng usw. 

1. NUR LEGALER Betrieb mit entspr. Lizenz nach fachl. Prüfung durch die Bundesnetzagentur (BnetzA) möglich. Es gibt keinerlei legale Ausnahmen. 

2. zulässige Frequenzbereiche rd. 144-145,999 Mhz, 430-439,999 Mhz. 

Illegaler Betrieb fällt bei den Funkamateuren meist schnell auf und diese verständigen entweder die BnetzA und/oder gehen selbst auf die Pirsch. In beiden Fällen werden die Standorte von illegalen Sendern i.d.R. sehr schnell ausfindig gemacht. 

Illegaler Sendebetrieb stellt eine Ordnungswidrigkeit u.a. lt. (TKG=Telekommunikationsgesetz) dar, was in Deutschland bis 50.000 Euro und der Beschlagnahme des hierfür benutzten Funkgerätes geahndet werden kann. 

3. Techn. Umbauten bei Amateurfunkgeräten im Vergleich bei Freenet, SRD, PMR und CB-Funk ausdrücklich erlaubt, solange die u.a. max. zulässige Sendeleistungen, Frequenzbereiche und max. zulässige Störstrahlung nicht überschritten werden. Hierfür tragen die Funkamateure selbst die Verantwortung. 

Soweit dieses hoffentlich weiterhelfende Posting, bevor es noch länger wird. 

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Kommentar von Gluglu
10.02.2016, 08:30

Sehr gute Antworten :-)

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Für dieses Posting die nachfolgenden Punkte für LIZENZFREIE Funkgeräte. 

1. PMR-Funkgeräte: 8 Analog-Kanäle bzw. 16 Digitalfunkkanäle im 446 MHz-Bereich. Reichweite zwischen Handgeräten ca. 1-3 km im freien Gelände. In der Stadt, dichtbebauten Gelände usw. teils erheblich geringer. 

PMR ist in zahlreichen EU-Ländern zugelassen. 

2. SRD-Geräte 69 schaltbare Kanäle im 433 Mhz Bereich. Ca. dieselben Reichweiten zwischen Handgeräten wie in Punkt 1 

Da sich u.a. div. Datenübertragungen im Bereich befinden, ist hier die Möglichkeit der Störungen um einiges grösser als bei PMR bzw. Freenet. 

3. Freenet-Geräte 6 Kanäle im 149 Mhz-Bereich. Freenet ist ein "deutscher Alleingang". Somit also nur in Deutschland zulässig. 

Die Reichweiten belaufen sich im SRD-bzw. PMR-Vergleich grob geschätzt um ein Viertel höher. 

Für Freenet und PMR befinden sich auch div. "Duoband-Modelle" mit entsp. Zulassung, welche beide Bereiche beinhalten, auf dem Markt. 

4. CB-Funk: Mit Ausnahme innerhalb der grenznahen Regionen Deutschlands sind 80 Kanäle im 27 Mhz-Bereich zugelassen. 

Bei bestimmten Funkbedingungen (z.B. erhöhte Sonnenfleckenaktivität, Sporadic E etc..) kommt es hier teils zu derart starken Störungen durch ausländ. Funkstationen (u.a. Russland, Spanien, Italien, USA etc..) daß lokaler Funkverkehr unmöglich wird. 

Nicht in jedem EU-Land sind 80 Kanäle zulässig. Grob gesehen jedoch die Regelung, daß die Kanäle 1-40 faktisch in jedem EU-Land für CB-Funk freigegeben sind. 

Für alle Funkgeräte PMR, SRD, PMR Freenet und CB-Funk gilt: Keine techn. Umbauten erlaubt. 

a) Externe Antennen zur Reichweitenerhöhung nur dann zulässig, wenn dieses beim jeweiligen Modell bzw. der mitgelieferten Konformitätserklärung ausdrücklich so vorgesehen ist. Eigenmächtige Umbauten sind ausdrücklich verboten! Hier erlischt in derartigen Fällen die allgem. Betriebserlaubnis. 

Alle Geräte müssen zumindest in Deutschland u.a. ein CE-Kennzeichen tragen, um legal betrieben werden zu dürfen. 

b) CTCSS-Töne (auch Subaudiotöne etc genannt) Abhängig vom Gerätemodell. Es handelt sich hierbei um fast unhörbare Töne innerhalb der Sendung. Diese dienen dazu, ein anderes Funkgerät welches evtl. seinen CTCSS-Filter aktiviert hat um nicht fremden Funkverkehr mithören zu müssen, gezielt anzusprechen. 

Bei CTCSS-Betrieb die Möglichkeit gegeben, daß unabsichtlich fremde Funkteilnehmer (die sich völlig legal auf dem jeweil. Kanal aufhalten) nicht gehört und somit ggfs. in ihrem Funkbetrieb gestört werden. Was übrigens auch passiert, wenn fremde Funkteilnehmer einen anderen CTCSS-Ton als man selbst verwenden. 

c) Höherpreisige Gerätemodelle: Problemlos im Web auffindbar. U.a. stellen die Firmen, Kenwood, Icom, Motorola usw. durchaus brauchbare aber auch teils preisintensive Modelle her. 

d) Auf allen vorgen. Bereichen haben auch andere ein Recht zu funken. Deshalb nicht überrascht sein, wenn dort andere Leute hörbar sind. Will man selbst ungestört sprechen, dann auf einen anderen Kanal umschalten und nicht mutwillig das fremde Gespräch stören. 

--GENERELL GILT--

Digitalfunk hat im Vergleich zum Analogfunk (meist FM-Modulation) teils erhebl. geringere Reichweiten. Hauptursache: Techn. physikalisch bedingt, brauchen Digitalfunkgeräte bessere und stärkere Empfangssignale um einwandfrei zu funktionieren. 

Im prakt. Betrieb heißt dies: Was bei FM ggfs. leicht rauscht - der Gesprächspartner bleibt dennoch verständlich - führt bei Digtalfunk zu unverständlichen Klötzcheneffekten, vergleichbar mit z.B. schlechtem Handyempfang. 

Amateurfunkgeräte z.B. von Kenwood, Icom, Yaesu, Baofeng usw. 

1. NUR LEGALER Betrieb mit entspr. Lizenz nach fachl. Prüfung durch die Bundesnetzagentur (BnetzA) möglich. Es gibt keinerlei legale Ausnahmen. 

2. zulässige Frequenzbereiche rd. 144-145,999 Mhz, 430-439,999 Mhz. 

Illegaler Betrieb fällt bei den Funkamateuren meist schnell auf und diese verständigen entweder die BnetzA und/oder gehen selbst auf die Pirsch. In beiden Fällen werden die Standorte von illegalen Sendern i.d.R. sehr schnell ausfindig gemacht. 

Illegaler Sendebetrieb stellt eine Ordnungswidrigkeit u.a. lt. (TKG=Telekommunikationsgesetz) dar, was in Deutschland bis 50.000 Euro und der Beschlagnahme des hierfür benutzten Funkgerätes geahndet werden kann. 

3. Techn. Umbauten bei Amateurfunkgeräten im Vergleich bei Freenet, SRD, PMR und CB-Funk ausdrücklich erlaubt, solange die u.a. max. zulässige Sendeleistungen, Frequenzbereiche und max. zulässige Störstrahlung nicht überschritten werden. Hierfür tragen die Funkamateure selbst die Verantwortung. 

Soweit dieses hoffentlich weiterhelfende Posting, bevor es noch länger wird. 

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Kommentar von Brandenburg
10.02.2016, 17:40

Diese meine Antwort erschien 2x obwohl ich sie nur 1x einspielte. 

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