Welches ist das "beste" Gewehr mit dem M98 System, beziehungsweise hat den besten Ruf?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nun ja, im sportlichen Bereich sind da die Schweden-Mauser immer noch sehr weit vorn......

Die Beliebtheit begründet sich aber nicht auf dem System allein, sondern auch an der sehr guten Eigenpräzision der Patrone 6,5x55 SE, der guten Verarbeitung der Waffen, dem guten Visier, der ehemals guten Verfügbarkeit bei sehr günstigen Preisen und am angenehmen Schußverhalten.

Ein guter Schütze legt mit einem Schweizer 96/11, einem nowegischen Krag, einem Enfield oder einem Springfield M 1903 mindestens genauso gute oder bessere Streukreise hin wie mit einem Schweden, aber eben vielleicht nicht ganz so preiswert und mühelos.

Das 98er System bringt mir gar nix, wenn nicht ein vernünftiges Visier und eine präzise Patrone mit dabei sind........, da bieten eben halt die Schweden die beste Kombination.

Ich persönlich finde die IKEA-Flinten aber langweilig......: mit einem " Exoten " sportlich vorn mit dabei zu sein macht mir erheblich mehr Spaß, als wie mit einer Waffe wo der erste Platz quasi schon fast mit eingebaut ist.

Wenn ich mit einem Schweizer M89, einem Arisaka oder einem dänischen Krag  auf einem Wettkampf auftauche sind allein die fragenden Gesichter bei der Waffenkontrolle schon die Anreise wert.

Und wenn man dann mit so einer Exotenflinte auch noch auf den eher vorderen Plätzen landet weiß man, das man alles richtig gemacht hat.

Ne Arisaka würde ich mir lieber an die Wand hängen...zu schade für Wettkämpfe xD

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@Namenlos002

Och....., soo selten sind Arisakas außerhalb von Europa eigentlich gar nicht. Man muß sich halt bloß die Mühe machen, ein schönes Stück zu finden, es selbst importieren und den obligatorischen Beschuß machen lassen.

Ist im Grunde gar nicht so schwierig, dauert bloß ein Weilchen.

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@Namenlos002

Typ 38..... Und mit einem Ross MK III liebäugle ich zur Zeit auch noch.

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Es gab und gibt bis heute bei Militärwaffen Serienstreuungen, d.h. präziser und weniger präsise schießende Exemplare. Bei der Abnahme wird jede Waffe zur Probe beschossen. Das G 3 mußte z.B. 5 Schuß auf 100 m innerhalb von 12 cm bringen. Unter 8 cm wurden die Waffen als Präzisionsschützengewehre mit ZF ausgeliefert. Das heißt man kann immer ein besseres oder ein weniger gutes Exemplar haben. Die Präzision läßt auch im Laufe des Gebrauchs nach. Viele Waffen haben ein erlebnisreiches Leben im Drill oder im Einsatz oder auch nur ein langweiliges Dasein im Depot hinter sich. Die Fertigungsqualität vieler Waffen ließ während der Kriege meistens nach. Man liest allgemein, daß 98k aus der Produktion von FN in Belgien eine hervorragende Verarbeitung hatten. Auch von Gew. 98 aus Vorkriegsfertigung liest man viel über die hohe Qualität und gute Verarbeitung. Zivile Munition ist meistens viel präziser laboriert als Standard Militärmunition. Die Präzisionsanforderungen sind ja auch ganz andere.

Die Frage nach dem besten Gewehr ist nicht zu beantworten.

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Als reiner Sportschütze kann ich sagen dass mein Schwedenmauser M96 fast alle M98 in Sachen Präzision geschlagen hat.

Bei Wettkämpfen auf 300m lag ich mit dem Enfield No4Mk1 regelmäßig vor 98er Schützen.

Präzision kommt aber nicht alleine vom System sondern auch vom Zusammenspiel mit Lauf und Munition.

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