Welches Holz ist am stabilsten zum Bau von Bodenarbeitsgeräten, es sollte ein Pferd halten können. Wer kann helfen?

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5 Antworten

Meinst du jetzt einen Pflug oder eine Egge oder so was?

Klassische Harthölzer für so etwas dürften Buche und Esche sein. In unserer modernen Zeit kriegt man Buche auch als Sperrholz, woraus man sich höhere benötigte Stärken selbst zusammenleimen kann. Eine gute Leimverbindung hält stärker als die Holzfasern selbst aufeinander.

Für diesen Zweck braucht das Holz allerdings vermutlich dann einen wasserfesten und sehr strapazierfähigen Anstrich, wie etwa Yacht- und Bootslack. Und natürlich die wasserfeste Leimvariante verwenden.

RainbowHorse 27.11.2015, 19:44

ich glaube sie meint wippen,poddest,grücke und sowas

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Bodenarbeitsgeräte ist natürlich ein weitläufiger Begriff.

Stangen: Sogenannte "Baumstäbe" sind dafür sehr gut geeignet. Die sind rund, 10 cm Durchmesser und Kesseldruckimprägniert. Man sollte im Baumarkt allerdings die "schweren" Stücke nehmen. die leichten sind nach 2 Jahren morsch, die schweren halten mehr als 4Jahre mit einer Lackierung.

Tor: Hier ist die Auswahl durch die Konstruktion bedingt. möchte man unbedingt einen langen, nicht als Unterzug konstruierten Ausleger haben, kommt man um Hartholz nicht herum.

Baut man einen Torflügel als Rahmen mit Mittelholm und zwei Diagonalversteifungen, reicht auch Fichte oder Kiefer aus.

Für die Ständer reichen ebenfalls heimische Nadelhölzer. mit 8x8cm oder 10x10cm ist man gut beraten. Auch sollte die Grundfläche groß genug sein, damit man eine Schrägstütze anbringen kann. Die Grundfläche ist vorzugsweise keine Platte, sondern ein Hozrahmen sein, auf den man rechts und links je einen Kantenstein (Gartenabteilung 1m lang) auflegen kann. Damit kann das Tor dann auch nicht seitlich umkippen (z.B. bei geöffnetem Torflügel). Die Kantensteine lassen sich auch einigermaßen transportieren, falls man die Sachen nicht aufgebaut lassen kann.

Brücke: Hier sind wegen der Trittfestigkeit härtere Hölzer angeraten. Terrassenhölzer (mit Rillenfräsung) haben sich bei mir bewährt. Wichtig hierbei ist eigentlich der Unterbau. Nimmt man statt zwei tragenden Balken drei, so federt die Brücke nicht. Damit ist es einfacher unerfahrenen Pferde davon zu überzeugen.

Wippe: Hier gilt das gleiche wie bei der Brücke. Bei breiteren Wippen sollten 4 Tragebalken wählen.

Podest: Für ein Podest ist eine solide Unterkonstruktion fällig. Am besten ist natürlich eine Schweißkonstruktion, ist aber nicht von jedem herzustellen. Werden heimische Hölzer verbaut, sollte mit der Dicke nicht gegeizt werden. Als Unterkonstruktion sollte man nicht unter 10x10cm nehmen. Die Seitenwände sollten nicht senkrecht nach unten gehen, sondern in einem leichten Winkel (ca. 20°) verlaufen (Diagonalsteifigkeit).

LG Calimero

Hindernisse und dergleichen dürfen nur in Fichte/Tanne gebaut werden, da sie einen Sollbruch haben müssen. Wippen können idealerweise aus Esche sein, aber das ist blanke Theorie, denn sehr schwer, teuer und für diesen Zweck wirklich viel zu schade. Hier wirst Du um die klassischen Nadelhölzer in richtiger Dimension nicht umhin kommen, wobei die Lärche das Beste ist.

Versuche es mal mit Gerüstbohlen. Wenigstens sind die bis zu einer gewissen Bruchlast zertifiziert und für den Holz-Laien eher die sichere Seite.

Podeste usw. kannst Du auf den Billigeigen 27/28mm Hobeldielen aus dem Baumarkt kaufen.

Da waere natuerlich Esche am besten geeignet. Aber einigermassen astreine Fichte tut es auch, wenn man die Teile etwas staerker haelt.

Am besten lässt du dich da in einem Baumarkt beraten
Viel Glück

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