Welches Haustier im schlafzimmer

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Hallo,

Zuerst mal: Reptilien (dazu gehören auch alle Echsen) sind reine Beobachtungstiere und leben in gefangenschaft ausschließlich in einem artgerecht eingerichteten Terrarium was das Klima und die Beschaffenheit ihres Landes imitiert. Die ideale Haltung sieht so aus, dass die Tiere die Anwesenheit des Menschen so wenig wie möglich mitbekommen. rausnehmen, anfassen, streicheln oder tricks beibringen kann man mit reptilien also nicht machen.

Das gleiche gilt aber auch bei manchen Nagern. Mäuse sind meist recht scheu und gewöhnen sich recht selten an die menschliche hand soweit, dass man sie zumindest daraus füttern kann. Auch Hamster und Meerschweinchen wollen größtenteils ihre Ruhe vor Menschenhänden, wenn auch letzteres viele zu "Schmusetieren" zwingen. Was du gut trainieren und anfassen kannst, sind kaninchen oder Ratten.

Beide Tierarten sind sehr lernfähig und werden bei genügend geduld auch sehr zahm. Allerdings brauchen beide tierarten ein rudel in dem sie leben und täglich auslauf. Das bedeutet dass du dein zimmer nagersicher machen musst und dannach auch bereit bist immer aufzuräumen. Ratten sind außerdem nicht geruchsneutral und in der nacht ziemlich laut. Wenn du da sensibel bist, könntest du probleme damit haben.

Ich persönlich finde dass ratten tolle haustiere sind, würde sie aber nie bei mir im schlafzimmer halten wollen. Du wirst hier aber genügend leute finden, die sie genau so halten und damit super glücklich sind.

Ratten und Mäuse machen nachts ziemlichen Krach, wenn du also einen leichten Schlaf hast, wäre das eher nicht geeignet. Ansonsten sind beides tolle Tiere, wobei Mäuse eher reine Beobachtungstiere sind. Ratten werden in der Regel zahmer (Ausnahmen gibt es natürlich trotzdem), allerdings muss hier der Käfig sehr groß sein (da man min. 3-4 Tiere halten sollte) und sie brauchen Auslauf (und Ratten verlieren ständig Urin, einfach im Zimmer herum rennen lassen ist also nicht unbedingt machbar...). Mit Reptilien hast du weniger Arbeit, allerdings sind auch das eher Beobachtungtiere. Wobei ich früher eine Bartagame hatte, die sehr gern in meinem Zimmer herumgeflitzt ist und sehr zahm war. Dazu kommt natürlich die Fütterung, lebende Insekten (gerade Grillen machen extrem laut) sind auch nicht jedermanns Sache.

Auch bartagamen haben nichts im wohnzimmer verloren, da es wildtiere sind und im wohnzimmer nunmal kein wüstenklima herrscht.

Ansonsten kann ich nur bestätigen: Ja, ratten und mäuse sind ziemlich laut nachts..

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@Kriegspandemie

Eigentlich hat kein Tier was in Gefangenschaft verloren, aber es gibt so viele Tiere in Tierheimen oder Nothilfen, die es in einem großen Gehege/Terrarium sicher besser haben als in einer Notunterkunft im Tierheim.

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@Biene862

Ja, das ist natürlich Ansichtssache wie man zur tierhaltung allgemein steht. Ich persönlich vertrete die Meinung, dass manche Tiere in gefangenschaft nichts zu suchen haben da man sie da nicht artgerecht halten kann (viele meeressäuger, eisbären, elefanten,..) und die die man artgerecht halten kann, auch so naturnah wie möglich gehalten werden sollten..

Aber wäre ich ein haustier und hätte die Wahl.. würde ich oft viel lieber ein reptil in einem artgerechten Lebensraumähnlichen terrarium sein als so mancher nager oder vogel im käfig, eine katze in einer 1 zimmer wohnung oder manch ein hund in der stadt :/

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@Kriegspandemie

Ich denke auch, es gibt Tiere, die schon so lange beim Menschen leben, dass ihnen das Leben in Gefangenschaft (in einem möglichst großen, sinnvoll eingerichteten Gehege) sicher weniger ausmacht als anderen Tieren. Leider ist der Anteil einzelner Kaninchen im Winzkäfig oder Hamstern im Röhrenknast sicher um einiges höher als der Anteil gut gehaltener Tiere. Von daher bin ich komplett dagegen, irgendwelche Züchter zu unterstützen. Noch schlimmer finde ich allerdings zur Zeit den Trend, dass es immer exotischer werden muss und irgendwelche Wildfänge um die halbe Welt gekarrt werden und dann in einem (im Vergleich zur Freiheit) winzigen Gehege eingesperrt werden :(

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@Biene862

Sehe ich absolut genauso! Der Trend geht immer mehr in richtung morphen, so dass zig wildfarbene am markt sind die kaum abnehmer finden und wer weiß wo landen. Um ständig frisches blut zu bekommen werden dann immer mehr wildfänge eingeflogen.. und kommen an Halter die damit absolut überfordert sind bis sie elendig verhungern.

Die haltung von nagern nimmt die letzten jahre schon fast perverse Züge an. Die wenigsten wissen wie diese tiere in natur tatsächlich leben, dass sie bauten unter der erde bewohnen und zu dieser lebensweise sofort wieder zurück finden wenn sie können. Eine freundin von mir hielt sich 4 Kaninchen in einem gartengehege was in 5m tiefe betoniert war. Die Tiere hatten dort richtige Tunnelwege gegraben.. das fand ich sehr beeindruckend und artgerecht.

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Schildkröten, Nager (sind aber nachtaktiv manche UND man kann sie NICHT erziehen?! :D), Schlangen etc :)

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