Welches Gebiss ist schärfer?

Gebisstärke 14mm - (Pferde, Gebiss) Gebisstärke 18mm - (Pferde, Gebiss)

3 Antworten

Hilfreich wäre es, wenn du auch schreibst, auf welchem Ausbildungsstand du UND das Pferd euch befindet und was ihr für Probleme habt. Die wenigsten Probleme werden über schärfere Gebisse gelöst.

Ich persönlich würde meinem Pferd niemals mit einem Dreiring/Pessoa-Gebiss ankommen. Das liegt einfach an der Wirkung: Bei Zug wirkt es zunächst wie eine Aufziehtrense, d.h. die Maulwinkel werden nach oben gezogen, es kommt auch Druck aufs Genick. Gleichzeitig klappt das gebrochene Mundstück nach vorn. Aber durch die Wirkung der Aufziehtrense wirkt es gleichzeitig nach unten - also sehr schmerzhaft auf Zunge und Laden des Pferdes. Das Mundstück stellt sich hierbei Richtung Gaumen auf. Aua - damit wird niemals irgendwer fein reiten können - und dem Pferd fügt es entsprechend seiner Physik nur Schmerz zu. Da ist nichts mehr mit feiner Hilfengebung. 

Das D-Ring ist eine Aufziehtrense - auch hier das gleiche Problem eigentlich, außer dass bei dem "Easy Control" Mundstück das Gebiss zur Stange wird, wenn beidseitig Zug kommt. Das ist einen Hauch netter, weil das Mundstück nicht gegen den Gaumen kommt - aber auch hier: Die Wirkung der Aufziehtrense ist immer unpräzise - und somit auch unkontrollierbar. 

Was möchtest du denn mit den Gebissen erreichen? Meist werden sie nur als Bremse missbraucht, und da lohnt es sich definitiv, besser an der Durchlässigkeit (also Dressur) zu arbeiten anstatt allein über Schmerz.

Vielleicht weiß ich ja auch noch eine Alternative, die weniger schmerzhaft ist.

Polnisches WB, 180cm und nein ich möchte es auf keinen Fall irgendwie als Bremse benutzen ect. Sondern wir steigen gerade in die höhere Dressur ein und ich möchte ein etwas schärferes Gebiss aber auch keine Kandare. Deshalb die Frage. Ich reite lang genug um zu wissen das man nicht an den Zügeln zieht und sanft mit der Hand sein muss.
Trotzdem Danke:)

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@Victoriacj

Nunja, etwas schärferes als gebrochene Pelhams, Dreiring-Trensen und Aufziehtrensen gibt es nicht - dagegen ist eine Kandare definitiv sinnvoller.

Hast du schonmal an eine (ungebrochene!) Springkandare bzw. Kimblewick gedacht?

Was rät dir denn dein Trainer? Und wozu genau möchtest du nun ein "schärferes" Gebiss - höhere Dressur kann man auch hervorragend auf Wassertrense reiten.

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Die D-trense ist etwas sanfter.

Aber was genau ist dein Problem?

Eine kandarre OHNE hebelwirkzng verschnallt ist manchmal sinnvoller, weil sie allein durch ihr Gewicht das Pferd motiviert, den Kopf zu senken und dann mit minimalen Hilfen nutzbar ist.

Gegenvorschlag

Leih dir mal das merothische reithalfter. Es ist genial!

Das ist doch eine der Varianten mit den gekreuzten Riemen unterm Kopf bzw. unterm Kinn, oder?

Ich habe ja bisher wirklich jede gebisslose Zäumung und auch jedes Gebiss  physikalisch verstanden - aber bei dem Bitless Bridle/meroth. RH habe ich es noch nie verstanden. Gebe ich mit der rechten Hand eine Hilfe, kommt diese auf der linken Seite an - hä?! Ich persönlich komme damit nicht klar... Da finde ich ein flaches Leder-Sidepull wesentlich logischer.

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Letztlich ist das Reiten mit Gebiss immer Mist. Denn der Leidtragende ist immer Dein Pferd. Jede Gebissform gibt in irgendeiner Weise Druck aufs Maul und führt zu Schmerzen. Der Idealweg ist daher das Reiten ohne Gebiss, nur so kannst Du mit einer nicht so scharfen Zäumung reiten. Und auch beim Reiten ohne Gebiss gibt es natürlich auch Zäumungen, die alles andere als harmlos sind.

Der Druck auf die Nase ist halt nun auch nicht ganz schmerzfrei nh. Ich reite MAL mit MAL ohne hat beides vor und Nachteile

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@Sarinaamin

Es gibt auch Zäumungen, die kaum Druck auf die Nase ausüben ;) Oder man nutzt halt keine Trense oder nimmt die Zügel nicht so weit auf, dass da überhaupt Druck entstehen kann.

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@Punkgirl512

Beispielsweise das Micklembridle. Oder aber das Reiten mit Knotenhalfter, sofern das Pferd an diese Führung ausgiebig gewöhnt wurde. Das Reiten mit Halsring erübrigt den Druck auf die nase sogar komplett. Letztlich kommt es aber bei jeder Zäumung auch auf die Reiterhand an.

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@Secretstory2015

Das Micklem kann doch zum Bitless Bridle umfunktioniert werden - und das in 2 Varianten, oder nicht?

Entweder die Riemen nur unter dem Kinn entlang oder unter dem Kopf gekreuzt: https://www.pferdo24.de/details/rambo-micklem-multibridle-schwarz-horseware?c=5099

Das ergibt für mich aber definitiv mehr Druck als z.B. ein Halfter auf die Nase, denn immerhin ziehen sich die Riemen dabei zusammen...

Knotenhalfter - ok, darüber kann man sich streiten, ob das kaum Druck auf die Nase ausübt. Aus meiner Sicht sogar sehr viel Druck, daher ja meine Nachfrage.

Und ein Halsring ist aus meiner Sicht keine Zäumung - hier ist klar, dass dieser definitiv weder auf Nase, Genick oder sonstwas Druck gibt.

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@Secretstory2015

Also als Sidepull genutzt und damit ausschließlich Druck über die Nase - das Gegenteil von dem, was du behauptet hattest bzgl. wenig Druck auf der Nase ;)

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@Punkgirl512

Wie gesagt - es kommt ganz darauf an, welche Hände das Pferd lenken. Ich kann ein Pferd gebisslos durch das Genick reiten, ohne Spannung auf den Zügeln zu haben, sie hängen sogar relativ durch dabei. Aber das ist eine Frage dessen, wie gut und lange man reitet.

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@Secretstory2015

Das ist mir klar - das geht auch genauso mit Wassertrense ohne Spannung auf dem Zügel zu haben.

Ich bleibe aber trotzdem immer noch bei der rein physikalischen Wirkung - und so kann ein Micklem als Sidepull genutzt nunmal nicht so hingestellt werden, dass es kaum Druck auf die Nase bringt - während es in Wirklichkeit allein über die Nase wirkt.

Da ich keine gebisslose Zäumung kenne, die nicht über die Nase wirkt, hatte mich das nunmal interessiert - und das völlig unabhängig von Niveau des Reiters und Pferdes.

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Naja es wird schwer ein Spring/ Dressur Wallach der höhere Lektionen geht gebisslos zu reiten, er kennt die Gebisslose Zäumung auch nicht und mit 11 Jahren wird es schwer sein den umzustellen was ich auch nicht möchte.

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@Victoriacj

So schwer ist die Umstellung zwar nicht - aber das muss jeder selbst wissen. Man bedenke nur, man entscheidet nicht für sich selbst, sondern für ein uns ausgeliefertes Lebewesen.

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@Victoriacj

11 Jahre ist doch kein Alter ;) Ich habe einmal einen 26 jährigen Norweger umgestellt, ohne Probleme.

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@xxCamarguexx

Richtig, es ist nicht altersabhängig. Selbst 15jährige Hunde können noch lernen, obwohl sie damit sehr alt sin ;-)

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Ich denke dass das so nicht ganz richtig ist - natürlich gibt es immer in irgendeiner Form Druck aufs Pferdemaul, aber auch gebisslose Zäumungen können scharf sein. Eigentlich kommt es darauf an, wie sanft der Reiter mit den Zügeln umgeht. Deswegen sollte man nicht nach einem weniger scharfem Gebiss suchen (am Anfang natürlich schon ;D) , sondern nach einem besseren Reitlehrer, bei dem man lernt die Hände still zu halten. 

Letztendlich ist es doch schließlich eine Kunst, wenn man richtig mit einer Kandare umgehen kann. 

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es gibt tatsächlich pferde, die mit gebiss lieber laufen als ohne. man lese und staune... gebisslos ist nicht das nonplus-ultra für jedes pferd. wer das behauptet, sollte nochmal scharf nachdenken....

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Nur weil es gebisslos ist, ist es nicht besser. Wie Viowow es schon sagt.

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