Welches Fotoobjektiv ist am geeignetsten für mich?

8 Antworten

Fotoanfaenger stehen einem Berg von Zahlen gegenueber. Die Wenigsten wissen, was sich dahinter verbirgt: Begriffe wie ISO, MP, Verschlusszeiten usw. moege man bitte woanders nachschauen.

Hier geht es nur um Brennweite und Blende,

Erstere ist ein Mass dafuer, wie gross das Motiv bei gegebenem Motivabstand im Sucher erscheint und somit auf dem Sensor landet. Dabei unterscheidet man in Weitwinkel-, Normal- und Telebrennweiten. Zooms bieten viele verschiedene Brennweiten in einem Objektiv, werden aber auch in Weitwinkel-, Normal- und Telezooms unterschieden. Gerne wird (von Anfaengern) der Begriff "Zoom" mit dem Begriff "Tele" gleichgesetzt oder verwechselt. Das ist falsch und sorgt oft genug fuer Verwirrung und Missverstaendnisse.

Normalbrennweiten sind die, mit denen man "die Welt etwa so sieht, wie mit den eigenen Augen". Dabei ist die Brennweite etwa so lang wie die Formatdiagonalen der Kamera. Die kann man sich selbst ausrechnen (Pythagoras ist da ganz hilfreich) oder Ihr glaubt es mir mal So ergeben sich fuer die verschiedenen Sensorgroessen auch unterschiedliche Normalbrennweiten: Canon mit APS-C: 27mm Nikon, Sony und Pentax mit APS-C: 28mm Olympus: ca 21mm Sigma: 25mm und 28mm (SD-1) Bei Kameras mit Kleinbildsensor ist die Normalbrennweite 43mm

Enthaelt ein Zoom diese Brennweite, spricht man von Normalzoom. Liegt der Zoombereich unterhalb dieser Werte sind es Weitwinkelzooms, oberhalb dieser Werte Telezooms. Reicht der Brennweitenbereich von wesentlich unter bis wesentlich ueber die Normalbrennweite spricht man von Superzoom, Reisezoom oder auch veraechtlich als "Suppenhuhn"

Anfaenger sind zunaechst mal begeistert von grossen Zahlen: Megapixel oder Zoomfaktor koennen nicht gross genug sein. Fortgeschrittene lieben eher die kleinen Zahlen (Lichtstaerke und Zoomfaktoren von 2-2,8 lassen ihre Augen glaenzen ) wissen sie doch, dass man sich sowohl mit zuvielen Megapixeln als auch mit grossen Zoomfaktoren eine Menge Kompromisse, ja sogar handfeste Nachteile einhandelt: Streulichtempfindlichkeit, Kontrastverhalten, Verzeichnung, Lichtstaerke, Vignettierung koennen bei den Superzooms nicht optimal sein; allenfalls bei nicht allzu hohen Anspruechen tolerabel. Einige Fehler wie Vignettierung, Kontrast und Verzeichnung lassen sich ja auch spaeter per Software ganz gut beseitigen.

Was soll nun der DSLR-Frischling tun? Zunaechst mal sollte er sich selbst kritisch fragen, was fuer ein Typ er ist:

A: Will ich ordentliche Urlaubsfotos und Schnappschuesse bei viel Licht oder auch mit Blitz machen? Ich mag Objektivwechsel nicht besonders oder habe Angst, dass mir ein Motiv deswegen entwischt. Dann ist ein Superzoom etwas fuer mich. Allerdings erfuellen auch etliche Kompakt- oder Bridgekameras diese Ansprueche schon

B : Ich will gute Ergebnisse. Objektive wechseln macht mir nichts aus. Ich schrecke auch vor schlechtem Licht und Stativbenutzung nicht zurueck. Fotografie fasziniert mich. Dann ist ein Zoompaar (Zoomfaktor jeweils 3-4) oder auch eine Kombination mit Festbrennweite(n) wohl das Richtige.

C : Fotografie ist meine Leidenschaft (bzw. ich merke, dass es so kommen wird ) Ich liebe unscharfe Hintergruende, extreme Perspektiven oder habe eine Motivwelt etwas abseits der Norm (Aquaristik, Voegel, Hallensport, Unterwasser usw.) Dann kommen auf Dauer nur lichtstarke Zooms (2-3fach) oder Festbrennweiten in Frage. Ueber die Kosten bin ich mir bewusst

Eine C-nahe Ausruestung zum B-Preis bekommt man mit Tamron, Tokina oder Sigma Objektiven: Normalzooms: 2,8/17-50mm oder 2,8/16-50mm oder 2,8/18-50mm 2,8/28-75mm das sind die Daten der recht preiswerten Standardobjektive, die auch sehr anspruchsvolle Fotografen befriedigen koennen (wenn sie denn richtig justiert sind ) Allesamt sind deutlich besser als die "Kitscherben" der Kamerahersteller.

Die Kenndaten der guten Telezooms: 2,8/50-135mm oder 2,8/50-150mm (Pentax, Tokina und Sigma) 2,8/70-200mm (Sigma, Tamron, Nikon, Canon, Sony) 4,0/100-300mm(Sigma)

Die hervorragenden Zooms der Kamerahersteller mit vergleichbaren Kenndaten sind ca doppelt bis viermal so teuer. Abstriche machen muss man weniger in der optischen Leistung als vielmehr in AF-Geschwindigkeit und Lautstaerke. Ausserdem oft genug in der mangelhaften Justage ab Werk

Fehlen noch die Weitwinkelzooms: Hier ist Lichtstaerke nicht so wichtig, weil meistens mit grosser Schaerfentiefe gearbeitet wird. Diese Objektive im Brennweitenbereich ca.10-ca.24mm gibt es von allen bekannten Herstellern. Besonders wichtig ist die Unterscheidung in Objektive fuer die APS-grossen Sensoren und die fuer Kleinbild-grosse Sensoren. Normalerweise sieht man das am Preisschild, aber es gibt auch das Sigma 12-24mm fuer Kleinbild und das ist preiswerter als die 12-24mm APS-Objektive von Nikon und Pentax oder auch das hervorragende 7-14mm von Olympus. Gemeinsam haben diese Objektive, dass sie Anfaengern helfen langweilige "Vieldrauffotos" zu machen . Koenner zaubern damit traumhafte und ungewohnte Perspektiven.

Hallo svenja333,

Nun würde ich gerne auf DSLR umsteigen

Warum?

und dachte an die Canon 70D.

Warum?

Nun weiß ich leider garnicht, welches Objektiv ich nehmen sollte.

Das hängt vom Einsatzgebiet ab. Wichtigste Faktoren sind die Brennweite und die Lichtstärke. Das solltest Du uns schon verraten, was Du da so anpeilst.

es sollte nicht zu teuer sein

Geht's vielleicht noch ein klitzekleines bisschen konkreter?

und doch ein bisschen was können

Und zwar was genau?

Eine Kamera ist ein sehr persönliches Werkzeug, das zum Fotografen passen muss. Deshalb empfehle ich Dir, nicht zu sehr auf andere zu hören bei der Kamerawahl. Meistens empfiehlt jeder seine eigene Kamera, ohne die anderen aus eigener Erfahrung zu kennen. Eine Kamera muß gut in der Hand liegen und du musst mit der Bedienung gut zurecht kommen. Das auszuprobieren kann Dir keiner abnehmen. Und sie muss zu Deinen fotografischen Ansprüchen und Schwerpunkten passen, und die kennen wir nicht. Was wir auch nicht wissen, ist, wie viel fotografische Erfahrung Du hast und warum Du Dir eine DSLR kaufen willst. Solltest Du in diesem Punkt noch nicht festgelegt sein, so käme auch eine gute Kompakt- oder Bridgekamera in Frage. Diese sind gerade für Anfänger oft erstmal weniger verwirrend, und gute Bilder kann man damit auch machen. Weiterer Pluspunkt: Du brauchst Dich unterwegs nicht mit Objektivwechseln zu plagen. Bitte glaube nicht, dass Du mit einer DSLR automatisch bessere Fotos machen wirst als mit einer guten Kompakt- oder Bridgekamera. Eine DSLR bietet zwar mehr Potenzial, dieses können oder wollen viele Anfänger aber gar nicht nutzen. Ohne ein grundlegendes Verständnis der optisch-technischen Zusammenhänge geht es jedenfalls nicht.

Da ich finde, dass eine DSLR bessere Bilder macht. Da die 70D in den Internetforen die besten Bewertungen hatte. Ich möchte eben so ein Allroundobjektiv, nichts spezielles. Es soll zoomen können, einen guten Weitwinkel haben etc.

Vielen Dank aber!

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@svenja333
Da ich finde, dass eine DSLR bessere Bilder macht.

Eine DSLR macht überhaupt keine Bilder. Ein Fotograf macht Bilder.

Da die 70D in den Internetforen die besten Bewertungen hatte.

Ich weiß nicht, welche Foren Du meinst, aber man sollte grundsätzlich alle Arten von Rankings kritisch hinterfragen (z. B.: Wer hat bewertet? Aufgrund welcher Kriterien? Sind diese Kriterien für mich persönlich relevant?)

Ich möchte eben so ein Allroundobjektiv, nichts spezielles. Es soll zoomen können, einen guten Weitwinkel haben etc.

Wenn Du Objektivwechsel scheust - was ich verstehe könnte - siehe meine Empfehlung oben!

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Naja und vom Preis dachte ich so, dass es eben nicht das Budget einer 15-jährigen sprengt :D

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@svenja333

Das ist leider immer noch nicht konkret genug. Manche 15jährigen haben - dank ihrer Eltern - ein größeres Budget als manche Erwachsenen.

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Vom Handy zu einer DSLR ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Sehr wichtig ist, dass du dich mit der Technik der Kamera auseinander setzt, sonst macht ein Modell wie die 70D keinen Sinn. Diese Kamera bietet eine Menge an Einstellmöglichkeiten und um diese nutzen zu können ist es notwendig, sich damit zu beschäftigen, dann ist es auch möglich mehr aus den Fotos herauszuholen wie mit einer Kompakten Kamera, ganz zu schweigen von einem Handy. Wenn du nicht bereit bist (oder dich die Technik dahinter nicht interessiert) und du eher auf die Automatikmodi setzt, ist ein Modell wie die 70D nicht notwendig, da reicht auch ein billigeres Modell.

Zum Objektiv:

Ich rate dir, gerade als Einsteigerin eher zu einem Allroundobjektiv. Wenn du bei diesem Hobby bleibst, dann bleibt es ohnedies nicht aus, dass du irgendwann neue und speziellere Objektive kaufen wirst, aber dann weißt du selbst schon genau was du willst und was für dich wichtig ist. Ich habe die Canon EOS 60D mit einem 18-200 Objektiv. Ein 18-200er mit einer Lichtstärke von 5,6 ist jetzt nicht das Ultimative Ding, dass alles kann, aber es ist für diesen Brennweitenbereich ein Spitzenobjektiv! An die Grenzen stößt man dann, wenn man etwas spezielles Braucht. Für Sportaufnahmen braucht man ein Lichtstarkes Objektiv (< 5,6), wenn man nur (oder Hauptsächlich) Portais macht, dann ist eine 50mm Festbrennweite ausreichend, für Makroaufnahmen ein Lichtstarkes Makroobjektiv und und und... Ein Allroundobjektiv wie das 18-200 von Canon ( oder auch 18-270 von Tamron) sind überall einsetzbar, liefern überall gute bis sehr gute Ergebnisse, sind aber in den ganz Speziellen Einsatzgebieten eben nicht perfekt.

Technisches womit du dich beschäftigen solltest:

  • Brennweite & Blende --> Tiefenschärke

  • Belichtungszeit, Blende & ISO (für die richtige Belichtung und Effekte die sich durch ändern dieser Einstellungen erziehlen lassen wie Bewegungsunschärfe/Dynamik, Tiefenschärfe, verhindern von Bildrauschen)

  • Messverfahren für die Belichtungsmessung (Spot, Mittelbetont, Matrix...)

  • Bildkomposition

viel Spaß und viel Erfolg bei deinem Hobby

Also das hatte ich vergessen zu erwähnen, ich habe auch immer mit meiner Digitalkamera fotografiert. Eine Sony mit 16MP. Die Bilder sind schon gut, doch bei Videos ist die Qualität auf anderen Geräten angeschaut nicht überzeugend, und ich mache gerne Filme, zumal ich gerade ein Auslandstagebuch auf Youtube starte. Nun war ich mir auch nicht sicher, ob eine 16MP DSLR bessere Bilder macht als eine sich in diesem Pixelbereich befindende Digicam. Ja, von Bridgekameras habe ich auch schon gehört..das ist doch so eine Mischung, nicht wahr?

Aber vielen Dank für deine ausführliche Antwort!:)

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@svenja333

eine Bridgekamera hat sozusagen das Gehäuse einer DSLR aber ein fix angebautes Objektiv, man hat also nicht die Möglichkeit ein Objektiv zu wechseln.

Gefilmt habe ich noch nie. Grundsätzlich ist zu sagen, dass man nicht anhand der Megapixel entscheidet, oder sagen kann, ob eine Kamera gut ist oder nicht. Die meisten denken je mehr Megapixel, desto besser die Kamera bzw. die Bilder, dies ist aber ein Irrglaube. Der Sensor bei einer DSLR ist das digitale equivalent zum klassischen Film von früher. Wenn du dir auf dem Sensor ein Gitter vorstellst, dann ist jedes Gitterkästchen ein Pixel. Dies bedeutet, dass je mehr Pixel der Sensor hat, desto kleiner werden diese Kästchen und je kleiner diese Kästchen sind, desto weniger Licht können sie aufnehmen. Also ist je mehr Pixel eine Kamera hat, auch mehr Licht für die Aufnahme notwendig. Eine DSLR hat im Vergleich zu einer Kompaktkamera den Vorteil, dass der Sensor größer ist, also sind 16MP in einer DSLR "besser" als 16MP in einer Kompaktkamera oder gar einem Handy mit einem sehr kleinen Sensor.

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