Welches format/qualität bei musikdateien?

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3 Antworten

Hallo GeforceGTXTitan,

Ich habe zu ähnlichen Fragen in GF schon mehrere Antworten gegeben und kopiere passende Info in diese Antwort.

Zuerst eine Erklärung, wie der Weg vom Klangereignis über die Aufnahme und Wandlung in ein digitales Audiosignal  aussieht.

Wenn du Musik, also eine Mischung unterschiedlicher Schallschwingungen aufnehmen möchtest, dann werden zum Beispiel Mikrofone eingesetzt, die diese Schallschwingungen analog in Spannungen und Ströme umsetzen, die also ein originalgetreues Abbild der aufgenommenen Musik sein sollen.

Heute ist es üblich, diese analogen Musikdaten sofort zu digitalisieren, damit die gewonnenen digitalen Musikdaten leicht an einem Computer bearbeitet werden können, leicht verbreitet und vervielfältigt werden können (CDs, als digitaler Stream, im Rundfunk usw.)

Bereits bei der Wandlung von Analog in Digital kann man durch Auswahl unterschiedlicher Sampling-Raten unterschiedliche digitale Qualitäten erzeugen. Im Weiteren gehen wir mal davon aus, dass diese Digitalisierung dem Original entspricht, diese Daten werden also als verlustfrei bezeichnet.

Presst du jetzt eine CD mit diesen Daten, dann ist das Format also verlustfrei und entspricht dem qualitativ höchsten Niveau der ersten Digitalisierung und damit dem wav-Format.

Diese Daten sind aber sehr Umfangreich und ein paar kluge Mathematiker und Softwarespezialisten des Fraunhofer Institutes in Erlangen haben sich überlegt, wie man diese hohe Datenmenge verringern kann, ohne dass die Qualität der Musik beim Hören nennenswert leidet.

http://www.iis.fraunhofer.de/de/ff/amm/mp3history.html

Daraus entwickelten sich die ersten verlustbehafteten,  Daten-komprimierten Formate, die Im Idealfall beim Hörer als gleichwertig empfunden werden. Die Datenmenge wird entsprechend mathematischer Algorithmen klein gerechnet und Informationen, die in der Musik vorhanden sind, aber (wahrscheinlich) nicht wahrgenommen werden können, mathematisch heraus gefiltert.

Deine Musiksammlung besteht nun aus Musikstücken im Dateiformat *.mp3 und du solltest sie auch in diesem Format belassen. Wie du schon in anderen Antworten richtig erfahren hast, kannst du bereits herausgerechnete Musikinformation nicht mehr zurückgewinnen, diese Daten sind und bleiben verloren.

noch etwas zu verlustfreien und verlusstbehafteten Kompressionsverfahren:

Das flac-Format ist ohne Kompressionsverluste, der Name "free lossles audio codec" besagt bereits, dass flac verlustfrei komprimieren kann.

Das von dir genutzte mp3 ist ein verlustbehaftetes Audiodatenkompressionsverfahren..

Alles, was Verluste produziert, ist immer schlechter als das Original, wobei es bei den verlustbehafteten Audiodatenkompressionsverfahren auch Qualitätsstufen gibt, die so wenig an Information "wegrechnen", dass nur ein geschultes Gehör die Unterschiede wahrnehmen kann.

Wenn du mp3, ogg usw. nicht vermeiden kannst und eine Auswahlmöglichkeit hast, dann immer auf die größte Datenrate, also 320kbits, gehen, hier ist am wenigsten komprimiert worden.

Verlustfrei bedeutet übrigens, dass nur redundante Informationen im Audio-Signal so rechnerisch beseitigt werden und dadurch die Datenmenge eingedampft wird, dass alles zu 100% nach dem Expandieren wieder vorhanden ist. Deshalb kann beim Hören kein Unterschied zu wav sein, da tatsächlich kein Unterschied in den Audiodaten mehr vorhanden ist!!

Deshalb kannst du beliebig häufig flac in wav und wieder zurück wandeln....dass solltest du bei mp3, ogg usw. tunlichst vermeiden.

Ich hoffe, dass du mit meiner Antwort etwas anfangen kannst. Wenn du noch Fragen hast, dann melde dich.

Grüße, Dalko

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Ob Wav wirklich ein bessere Qualität hat kann ich dir jetzt nicht sagen. Aber ich kann dir sagen das das jetzt im Nachhinein so oder so nichts mehr bringt. Was schon an Qualität beim erstellen der Mp3 verloren ging ist weg, die fehlenden Informationen können ja jetzt nicht mehr einfach aus dem nichts auftauchen. Du würdest dadurch jetzt eher noch mehr an Qualität verlieren da das Umformatieren immer einen Qualitätsverlust verursacht.
Wenn dann müsste die Datei gleich in Wav erstellt worden sein.

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MP3 ins WAV umwandeln ist sinnlos, da beim umwandeln ins MP3 Format schon die wichtigen Höhen und Tiefen verloren gegangen sind.

(Eigentlich genau die gleiche Antwort wie vom Kollegen. WAV ist aber schon klanglich besser. Den eigentlichen Unterschied hörst du aber auch wirklich erst, wenn du die Musik lauter und über einer vernünftigen Anlage abspielst.)

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