Welches Fahhrad für Radtouren?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Für Radtouren muß ein Rad vor allem zuverlässig und stabil sein (Gepäckträger), da man meistens mit einigen Extrakilos an Gepäck unterwegs ist. Ob das Rad selber jetzt zwei/drei Kilo leichter ist, fällt überhaupt nicht mehr auf. Bricht der Leichtbaurahmen mangels Stabilität auf einem Rüttelweg, war es der falsche.

Von der Schaltung her reichen bei Kettenschaltung 21 Gänge völlig aus; diese gibts heute allerdings nur noch in Billigausführungen. Wichtig sind "kleine Gänge" damit man das schwere Rad auch 'ne Brücke hochbekommt. Wirklich schnelle Passagen sind auf Radtouren eher selten. Die Bremsen müssen gut sein (mehr Gewicht durch Beladung) und das Rad in gutem Wartungszustand sein, damit das Pannenrisiko sinkt.

Als Reifen würde ich irgendwas robustes nehmen, was leicht läuft; grobes Profil bremst spürbar und einen Waldweg bekommt auch ein Schwalbe Marathon noch hin.

Ach so: Der Sattel muß sehr gut passen; auf gar keinen Fall daran sparen; man sitzt den ganzen Tag darauf! Viele Langstreckenradler schwören übrigens auf Ledersättel (die muß man aber unbedingt vorher einfahren!).

Viel Spaß auf der Tour

Ich kann mich da nur jobul anschließen: Ausgiebige Probefahrten sind unumgänglich. Federung ist in den meisten Fällen verzichtbar, auch bei Waldstrecken. Sie bringt zusätzliches Gewicht. Unter 1.000 Euro würde ich nicht zu einem gefederten Rad raten. Und außerdem: Eine Federung benötigt Wartung. Teilweise werden für Federgabeln Wartungsintervalle von 50 Stunden angegeben. Eine bestimmte Marke zu empfehlen, ist nicht seriös. Ein Trekkingrad ist recht universell, ein guter Ansatz. Bei einer Kettenschaltung bedenken bitte auch, dass sie komplett ungeschützt ist und dementsprechend verschmutzt. Sie benötigt Pflege, um vernünftig zu funktionieren. Schau Dir mal Räder mit 8- oder 11-Gang Nabenschaltung an, vielleicht passt das. Die 14-Gang-Nabe von Rohloff ist natürlich auch nicht schlecht, aber auch hochpreisig.

Ein Trekking-Ras ist das Mittel der Wahl. Um vorne auch einen Gepäckträger anbringen zu können, braucht es einen Gabel ohne Federung, aber am besten mit so genannten Low-Rider Gewindeösen.

Hinten wie vorne gehört ein wirklich guter Gepäckträger dran. Ist der nicht schon dabei, so kosten die allerdingst zwischen 50 und 100 Euro. Auch gute packtaschen kosten je Paar gut 100 Euro. Dafür sind die dann fast unzerstörbar, genau wie Dein Wunschbike.

Die aktuelle Zahl der Gänge liegt bei 3x9 (27-Gang), aber auch 3x8 (24-Gang) ist noch ganz ok. Weniger Gänge deutet auf ein wesendlich älteres Rad hin, 3x6 (18-Gang) ist so veraltet, dass die allgemeine Technik nicht mehr dem Stand der Dinge entspricht.

Es gibt aber neben der Kettenschaltung auch Nabenschaltungen mit 8, 11 oder sogar 14 Gängen. Dadurch ist das Schalten oft einfacher und "logischer".

Dein Bike braucht V-Brakes, die bremsen gut und Bremsklötze gibt es überall auf der Welt dafür.

Als Beleuchtung kommt eher win Nabendynamo mit hellem Licht (ca. 40 LUX oder mehr) in Frage.

Der Fahrradrahmen muss nicht unbedingt aus Aluminium sien. Dein Gepäck ist so schwer, das der Unterschied zwischen Alu- und Stahlrahmen egal ist. Aber der Rahmen sollte gut halten und gut passen. Je nach Körpergröße wird da die Suche schwierig.

Daher könnte grade bei kleinerer Körpergröße ein Mountain-Bike, das zum Trekkingrad umgebaut ist, besser für dich sein.

Du siehst, es gibt viel zu beachten und zu vergleichen. Da ist es nicht leicht eine Marke zu nennen. Legendäre Trekkingräder sind aber z.B. von PATRIA, KOGA MYATA, NISHIKI und bestimmt noch vielen mehr.

Olaf68 20.03.2012, 12:24

Zu den Gängen, die Räder haben vor allem mehr Gänge als früher, damit es im Prospekt gut aussieht. Auf Radtouren (und auch sonst) hatte ich mit 21 Gängen nie Probleme. Mein neues Rad hat 27; mir hätten 21 weiterhin locker gereicht.

Nachteile vieler Gänge sind:

Die Ritzelkassette wird breiter und man muß das Hinterrad "schmaler" einspeichen; es ist nicht mehr so stabil (schlecht bei Beladung)

Die Kette wird schmaler und läuft bei manchen Gängen noch schräger; d.h. sie hält nicht mehr so lange.

Die Einstellung der Schaltung muß noch genauer sein.

Ändern kann man das leider nicht; bekommt man eine gute 24er Schaltung kann man jedoch uneingeschränkt zugreifen.

0

Hallo Quinny123, pauschal ist das schwierig zu beantworten - vor allem weil es ja auch auf den Geldbeutel ankommt. Für Deinen Zweck erscheint mir das klassische Trekkingrad am besten, die Dinger sind universell einsetzbar (ich geh' mal davon aus dass Du zwar Waldwege benutzt aber kein echtes Off-road betreibst). Da Du länger fährst, sowie auch abseits des Asphalts, würde ich auf eine gute Federung achten. Außerdem sollten die Reifen für den Kompromiss Asphalt/unasphaltiert mittelbreit sein. Dazu eine Kettenschaltung (vorne 3, hinten 6-8 Blätter), das sollte hinhauen. Solltest Du viele Bergstrecken auf Deiner Tour haben so würde ich zumindest hinten was berggängiges aufziehen lassen.

Ich würde da auch mal 'nen örtlichen Fahrradhändler ausquetschen, ein guter Händler wird sich für Dich die Zeit nehmen.

Pedal On!

Für ein neues Fahrrad musst du unbedingt immer mindestens 500 € ausgeben, um das akzeptable Mindestmaß an Qualität zu bekommen. Die Marke ist dabei nicht so wichtig, da es sehr viele Marken gibt und man grundsätzlich sagen kann, dass Neufahrräder unter 500 € nichts taugen und ab 500 € aufwärts man eigentlich immer eine akzeptable Qualität bekommt.

Ein Trekkingrad wäre für deine Zwecke schon gut geeignet. Für längere Radtouren brauchst du einen bequemen Sattel, hier gibt es spezielle Frauenmodelle mit einer Aussparung in der Mitte. Ich schwöre auf diese Frauenmodelle, mit denen fährt es sich als Frau wirklich besser auf langen Touren.

Der Lenker sollte mehrere Sitzpositionen ermöglichen, entweder mit Hörnchen oder mit einem nach oben gebogenen Lenker.

Ich rate auch zu einer Kettenschaltung (vorne 3-Kettenblätter, hinten 8-9 Ritzel), damit hast du eine ausreichende Übersetzung für alle Lebenslagen.

Die Komponenten (Schaltung, Bremsen, Naben, Ritzel...) sollten Deore-Qualität haben. Deore ist eine Serie von Radkomponenten von Shimano, die 500 €-Räder normalerweise als Ausstattung haben. Natürlich gibt es auch vergleichbare Qualität von anderen Herstellern.

Da du auch Waldwege fahren willst, wäre eine Federung sinnvoll, hier würde ich zu einer Kombination aus Federgabel und gefederter Sattelstütze raten. Für ein gefedertes Fahrrad sollte man allerdings mindestens 700 € ausgeben.

Außerdem solltest du noch darauf achten, dass das Rad nicht zu schwer ist. Probiere unbedingt aus, ob du es noch problemlos eine Treppe herauf- und heruntergetragen bekommst.

Viel Spaß bei den Fahrradtouren.

Olaf68 19.03.2012, 12:50

Zum Lenker: Ich bevorzuge einen Lenker, bei dem die Griffe leicht nach hinten gebogen sind (man knickt die Handgelenke nicht ab). Zum entspannen (oder bei Gegenwind) lege ich mich schonmal "mit den Armen drauf" - da würde ein Brezellenker nur stören.

0

Mache ausgiebige Probefahrten. Ein geringes Gewicht (nicht über 15 kg) ist nützlicher als eine Federung, vor allem, wenn man nicht so viel ausgeben möchte. Auch viele Gänge braucht man eher nicht, 18 reichen völlig.

Ich benutzte für meine Radtouren in Schweiz, Europa, Lateinamerika immer ein Rennvelo. Die Uebersetzung wurde auf die Umgebung (Alpen, Jura) angepasst, ist also so berggängig wie ein MTB. Ist das verboten?

Nach Diebstahl meines letzten Rades fahre ich jetzt ein ein wenig geländegängigeres Crossrad (Specialized Tricross) und glaube, den optimalen Typ gefunden zu haben. Kostet allerdings neu 3000, für dich wohl zu hoch. Umsomehr als du noch wachsen wirst. Da gebrauchte Räder viel billiger zu haben sind, empfehle ich dir, kein neues zu kaufen, sondern eines älteres hoher Qualität. Da bekommst du mehr als bei neuem mit gleichem Preis.

Die leichte Federung (wegen Rückenschmerzen) habe ich in der Sattelstütze eingebaut. Weshalb brauchst du eine schwere teure unterhaltsbedürftige Federung, wenn du noch so jung und leicht bist?

Kauf dir nen Tourenrad von Batavus :) Habe ich auch

Was möchtest Du wissen?