Welches Dialekt ist für einen Berliner am schwersten zu verstehen?

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8 Antworten

Ich bin im Saarland geboren. :)

Wir haben 2 Dialekte, im Süden "Saarbrigger Platt" (Saarbrücken + Umgebung) und im Norden (wo ich geboren bin) eine Variante des Moselfränkischen. Die verstehe ich beide (und merke auch, wer aus welcher Region kommt).

Moselfränkisch zählt zu den am stärksten abweichenden Dialekten im deutschen Raum, die extremste Variante ist das Luxemburgische (das verstehe ich teilweise, bei uns sprach man aber geringfügig anders).

Dat ass onst Land, fir dat mer géif
Heinidden alles won,
Onst Heemechtsland dat mir sou déif
An onsen Hierzer dron.
Onst Heemechtsland dat mir sou déif
An onsen Hierzer dron.
(Ausschnitt aus der Hymne von Luxemburg)

wir würden = mer géif
(eisch géif dat awei net mache = ich würde das nun nicht machen)

Manche Silben werden "zusammengezogen".
wir wagen = mer won (mit langem, offenen o)
wir tragen = mer dron

Manche Vokale werden "diphthongiert".
tief = déif
Herz = Hierz
so = sou
ich = eisch (bei uns üblich)
du = dau (bei uns üblich)

Manche Diphthonge werden "monophthongiert".
Heimat = Heemecht
(Ortsname "Freisen" = Frääse, "Weiskirchen" = Weeskerje) 

Typisch für das Nordsaarland ist "loo" (da, dort)
das dort = dat loo
Schau mal dorthin, wie der dort liegt! = Luu mo loo, wie der lee loo lait! 

Im Süden gibt es Varianten wie

Bischt dau scho in Quierschd gewierschd? Do isset schee gewierschd.
"Bist du schon in Quierschied gewesen? Dort ist es schön gewesen."

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in berlin wohnen nur 22% echte berliner , seit generationen ,

der rest ist zugezogen und macht den "baliner dialekt !"  brandenburger, sachsen , preussen .

entweder man hört und versteht menschen aus anderen regionen , oder reimt sich den sinn zusammen . alternativ fragt man freundlich nach .

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Kommentar von Malavatica
03.08.2017, 16:22

Leider leider, die echten Berliner sterben aus. 

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Norddeutsche Dialekte verändern eher die Konsonanten, süddeutsche die Vokale.

Es ist eine Interpretationsfrage, ob man "Det kan ick Dir nich sajen" besser versteht oder "dös konn i dir net soagn".

Ich als Berliner kann beispielsweise Bayerisch besser verstehen als Kölsch. Aber das hat eben einen guten Grund: Ich lebe seit 1978 in München. Am Anfang hab ich mich auch schwer getan.

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Kommentar von OlliBjoern
14.08.2017, 23:39

Ja, interessant. Ich bin Saarländer, und ich kann Kölsch besser verstehen (als z.B. Bayrisch). Meine Mutter stammt aus dem Kölner Raum, ich bin aber im Saarland geboren.

Auch Luxemburgisch verstehe ich teilweise.

"dat kann eisch dir net son" = das kann ich dir nicht sagen

Ich wohne nun im Schwabenland, Schwäbisch ist deutlich anders, aber wir haben viele der französischen Lehnwörter gemeinsam.

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Die Frage ist nicht zu beantworten, weil es DEN Berliner nicht gibt.

Der Eine ist sprachgewandt, der Andere nicht. Welche allgemeingültige Regel willst du da aufstellen?

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Ich kann mir vorstellen, dass der Dialekt, wie er im Bayerischen Wald gesprochen wird, das "Woidlerische", für einen Berliner kaum zu verstehen ist.

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Kommentar von Hearsey
03.08.2017, 21:25

Der saarländische Dialekt ist auch nicht leicht zu verstehen 

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Den saarländischen Dialekt und Bayern naja da geht es halbwegs .. 😅 Aber lustig ist es 😁

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Kommentar von Hearsey
03.08.2017, 21:24

Saarländisches Dialekt klingt sehr lustig 😂 

Bei uns Kurden ist es auch so das die anderen Dialekte komisch klingen 😂

2

Den bayrischen. 

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Kommentar von Hearsey
03.08.2017, 16:13

Den bayrischen finde ich irgendwie einfacher zu verstehen als den saarländischen 

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In Bayern, in der Schweiz, in verschiedenen ländlichen Regionen Österreichs, vor allem, wenn er im Jebirje auf die Suche nach Jemseneiern jeht:

Wenn die Jemsen springen über Berjesjipfel

Singt der Jemsenjäjer seine Haderschnepfel:

"Jute Jemse", spricht er, "halt man still,

weil ick dir man runterpuffen will!"

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