Welches Dateisystem sollte ich am Besten verwenden für eine externe HDD mit 500GB (Windows-kompatibel)?

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5 Antworten

Das hängt auch mit davon ab, ob auf die Platte auch mit anderen als Linux-Betriebssystemen zugegriffen werden soll. 

XFS ist zwar alt, aber sehr ausgereift, keine Windows-Unterstützung

ext4 hat ebenfalls keine Windows-Unterstützung

ext3 kann mittels Tools/Treibern auch von Windows genutzt werden

NTFS kann über Fremdtreiber von fast allen Betriebssystemen genutzt werden.

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Natürlich auf keinen Fall NTFS! Wenn dir deine Dateien lieb sind, dann nimm ext4.

Btrfs ist mir noch viel zu unausgegoren, und dort werden alle Nase lang ziemlich heftige Bugs entdeckt, die oft zu Datenverlust führen können. Btrfs ist zwar sehr schön, und gefällt mir super, aber ich würde es erst einsetzen, wenn es sich bewährt hat.

XFS bietet viele Features nicht, und lagert extrem viele Funktionen auf die Hardware aus. Deshalb ist es auch so schnell ... weil es nichts tut. Prüfsummenberechnung? Fehlanzeige! Und gerade bei USB-HDDs traue ich der Hardware nicht allzu viel zu. :)

ZFS ging zwar vorher schon, aber die Kernel-Unterstützung ist brand neu. Mir persönlich zu neu. Ich verlasse mich ungern auf Bleeding-Edge. Würden wir hingegen von FreeBSD anstelle von Linux reden, würde ich dir zu ZFS raten.

ReiserFS ist ziemlich in die Jahre gekommen, aber immer noch erstaunlich gut. Trotzdem ist ext4 für eine externe Festplatte vermutlich die bessere Wahl.

Windows Dateisysteme kannst du alle komplett vergessen. Vor allem über die prähistorischen FAT-Dateisysteme müssen wir gar nicht erst reden. NTFS ist zwar deutlich besser, und bietet sogar einige Feinheiten, die viele andere Dateisysteme nicht bieten (Sparse-Dateien wurden z. B. lange unterstützt, bevor ext so etwas hatte), aber es ist einfach zu Windows spezifisch. Verwendest du hingegen so ein Dateisystem unter Linux, wird es zwangsläufig zu Datenverlust kommen. (in Form von Metadaten; es sei denn, du packst alles in einen Tarball)

Ein Dateisystem ist zwar sehr bedingt und mit großen Abstrichen portabel nutzbar, aber eigentlich eine sehr Betriebssystem nahe Angelegentheit.

ext4 wird z. B. unter BSD nur sehr rudimentär unterstützt, weil die Eigenheiten einfach zu sehr Linuxspezifisch sind. Das würde man ja eigentlich erst mal gar nicht denken, wenn man an die Verwandschaft und Abstammung vom BSD und Linux denkt. Nur leider haben die unter der Haube z. B. fast keine Syscalls, die einheitlich aufgerufen werden können, das gleiche Ergebnis zurück liefern, oder wenigstens die gleichen Argumente erwarten. Aber das nur am Rande.

Wenn du deine externe HDD also mit ext4 ausstattest (mkfs), solltest du unbedingt noch ein bisschen optimieren (tune2fs), und evtl. auch mit den Mountoptionen spielen.

Nach dem schreiben deineer 450 GB Datei evtl. gleich noch mal "sync" aufrufen, und falls du etwas Zeit übrig hast, auch noch "md5sum" drüber laufen lassen. Wenn du dann deine Platte vernünftig unmountest, sollte deine Riesendatei relativ sicher sein.

Viel Spaß! :)

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ext4 ist noch immer Standard bei Linux, da musst du dich nicht mit NTFS herumschlagen, für das unter Linux (noch) kein fsck-Programm  (Reparatur-Programm) gibt.

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Das lässt sich so nicht beantworten. Unter welchem Betriebssystem wird die Platte betrieben?

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Kommentar von wedck
05.03.2016, 15:58

Ubuntu und Windows

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Ich bin wohl der einzige Linux'er hier und sage ext4! :D

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